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Das Numata-Fest vereint ein Gion-Fest aus der Edo-Zeit mit einem Gewerbefest; seine Umzüge und die Baugeschichte der Stadt setzen eigene Schwerpunkte. Hinzu kommen saisonale Möglichkeiten zum Früchtepflücken. Für die Reiseplanung lassen sich so drei Themen unterscheiden: Festkultur, historische Gebäude und Parkgeschichte sowie Ernteangebote, deren Saison den passenden Zeitraum mitbestimmt.

Ein Fest mit zwei Traditionen

Das Numata-Fest in der Innenstadt der Stadt Numata führt das aus der Edo-Zeit stammende Gion-Fest des Suga-Schreins mit dem Gewerbefest Numata Matsuri Shōkōsai zusammen. Zum Fest gehören Umzüge mit prächtig geschmückten Festwagen, den „Mandō“. Eine weitere Besonderheit ist das „Tengu mikoshi“: ein tragbarer Schrein mit einer großen Tengu-Maske, der ausschließlich von etwa 300 Frauen getragen wird. Damit kommen beim Fest Schreinkultur und Gewerbefest zusammen, während die Umzüge eigene sichtbare Elemente haben. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine.

Baugeschichte und historische Gebäude

Das ehemalige westliche Wohnhaus der Familie Kume ist eines der frühesten Beispiele für Wohngebäude aus Beton in Japan. Es greift außerdem den Secessionsstil auf, eine Kunstbewegung, die Ende des 19. Jahrhunderts in Westeuropa entstand. Das Gebäude bietet damit einen Einblick in eine andere Baugeschichte als die älteren Häuser und Kirchen der Stadt.

Unter den erhaltenen christlichen Kirchengebäuden der Präfektur Gunma ist die ehemalige Numata-Kirche älter als alle außer der Nakuta-Kirche (1887) und der Shimamura-Kirche (1897). Ihre ehemalige Gedenkhalle wurde 1914 erbaut und am 21. April 1998 als Kulturgut eingetragen. Bis August 2006 wurde sie als „Sekiguchi Kō Kiri-e Museum“ genutzt; diese frühere Nutzung beschreibt keine heutige Museumsfunktion.

Das ehemalige Ubukata-Haus erzählt eine andere Art von Hausgeschichte: Das Kaufmannshaus stammt aus dem späten 17. Jahrhundert, wurde am 17. Juni 1970 als wichtiges Kulturgut Japans ausgewiesen und 1973 an seinen heutigen Standort im Numata-Park der Stadt Numata versetzt. Auch das ehemalige Wohnhaus der Familie Toki verweist auf die Geschichte der Domäne: Sein westlicher Gebäudeteil wurde von Nachkommen des letzten Lehnsherrn der Numata-Domäne erbaut.

Burganlage und Numata-Park

Die Burg Numata wurde 1532 von Akihiro, dem zwölften Oberhaupt des Numata-Clans aus der Miura-Linie, über einen Zeitraum von etwa drei Jahren erbaut. Teile der früheren Hauptburg, der vorgelagerten Kuruwa sowie der zweiten und dritten Kuruwa liegen im Numata-Park. Ein Teil der äußeren Kuruwa befindet sich auf dem Gelände der Numata Elementary School und der Numata Girls’ High School. Die erhaltenen Burgabschnitte zeigen, wie sich die Spuren der Anlage auf unterschiedliche Orte verteilen.

Im Numata-Park stehen außerdem Steinfiguren von Sanada Nobuyuki und seiner Frau Komatsu-hime. Rund 200 Kirschbäume gehören ebenfalls zum Park; der alte Edo-Higan-Kirschbaum Goten-zakura ist sein Wahrzeichen. So stehen im Park Burgreste und historische Figuren neben einem Bestand, dessen prägender Baum eigens benannt ist.

Saisonales Obstpflücken

In der Stadt Numata gibt es saisonale Möglichkeiten zum Früchtepflücken: Das Angebot reicht von Kirschen im Frühsommer bis zu Erdbeeren im Winter, wobei die einzelnen Erntetermine variieren. Auf der Someya Apple Orchard können Gäste saisonale Äpfel pflücken und direkt vor Ort essen; wann dies möglich ist, hängt von der Saison ab.

Für die Entscheidung zwischen Festreise und Obstpflücken zählt daher jeweils ein anderer Zeitbezug: Beim Fest sollten Sie die aktuellen Veranstaltungstermine prüfen, beim Früchtepflücken ist die jeweilige Saison maßgeblich. Die konkreten Erntezeiten können variieren.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Gunma.

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