Eine achteckige Kapelle, eine Pfarrkirche mit einem Werk von Niccolò da Venezia und ein Museum mit Objekten zum traditionellen Landleben und zur Schinkenherstellung: Sossano erschließt sich über konkrete Spuren seiner Kulturgeschichte. Mit dem Monte della Croce kommt ein Ausflugs- und Wandergebiet nördlich des bebauten Ortszentrums hinzu. Wer eine Unterkunft für einen Aufenthalt in Sossano sucht, kann zunächst überlegen, ob Bauwerke und Sammlungen oder auch ein naturbezogener Ausflug den Schwerpunkt bilden sollen.
Kirchen und Baugeschichte
Die Chiesetta dell’Olmo, auch Beata Vergine dell’Aiuto genannt, ist eine achteckige Kapelle mit zentralem Grundriss. Giorgio Massari ließ sie zwischen 1727 und 1734 in ihrer heutigen Form errichten. Schon die beiden gebräuchlichen Namen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesem Ort; die Baugestalt selbst ist durch ihre achteckige Form und den zentralen Grundriss klar beschrieben.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte erzählt die Pfarrkirche San Michele Arcangelo. Nach einem Entwurf von Sebastiano Bazzetta wurde sie 1882 fertiggestellt und geweiht; ihr Stil ist neo-palladianisch. In der Kirche befindet sich ein steinerner Schrein mit dem Cristo morto, einem Werk von Niccolò da Venezia. So stehen an San Michele der Entwurf und die Bauzeit neben einem konkret benannten Kunstwerk. Die Kapelle und die Pfarrkirche bieten damit verschiedene architektonische Anknüpfungspunkte, ohne dass beide Bauwerke auf dieselbe Epoche reduziert werden müssen.
Auch die Villa Loschi Gazzetta hat ein markantes architektonisches Detail bewahrt: eine zentrale Bifora aus der Frührenaissance, verziert mit Eichenblättern und Bienen. Die Fensterform und ihre Ornamente geben dem Bau einen anderen Zugang als die Kapellen- und Kirchengeschichte. Bei dort stattfindenden Aktivitäten, Manifestationen und Veranstaltungen ist die Villa frei zugänglich. Wenn Sie einen Besuch einplanen möchten, prüfen Sie vorab, ob während Ihres Aufenthalts ein solcher Anlass stattfindet.
Museum, Alltagsgeschichte und Schinken
Das Museo Civico „Storia - Memoria“ umfasst etwa 600 Objekte aus zwei Themenbereichen. Dazu gehören Dokumente und Erinnerungsstücke zum Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie zahlreiche Gegenstände zum traditionellen Landleben im Basso Vicentino. Die Sammlung verbindet damit Erinnerungen an die Kriegszeiten mit Gegenständen des bäuerlichen Alltags. Wer den Ort über seine Geschichte kennenlernen möchte, findet hier mehr als einen einzelnen historischen Schwerpunkt.
Ein weiterer Museumsfokus führt zur Entstehung der renommierten Schinkenfabrik S. Michele di Sossano. Zu den gezeigten Objekten gehören ein Flachrelief zum Produktionszyklus des Schinkens, eine Theke mit Schinkenpressen und der bekannte Schinkenkorb. Diese Stücke machen die Herstellungsgeschichte an konkreten Gegenständen sichtbar und ergänzen die Themen Kriegserinnerung und Landleben um einen Bezug zur lokalen Schinkentradition.
Wandergebiet und regionale Perspektive
Nördlich des bebauten Ortszentrums von Sossano liegt der Monte della Croce, ein Ausflugs- und Wandergebiet. Damit lässt sich die Ortswahl nicht nur an Kirchen, Architektur und Museumssammlung ausrichten: Auch ein naturbezogener Ausflug kann Teil des Aufenthalts sein.
Für einen größeren regionalen Rahmen steht die GB1-Route. Als Tour durch das Basso Vicentino führt sie durch sieben Gemeinden: Campiglia dei Berici, Sossano, Orgiano, Asigliano Veneto, Pojana Maggiore, Noventa Vicentina und Agugliaro. Sossano ist damit Teil einer Route, die mehrere Orte der Region umfasst. Das ergänzt den Blick auf einzelne Bauwerke und Sammlungen um eine regionale Perspektive, ohne die genannten Sehenswürdigkeiten zu einer eigenen Route zusammenzufassen.
Weitere Reiseziele entdecken: San Benedetto, Primolano, Pove Del Grappa, Recoaro Terme, Asiago, Montorso Vicentino, Rive Poleo, Canove di Roana
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.