In Lusiana treffen unterschiedliche Zugänge zu Kultur und Landschaft aufeinander: traditionelle Waldarbeit, Strohverarbeitung, sakrale Architektur, zeitgenössische Kunst und alpine Naturkunde. Für Ihre Reise können Sie diese Themen nach Ihren Interessen gewichten – vom Handwerk über historische Orte bis zu Pflanzen und Bergtieren.
Waldarbeit und Strohverarbeitung
Im Freilichtbereich Area Labioli e antichi lavori del bosco können Besucher die Unterkunft des Köhlers mit Demonstrations-Kohlenmeilern besichtigen. Zum Areal gehören außerdem die Hütte des Waldarbeiters mit „biode“ und „fogolaro“, ein Kalkofen sowie Wasserbecken, die in den Fels gehauen und „labioli“ genannt werden. Die Zusammenstellung macht verschiedene traditionelle Einrichtungen rund um das Leben und Arbeiten im Wald sichtbar.
Einen weiteren Einblick in Handwerk bietet das Museo Palazzon. Es befindet sich in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert im Herzen von Lusiana. Ein Teil der Ausstellung widmet sich der traditionellen Strohverarbeitung: Aus „fastughi“ wurden die Materialien für „sporte“ und „capei“ gewonnen. Damit steht neben den Arbeiten im Wald ein eigener Verarbeitungsschritt im Mittelpunkt – vom Stroh zu den daraus hergestellten Gegenständen.
Architektur, Aussicht und Kunst
Die Chiesa di San Giacomo liegt im Zentrum von Lusiana und bildet zusammen mit dem Campanile die Ostseite der Piazza IV Novembre. Der Campanile wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Von seiner Glockenstube aus sehen Besucher die Landschaft der Altopiano di Asiago; an klaren Tagen sind auch der Monte Cimone und der Parco del Sojo erkennbar. So verbinden sich an diesem Ort die Geschichte des Bauwerks und ein Blick auf die umliegende Landschaft.
Der private Park Parco del Sojo – Arte e Natura umfasst etwa acht Hektar. Entlang von Wegen und alten Saumpfaden zeigt er mehr als 80 zeitgenössische Skulpturen. Im Vergleich zur Strohverarbeitung im Museo Palazzon setzt der Park einen anderen Kunstakzent: Hier stehen moderne Werke im Mittelpunkt, verteilt auf eine weitläufige Parkanlage.
Alpine Natur und ihre Themen
Das Museo della Fauna Alpina oberhalb der Biblioteca di Lusiana vermittelt Kenntnisse über Bergtiere und die Spuren, die sie in den Wäldern hinterlassen. Pflanzen stehen im Giardino Alpino „Dario Broglio“ im Gebiet des Monte Corno im Vordergrund. Der Garten liegt in einem als Sito di Importanza Comunitaria (S.I.C.) anerkannten Gebiet und umfasst mehr als 500 krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume, die für die Berge der Provinz Vicenza typisch sind. Dazu gehören auch seltene oder lokal vorkommende Arten der Hochebene. Der Vergleich ist deutlich: Das Museum richtet den Blick auf Tiere und ihre Spuren, der Garten auf die Pflanzenwelt.
Geschichte und Wege
Der Cimitero Militare Britannico di Granezza ist einer von fünf britischen Friedhöfen auf der Altopiano di Asiago7Comuni. Er wurde kurz nach dem Ende des Konflikts angelegt, steht unter dem Schutz der Commonwealth War Graves Commission und umfasst insgesamt 1.024 Gefallene. Die Darstellung „La Grande Guerra“ behandelt die britischen und französischen Sektoren sowie die Widerstandslinie im Gebiet des Monte Corno.
Für eine Wanderung führt der vollständig ausgeschilderte Naturweg am Monte Corgnon von Val Fontana über die Flanke und den Gipfel des Monte Corgnon, durch den Wald und weiter zum Villaggio Preistorico auf der Anhöhe. Eine konkrete Wegbeschreibung steht damit einem anderen Angebot gegenüber: Geführte Besichtigungen des Pestarino dei Togna, des Maglio di Valli di Sotto und des Mulino Garzotto sind nach Reservierung möglich. Alle drei gehören zum Museo Diffuso di Lusiana. Diese reservierungsgebundenen Führungen sind von den frei zugänglichen Wegen zu unterscheiden.
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