In Nagasaki stehen historische Orte, Erinnerungsstätten und Aussichten im Mittelpunkt. Dejima erzählt vom früheren Handel mit dem Westen; Glover Garden vereint westliche Gebäude aus der Meiji-Zeit mit einem Blick auf den Hafen. Museen erschließen verschiedene Kapitel der Stadtgeschichte, während der Berg Inasa eine weite Perspektive auf die Landschaft eröffnet.
Dejima: Handel und historische Gebäude
Bis 1859 war Dejima der einzige Ort in Japan, an dem Westler Handel treiben konnten. Die früheren Gebäude der Anlage wurden auf Grundlage umfangreicher Forschungen originalgetreu restauriert. Wohnhäuser, Lagerhäuser und ausgestellte Artefakte vermitteln einen Eindruck der Stadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Auf Dejima führen Geschichtsvermittler in Samurai-Kleidung durch die Anlage und erläutern Gebäude und Geschichte. Die kostenlose Führung wird täglich viermal angeboten. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zeiten.
Museen und Erinnerungsorte
Das Nagasaki History and Culture Museum behandelt in seinen Dauerausstellungen den Überseehandel und den Austausch mit dem Christentum, China und den Niederlanden. Es stellt auch Nagasakis besondere Kultur vor und zeigt eine Rekonstruktion des historischen Nagasaki Magistrate’s Office, das im Edo-Zeitalter in Nagasaki Suwa no Mori stand. Interaktive Lernbereiche umfassen Puzzle, praktische Erfahrungen mit traditioneller Handwerksherstellung und Multiscreen-Filme zur Geschichte Nagasakis; konkrete Programme können variieren.
Im Nagasaki Atomic Bomb Museum können Sie Berichte von Überlebenden lesen. Zahlreiche Materialien vermitteln dort das Ausmaß der durch die Atombombe verursachten Schäden. Im Peace Park sind Bodenschichten aus der Zeit des Atombombenabwurfs erhalten. Sie enthalten Dachziegel und Ziegelsteine aus zerstörten Häusern sowie Glas, das durch etwa 3.000 Grad Hitze geschmolzen wurde.
Im Nishizaka Park wurden am 5. Februar 1597 sechs Franziskanermissionare und 20 japanische Gläubige hingerichtet. 1950 erklärte Papst Pius XII. die Gedenkstätte der 26 japanischen Märtyrer im Park zu einer offiziellen katholischen Wallfahrtsstätte. Auch die Meganebashi erzählt von der Stadtgeschichte: Sie wurde bei der Flutkatastrophe von 1982 teilweise zerstört und im folgenden Jahr wiederhergestellt. Sie ist als Wichtiges Kulturgut Japans ausgewiesen.
Glover Garden und der Blick auf Nagasaki
Glover Garden umfasst sechs westliche Gebäude aus der Meiji-Zeit, die aus verschiedenen Teilen der Stadt dorthin versetzt und wiederhergestellt wurden. Zu den Hauptgebäuden zählen die ehemaligen Wohnhäuser von Glover, Ringer und Orto; sie sind als Wichtige Kulturgüter Japans ausgewiesen. Vom Garten aus blicken Sie auf den Hafen von Nagasaki und einen Bereich mit Welterbestätten. Architektur und Aussicht geben dem Besuch zwei unterschiedliche Schwerpunkte.
Inasayama Park: Aussicht und Veranstaltungen
Das Observatorium auf dem Berg Inasa im Inasayama Park bietet einen 360-Grad-Blick auf die Landschaft von Nagasaki. Im Park gibt es außerdem Spielplätze und ein Freiluft-Amphitheater. Beim jährlich stattfindenden Azaleenfest werden auch Karaoke-Wettbewerbe und farbenfrohe Drachenflugvorführungen geboten.
Auf der Freilichtbühne des Parks findet jährlich im August das Rockkonzert Sky Jamboree mit Bands aus ganz Japan statt. So unterscheiden sich die möglichen Veranstaltungsanlässe: das Azaleenfest und das August-Konzert setzen jeweils einen eigenen Akzent. Termine und Programm können variieren; prüfen Sie sie vor einem Besuch.
Unterwegs und die Wahl der Unterkunft
Dejima erreichen Sie mit der Straßenbahnlinie 1; die Ausstiegshaltestelle heißt Dejima. Zum Nagasaki Atomic Bomb Museum fahren Sie vom Bahnhof Nagasaki aus mit der Straßenbahn. Von der Straßenbahnhaltestelle Peace Park sind es vier Gehminuten. Prüfen Sie die aktuellen Verkehrsinformationen vor der Fahrt.
Der Schrägaufzug Glover Sky Road ist ein kostenloses Verkehrsmittel für die Allgemeinheit und Touristen. Er dient auch Bewohnern eines Hanggebiets, darunter älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen. Betriebsdetails können sich ändern; informieren Sie sich vor Ort.
Pinguine im Nagasaki Penguin Aquarium
Das auf Pinguine spezialisierte Nagasaki Penguin Aquarium hält neun der weltweit 18 Pinguinarten mit etwa 180 Tieren. Am Fureai Penguin Beach können Besucher die Pinguine beobachten, während sie im natürlichen Meer schwimmen und sich frei bewegen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuelle Verfügbarkeit dieser Beobachtungsmöglichkeit.
Weitere Reiseziele entdecken: Sasebo, Ōmura, Hirado, Gotō, Unzen, Ojika, Hasami, Matsuura
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Nagasaki.