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Küstenblicke zwischen Bucht und westlichen Parishes

Ein Aufstieg auf den Dolphin Head Mountain eröffnet einen weiten Blick auf andere Parishes im Westen Jamaikas. Von den Hügeln oberhalb des Lucea Harbour reicht die Sicht über mehr als 180 Grad über die Bucht. Die Aussichten setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der Aufstieg öffnet den Blick auf weitere Parishes, während die Hügel über Lucea Harbour das Buchtpanorama bestimmen.

An der Küste reicht der Negril Beach von Westmoreland bis in das Parish of Hanover. Etwa sieben Meilen östlich von Lucea liegt Miskito Cove. Die Bucht gilt als Naturhafen und als geeignet für Wassersport und Freizeitangeln; ihre Geschichte wird mit Überfällen der Miskito auf Taíno-Dörfer in Verbindung gebracht.

Im östlichen Hanover wird auf dem Great River Rafting angeboten. Clifton Cave und Cousin’s Cove Cave gehören zu den Höhlen des Parish und gelten als Freizeitmöglichkeiten für abenteuerlustige Besucher. Paradise Falls gilt ebenfalls als Freizeitmöglichkeit für Besucher im Parish of Hanover. Rafting, Höhlen und Paradise Falls stehen so als unterschiedliche Freizeitmotive nebeneinander.

Fort, Town Hall und Kirchengeschichte

Fort Charlotte in Lucea wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von den Briten zur Verteidigung des nordwestlichen Inselteils errichtet. Das Lucea Town Hall entstand um 1840 im jamaikanischen Georgian-Stil und diente ursprünglich als Gerichtsgebäude der Stadt. Die beiden Bauten unterscheiden sich durch ihre Funktion: Das Fort diente der Verteidigung, das Town Hall zunächst der Rechtsprechung. Die Hanover Parish Church, auch St. Mary’s Anglican genannt, soll um 1725 errichtet worden sein. Ihre angenommene Entstehung liegt vor der Errichtung des Forts in der Mitte des 18. Jahrhunderts und dem Town Hall um 1840.

Die Kirche besitzt eine funktionsfähige Orgel aus dem Jahr 1891. Sie wird regelmäßig gewartet; Regen hatte sie in der Vergangenheit beschädigt. Auch die Geschichte ihrer Pastoren setzt zeitliche Akzente: D. W. Rose amtierte von 1806 bis 1824, John Stainsby von 1833 bis 1853. Beide sind in der Geschichte der Hanover Parish Church für ihre Haltung zur Gerechtigkeit bekannt. Orgel und Amtszeiten ergänzen die Baugeschichte um weitere Details aus dem 19. Jahrhundert.

Blenheim in Hanover ist der Geburtsort von Sir Alexander Bustamante, dem ersten Jamaikaner, dem die Auszeichnung als National Hero noch zu Lebzeiten verliehen wurde. Dieser biografische Bezug unterscheidet sich von den militärischen und städtischen Funktionen der Lucea-Bauten. Auch die Geschichte der Lucea-Yamswurzel führt zu einem anderen Kapitel: Nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 gehörte sie zu den bekannten Anbauprodukten, mit denen Hanover einen großen Teil des übrigen Jamaikas belieferte. Landwirtschaft und Versorgung bilden so einen weiteren historischen Blickwinkel auf Hanover.

Weitere Reiseziele entdecken: Lucea, Green Island, Hopewell, Orange Bay, Saint Catherine Parish, Saint Ann Parish, Saint James Parish, Saint Thomas Parish.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jamaika.

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