In Fujimi-shi spannt sich ein historischer Bogen von den rund 6.000 Jahre alten Siedlungsspuren von Mizuko Kaizuka bis zu den mittelalterlichen Burgspuren von Nanbata Castle. Tempel, saisonale Irisblüte und lokale Feste setzen weitere Akzente für Ihre Reiseplanung.
Jōmon-Geschichte in Mizuko
Der Mizuko-Kaizuka-Park wurde angelegt, um die nationale historische Stätte Mizuko Kaizuka zu erhalten und zu nutzen. Die Muschelhügelstätte umfasst Überreste einer ringförmigen Siedlung, die vor etwa 6.000 Jahren während der Jōmon-Meerestransgression entstand. Im Park stellen rekonstruierte Wohnhäuser und Bäume ein Dorf aus der Jōmon-Zeit dar; sie gehören zu den wichtigen Ausstellungsobjekten. Archäologische Siedlungsspuren und die Rekonstruktion vermitteln so zwei unterschiedliche Zugänge zu derselben Epoche.
Gegenüber dem Park liegt der Daioji-Tempel. Seine Gründung reicht bis ins Mittelalter zurück, und sein Eingangstor ist zugleich ein Glockenturm. Der Tempel ergänzt das archäologische Thema um einen historischen Bau, ohne dass beide Orte dieselbe Geschichte erzählen.
Burg- und Bauernhoflandschaft im Nanbata-Castle-Park
Nanbata Castle ist eine mittelalterliche Burganlage des Nanbata-Klans, der Fujimi als Stützpunkt nutzte. 1961 wurde die Stätte als historischer Ort der Präfektur Saitama ausgewiesen. Der Nanbata-Castle-Park umfasst etwa 17.000 Quadratmeter und wurde im Juni 2000 eröffnet. Ein Teil des historischen Parks wurde gestaltet, um Kulturerbe zu erhalten und zu nutzen.
In der Burgruinenzone sind anhand von Ausgrabungsergebnissen und alten Burgplänen die Kuruwa, Wassergräben und Erdwälle der Burg aus der Sengoku-Zeit rekonstruiert. Die Zone mit historischen Bauernhäusern zeigt einen anderen Schwerpunkt: Dort wurden zwei Anfang der Meiji-Zeit errichtete, städtisch ausgewiesene Kulturgüter und ein Nagayamon-Tor wiederaufgebaut. Neu errichtete Nebengebäude ergänzen die Darstellung einer traditionellen Bauernhoflandschaft aus Fujimi.
Auch die Ausstellungsräume führen diese Themen weiter. Im Nagayamon-Ausstellungsraum werden unter dem Thema „Fujimis Lebensgrundlagen“ landwirtschaftliche Geräte gezeigt, die in der Stadt gesammelt wurden. Der Getreidespeicher-Ausstellungsraum des Nanbata-Castle-Museums widmet sich Fujimis Handwerkern; Videos behandeln lokale darstellende Volkstraditionen und landwirtschaftliche Arbeit.
Ehrenamtliche Bürgerkuratoren bieten im Nanbata-Castle-Park samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 11 und 15 Uhr Führungen an. Bei Veranstaltungen oder an Tagen mit einer Hitzewarnung der Präfektur Saitama können sie ausfallen. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie vorab, ob sie stattfindet.
Tempel und datierte Denkmäler
An Raigōji und Rurikōji lassen sich verschiedene Monumente und Datierungen vergleichen. Am Raigōji befinden sich ein auf 1784 datierter hōkyōintō und ein Enmei-Jizō aus dem Jahr 1723. Am Rurikōji steht ein auf 1864 datierter hōkyōintō; sechs Jizō-Statuen stammen aus dem Jahr 1790. Auch eine überlieferte Gründungsgeschichte gehört zu Fujimis Tempelthemen: Der Jōenji soll von der Okado-Familie gegründet worden sein, einer Hatamoto-Familie, die das Gebiet während der Edo-Zeit regierte.
Ein auffälliges Detail bietet der Mizumi-Schrein in Mizuko: Dort sitzen ungewöhnliche Froschwächter anstelle von Komainu. Wer sich für unterschiedliche religiöse Bildmotive interessiert, findet damit neben den datierten Steinmonumenten noch einen eigenen Akzent.
Irisblüte, Feuchtgebiet und lokale Feste
Der Yamazaki-Park ist auch als Seseragi Shobuen bekannt. Sein etwa 1.000 Quadratmeter großes Irisfeld umfasst 60 Sorten und rund 5.000 Pflanzen. Die Blüte beginnt Anfang Juni, wobei der saisonale Zeitpunkt variieren kann. Jedes Jahr besuchen zur Irisblüte im Juni viele Einwohner den Park.
Das Gebiet um Binnuma ist als Lebensraum für Vögel bekannt; in einem Feuchtgebiet am Fluss wurde der biotopartige Binnuma-Naturpark angelegt. Am Kumoi-Wasserfall beim Suwa-Hikawa-Schrein pflegen Einwohner die Umgebung und ziehen Glühwürmchen auf. Die beiden Orte stehen für unterschiedliche Naturschutz- und Landschaftsthemen; die beschriebene Pflege und Aufzucht ist dabei eine lokale Aktivität, kein Versprechen auf eine Sichtung.
Zum Festkalender gehört das jährliche Tenno-Sommerfest im Bezirk Mizuko. Es findet an einem Samstag oder Sonntag nahe dem 15. Juli an den Schreinen Kamigumi Hikawa, Shiro-no-shita Yakumo und Ishii Yakumo statt. Erwachsene und Kinder ziehen mit Mikoshi durch die jeweiligen Viertel; Hayashi-Musik und Blumenlaternen gehören ebenfalls dazu. Das jährliche Hauptfest des Haruna-Schreins in Katsuse, „Hanna-sama“, findet am 10. April statt. „Osuwa-sama“, das Fest des Suwa-Schreins in Suwa, ist für den 28. August beschrieben. Für die konkrete Reiseplanung empfiehlt es sich, die Veranstaltungstermine zu prüfen.
Produkte aus Fujimi
Auch bei Lebensmitteln gibt es einen lokalen Bezug: Das Unternehmen Tedukuri-mura stellt Miso aus Sojabohnen und Reis her, die in Fujimi-shi erzeugt werden, und verkauft es. Als Mitbringsel werden Fujimi-Gyoza empfohlen, die Zutaten aus Fujimi-shi wie Komatsuna enthalten. Die Verfügbarkeit des Produkts kann sich ändern; prüfen Sie bei Interesse, ob es erhältlich ist.
Für die Wahl Ihres Aufenthalts können Sie die Themen nach Ihrem Schwerpunkt ordnen: frühe Siedlungsgeschichte in Mizuko, rekonstruierte Burg- und Bauernhofbereiche im Nanbata-Castle-Park, datierte Tempeldenkmäler oder saisonale Natur- und Festthemen. So bleibt Fujimis Kultur- und Landschaftsangebot der Ausgangspunkt Ihrer Reiseplanung.
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