Die historischen Spuren in St. Ann's Bay reichen von Baugeschichte und Kirchen bis zu Denkmälern und der wechselnden Nutzung eines Forts. Der St. Ann's Bay Clocktower, die Kirchen und weitere Zeugnisse liegen im Ort; das St. Ann's Bay Fort befindet sich westlich davon. Für Ihre Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, ob Sie sich stärker für Architektur, religiöse Geschichte, Denkmäler oder die Nutzungsgeschichte des Forts interessieren.
Historische Spuren im Ort
Der St. Ann's Bay Clocktower wurde 1814 von Whitehurst and Derby erbaut. Das Haus in der 32 Market Street besteht aus Holz, steht auf Blöcken und ist im Jamaica-vernacular-Stil gestaltet. 1989 wurde vor dem Haus eine Büste von Marcus Garvey errichtet. Damit stehen unterschiedliche historische Hinweise nebeneinander: Beim Uhrturm sind Baujahr und Erbauer maßgeblich, beim Haus Material und Stil, bei der Büste die dargestellte Person und das Errichtungsjahr. Die Büste und die Hausbeschreibung beziehen sich auf dieselbe Adresse, bleiben aber zwei verschiedene Bezugspunkte für die Ortsgeschichte.
Kirchen, Denkmäler und unterschiedliche Daten
Bei den Kirchen ist die Art des Datums entscheidend: Die St. Ann's Bay Baptist Church wurde 1827 gegründet, die St. Ann's Bay Methodist Church 1898 erbaut. Das sind keine zwei vergleichbaren Baujahre; eine Jahreszahl bezeichnet eine Gründung, die andere einen Bau. Das Christopher-Columbus-Denkmal steht in einem Park an der Main Street. Der St. Peter Martyr Site besteht aus den Ruinen einer alten Kirche. So unterscheiden sich auch die Beschreibungen: Bei den Kirchen werden Ereignisse mit Jahreszahlen verbunden, beim Denkmal ist der Standort benannt, beim Site die Form der erhaltenen Reste. Zusammengenommen stehen die Jahreszahlen 1814, 1827, 1898 und 1989 für unterschiedliche Ereignisse – Bau, Gründung oder Errichtung. Die zeitliche Reihenfolge allein sollte daher nicht mit einer einheitlichen Baugeschichte verwechselt werden.
Das Fort westlich von St. Ann's Bay
Das St. Ann's Bay Fort liegt westlich von St. Ann's Bay und wurde aus Steinblöcken von Sevilla la Nueva erbaut. 1795 wurde es wegen des vordringenden Meeres für unbrauchbar erklärt; auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht wurde in Windsor Point ein neues Fort errichtet. Das verbindet das Baumaterial mit einem konkreten Grund für die Aufgabe des alten Forts und dem Standort der Ersatzanlage. Die Fortgeschichte unterscheidet sich damit von den Bau- und Gründungsdaten der Kirchen: Sie umfasst auch die Aufgabe der ursprünglichen Anlage und ein neues Fort an einem anderen Ort. Das ältere Fort wurde später als Gefängnis und Besserungsanstalt genutzt. Zur historischen Gefängniseinrichtung gehörten Einzelzellen, ein Laufband, ein separater Raum für psychisch Kranke, ein Raum für Schuldner, ein „Krankenhaus“ und Räume für das Gefängnispersonal. Heute liegt das Fort in Ruinen; prüfen Sie den Zustand vor einer Reise dorthin.
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