Zu Ōzus Kulturthemen gehören ein erhaltenes Straßenbild aus der Edo-Zeit, eine Geschichte aus dem japanischen Fernsehen und ein Ensemble buddhistischer Architektur. Auf おはなはん通り treffen die originalgetreu erhaltene Stadtanlage und Häuserzeilen auf die Erinnerung an ein NHK-Morgenfernsehdrama, das dort 1966 gedreht wurde. Das angeschlossene 思ひ出倉庫 zeigt Fahrzeuge, Möbel und Spielzeug aus der damaligen Zeit. Auf dem Gelände von 如法寺 stehen mehrere historische Gebäude; hinter dem Hauptgebäude ist außerdem ein Teichgarten aus etwa der mittleren Edo-Zeit erhalten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, die kulturelle Seite Ōzus nach Ihren Interessen einzuordnen.
Ein Straßenbild aus der Edo-Zeit
Am östlichen Ende des Hijinami-Stadtgebiets liegt おはなはん通り. Bewahrt sind dort nicht nur einzelne Häuser, sondern die Stadtanlage und die Häuserzeilen als zusammengehöriges Straßenbild. Gerade diese Kombination macht den Ort unter einem anderen Blickwinkel interessant als eine einzelne historische Fassade: Die überlieferte Form der Straße und die Bebauung gehören gemeinsam zu dem, was hier aus der Edo-Zeit erhalten ist.
Der Name おはなはん通り verweist auf eine spätere, klar datierte Geschichte. Die Straße erhielt ihn, weil 1966 das NHK-Morgenfernsehdrama „おはなはん“ dort gedreht wurde. So stehen an diesem Ort zwei verschiedene Zeitebenen nebeneinander: das erhaltene Straßenbild aus der Edo-Zeit und die Filmgeschichte des Jahres 1966. Die Datierung des Dramas bezeichnet dabei die Dreharbeiten und nicht die Entstehungszeit der Straßenanlage.
Filmgeschichte und Erinnerungsstücke
Zum Ensemble bei ポコペン横丁 gehört das 思ひ出倉庫. Dort sind Fahrzeuge, Möbel und Spielzeug aus der damaligen Zeit zu sehen. Damit ergänzt die Ausstellung die Geschichte der Straße um Gegenstände, während おはなはん通り selbst für den Zusammenhang aus Stadtanlage und Häuserzeilen steht. Wer sich für das Thema interessiert, kann diese beiden Aspekte auseinanderhalten: hier die erhaltene bauliche Form, dort die gezeigten Objekte und die Erinnerung an die Fernsehproduktion.
Auch die zeitlichen Bezüge unterscheiden sich. Für die Straße ist die Edo-Zeit genannt; der Film wurde 1966 gedreht. Die Gegenstände im 思ひ出倉庫 werden als Stücke aus der damaligen Zeit beschrieben. Diese Angaben erzählen nicht alle dieselbe Geschichte, sondern verbinden bauliches Erbe, Fernsehkultur und Alltagsgegenstände zu mehreren Blickwinkeln auf Ōzus Kulturgeschichte.
Gebäude und Garten bei 如法寺
Auf dem Gelände von 如法寺 stehen eine Buddhahalle, die als wichtiges Kulturgut Japans ausgewiesen ist, sowie das Hauptgebäude, das Wohngebäude, eine Jizō-Halle, ein Glockenturm und ein Eingangstor. Die benannten Bauten machen deutlich, dass sich das Interesse hier nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt. Die Buddhahalle trägt die ausgewiesene Kulturgut-Bedeutung; die übrigen genannten Gebäude gehören ebenfalls zum Bild der Anlage, ohne dass ihnen damit dieselbe Einstufung zugeschrieben wird.
Hinter dem Hauptgebäude ist ein Teichgarten aus etwa der mittleren Edo-Zeit erhalten. Die zeitliche Einordnung ist ausdrücklich ungefähr: Anders als die allgemeine Angabe zur Edo-Zeit beim Straßenbild wird hier die mittlere Edo-Zeit als Näherung genannt. Zusammen betrachtet unterscheiden sich die Kulturthemen somit deutlich: おはなはん通り steht für Stadtanlage, Häuserzeilen und Filmgeschichte; bei 如法寺 prägen die benannten religiösen Gebäude und der Garten den Schwerpunkt.
Für Ihre Auswahl bietet diese Unterscheidung eine konkrete Orientierung: Die Straße und das angeschlossene 思ひ出倉庫 verbinden bauliches Erbe mit Fernseh- und Alltagsgeschichte, während 如法寺 mit seiner Buddhahalle, den weiteren Gebäuden und dem Teichgarten einen architektonischen und gärtnerischen Akzent setzt. Die genannten Details sind deshalb nicht bloß verschiedene Sehenswürdigkeiten derselben Art, sondern unterschiedliche Zugänge zu Kulturgeschichte in Ōzu.
Weitere Reiseziele entdecken: Ikata, Saijō, Kumakogen, Matsuyama, Shikokuchuo, Imabari, Futami, Uwajima
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Ehime.