Yame-Tee in Landschaft und Alltag
Im Südosten der Präfektur Fukuoka liegt Yame City, bekannt für den lokalen Grüntee Yame-Tee. Der Yame Central Grand Tea Garden, auch „Green Carpet“ genannt, umfasst etwa 70 Hektar weitläufiger Teefelder. Seine spektakuläre Aussicht macht ihn zu einem beliebten Ort zum Radfahren. In Yame können Sie außerdem Tee verkosten, pflücken und die Herstellung erleben. So begegnet Ihnen das Thema Tee nicht nur als lokales Erzeugnis, sondern auch als Anbau und Handwerk.
Der Kyushu-Olle-Yame-Kurs führt über sanfte Höhenrücken durch hügeliges Gelände und ausgedehnte Teeplantagen. Die Route verbindet damit zwei prägende Landschaftselemente Yames: das bewegte Gelände und die Felder. Für Spazier- und Wanderinteressierte ist das eine andere Perspektive auf die Gegend als der Blick auf den Tee vom Rad aus.
Schreine und Kulturgeschichte
In Dazaifu ist der Dazaifu-Tenmangu-Schrein Sugawara no Michizane, dem Gott des Lernens, gewidmet. Er blickt auf eine 1.100-jährige Geschichte zurück. Auf dem Gelände stehen etwa 6.000 weiß und rot blühende Pflaumenbäume aus rund 200 Sorten. Widmung, lange Geschichte und die Vielfalt der Bäume machen den Schrein zu einem Ort, an dem sich unterschiedliche Seiten des kulturellen Erbes begegnen.
Das Kyushu National Museum ergänzt diesen Schwerpunkt um eine weit gespannte zeitliche Perspektive: Seine Darstellung zeigt die Entstehung der japanischen Kultur vom Paläolithikum bis zum Ende der Tokugawa-Zeit. So reicht der Blick in Dazaifu von der Geschichte eines einzelnen Schreins bis zu einer chronologischen Darstellung der Kulturgeschichte Japans.
Munakata Taisha bezeichnet drei Schreine, die den drei Munakata-Göttinnen gewidmet sind: Okitsu-gu liegt auf der Insel Okinoshima, Nakatsu-gu auf der Insel Oshima und Hetsu-gu auf dem Festland von Kyushu. Auf dem Gelände von Hetsu-gu befindet sich Shinpo-kan, die Schatzhalle des Munakata Taisha. Sie bewahrt und zeigt etwa 80.000 heilige Schätze, die als Nationalschätze Japans ausgewiesen sind.
Das Miare-Festival ist ein Meeresritual im Rahmen des Herbstfestes von Munakata Taisha, das vom 1. bis 3. Oktober stattfindet. Dabei paraderieren etwa 300 Fischerboote zwischen Oshima und dem Festland, um die Göttinnen willkommen zu heißen. Ritual, Schrein und die Verbindung zwischen Insel und Festland bilden hier einen eigenen kulturellen Schwerpunkt.
Inselwege, Wasser und Jahreszeiten
Der Kyushu-Olle-Munakata/Oshima-Kurs liegt auf Oshima, der größten Insel der Präfektur Fukuoka. Von dort aus ist der Kurs vom Fährterminal Konominato mit einer etwa 20-minütigen Fährfahrt erreichbar. Oshima besteht größtenteils aus Bergen, Wäldern und unberührter Natur und ist rundum vom Meer umgeben. Anders als die hügeligen Teefelder des Yame-Kurses bildet auf Oshima die Insellandschaft den Rahmen für die Route.
Im Bereich Fureai-no-sato rund um den Shiraito-Wasserfall in Itoshima gibt es ein ganzjährig geöffnetes Teehaus, ein Wasserrad und eine Aussichtsplattform. In Yanagawa wiederum ist das Staken mit Kotatsu-bune im Winter möglich; die saisonale Verfügbarkeit kann variieren. Die beiden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich sich ein Ausflug in der Präfektur gestalten kann – von einer Einrichtung am Wasserfall bis zu einer saisonalen Bootsoption.
Keramik, Architektur und regionale Küche
Koishiwara-yaki ist eine volkstümliche Keramik mit einer Geschichte von mehr als 350 Jahren und wurde als erstes traditionelles Kunsthandwerk Japans ausgewiesen. Im Koishiwara Ceramics Museum sehen Sie die Geschichte dieser Keramik, Profile von 44 Brennöfen sowie neue und klassische Keramikarbeiten; außerdem gibt es dort eine Töpferwerkstatt. Der Besuch verbindet die lange Geschichte der Keramik mit konkreten Einblicken in verschiedene Brennöfen und Arbeiten.
Auch das Viertel Mojiko Retro in Kitakyushu ist von Geschichte geprägt: Seine historischen Gebäude wurden zwischen der Meiji- und der frühen Shōwa-Zeit errichtet. Eine andere regionale Spur führt nach Kurume City. Einer Theorie zufolge hat der Kyushu-Tonkotsu-Ramen dort seinen Ursprung; zubereitet wird er mit mittelschweren Nudeln. Die qualifizierte Herkunftserzählung und die Angabe zur Nudelform geben dem Gericht ein klar umrissenes Profil.
Orientierung für Ihre Reise
Fukuoka City ist das wichtigste Verkehrszentrum der Präfektur. Von dort aus sind Züge, Busse und Fähren in andere Teile der Präfektur sowie in weitere Regionen Kyushus erreichbar. Außerdem verfügt die Präfektur über mehrere Haltestellen am JR Kyushu Shinkansen. Für die Wahl eines Hotels können Sie zuerst Ihre Reiseinteressen gewichten – etwa Tee und Radfahren, Schreine und Sammlungen, Keramik oder Inselnatur – und anschließend die Verkehrsinformationen in Ihre Planung einbeziehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Fukuoka, Nakama, Kitakyushu, Dazaifu, Ogōri, Kurume, Munakata, Miyawaka, Yukuhashi, Ōkawa, Miyako District, Chikushino, Tagawa District, Kasuya District, Asakura, Ōnojō, Yanagawa, Hisayama, Itoshima, Iizuka, Nōgata, Kurate, Chikujo, Ukiha, Yame
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