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An Ies Nordwestküste treffen bei Wajii eine weiterhin genutzte Trinkwasserquelle und über 60 Meter hohe Steilklippen aufeinander. Das Lilienfest und die Dorftanzkunst bieten zudem zwei unterschiedliche kulturelle Zeitpunkte für die Reiseplanung.

Küste und Wasser bei Wajii

Bei Wajii tritt Wasser aus dem Boden aus. Die Stelle war lange eine wichtige Wasserquelle und wird weiterhin als Trinkwasserquelle genutzt. Im Gebiet reihen sich über 60 Meter hohe Steilklippen aneinander. Ihr Erscheinungsbild verändert sich je nach Ebbe und Flut sowie mit der Farbe des Himmels. Die Gegend gilt als eine der bemerkenswertesten Naturansichten Ie’s. So stehen hier die fortgesetzte Nutzung einer Quelle und die wechselnden Ansichten der Steilküste nebeneinander.

Höhlen mit verschiedenen Geschichten

Die Nyatiya-Höhle diente während des Krieges als ziviler Luftschutzbunker und wird auch „Senin-gama“ genannt, weil sie viele Menschen aufnehmen konnte. Die Gohesu-Höhle hat einen anderen historischen Bezug: Bei Untersuchungen, die 1975 begannen, wurden dort Hirschfossilien, gegabelte Knochenwerkzeuge, menschliche Knochen und Muscheln geborgen.

Dorftanzkunst und Volkskunstaufführung

Die eigenständige Dorftanzkunst von Ie wurde 1976 von der Kulturbehörde ausgewählt und am 16. Dezember 1998 als wichtiges nationales immaterielles Volkskulturgut Japans eingetragen. Sie wird bewahrt und weitergegeben. Seit 1980 wird sie jährlich im November bei einer Volkskunstaufführung präsentiert. Die Aufführung wechselt zwischen den acht Ortsteilen; in jedem Ortsteil findet sie etwa alle acht Jahre statt. Zum Repertoire gehören zahlreiche Nisai-Tänze und das Kumiodori „Chūshingura“. Wenn Sie Ihre Reise auf diese Aufführung abstimmen möchten, prüfen Sie das Programm des betreffenden Jahres.

Lilienfest im Lily Field Park

Jedes Jahr ab Mitte April findet im Lily Field Park das Lilienfest statt. Dort blühen die Gemeindeblume Teppō-yuri und Lilien aus aller Welt. Zusammen mit der Volkskunstaufführung im November bietet das Fest einen weiteren saisonalen Bezugspunkt: Im Frühjahr stehen die Blumen, im November die Dorftanzkunst im Mittelpunkt. Prüfen Sie die Veranstaltungsdaten, bevor Sie Ihre Reise daran ausrichten.

Museum und Aussicht

Im Volkskundemuseum des Shimamuraya Tourist Park werden Werkzeuge gezeigt, die die Vorfahren der Insel zur Sicherung ihres Lebensunterhalts entwickelt und genutzt haben. Das richtet den Blick auf praktische Lebensgrundlagen und ergänzt die Darbietungen der Dorftanzkunst um materielle Kultur.

Die Aussichtsplattform Gusuku Observatory liegt am Mittelhang des Mount Gusuku. Von dort kann man die Hauptinsel Okinawas sehen. Außerdem gibt es dort Geschäfte für regionale Spezialitäten und Souvenirs. Aussicht und regionale Produkte setzen so eigene Akzente neben Küste, Höhlen und den kulturellen Veranstaltungen.

Anreise nach Ie

Die Autofähre vom Hafen Motobu nach Ie benötigt etwa 30 Minuten. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan und die Tarife, da sich Abfahrtszeiten und Preise ändern können. Für die Veranstaltungsplanung gilt: Das Lilienfest beginnt ab Mitte April, während die Volkskunstaufführung im November stattfindet; die konkreten Daten beziehungsweise das Programm sollten Sie für das betreffende Jahr prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Yonaguni, Motobu, Naha, Kunigami District, Yomitan, Miyakojima, Urasoe, Nakasone.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Okinawa.

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