Im Gemeindegebiet Honjōs verbinden sich Nakasendō-Geschichte, religiöse Baukunst und Feste mit unterschiedlichen saisonalen Schwerpunkten. Das Gebiet um den Bahnhof Honjō steht für die Geschichte einer ehemals wohlhabenden Station am Nakasendō. Zu den dortigen historischen Orten zählen das 旧本庄商業銀行煉瓦倉庫, das Tamura-Honjin-Tor und das ehemalige Polizeigebäude von Honjō. Für eine Reise mit kulturellem Schwerpunkt bieten sich damit verschiedene Themen an: Handelsgeschichte, historische Architektur und religiöse Traditionen.
Geschichte am Nakasendō und historische Bauwerke
Im 旧本庄商業銀行煉瓦倉庫 widmet sich ein Ausstellungsbereich der Geschichte von 本庄宿 als prosperierender Station am Nakasendō und von 本庄町 als modernem Zentrum des Seidenkokonhandels. Originalmaterialien, Fotografien und Erläuterungstafeln vermitteln beide Themen. So lässt sich die frühere Bedeutung des Handelsortes mit der späteren Entwicklung des Seidenkokonhandels verbinden. Wenn Sie den Ausstellungsbereich besuchen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsinformationen.
Das Tamura-Honjin-Tor gehörte zum nördlichen Honjin von 本庄宿, ist als städtisches Kulturgut ausgewiesen und wurde vor das ehemalige Polizeigebäude von Honjō versetzt. Ein weiteres Bauzeugnis ist das frühere Postamt 旧本庄仲町郵便局. Es entstand 1934 als zweigeschossiger Holzbau mit gefliester Außenfassade und Verzierungen im damals weltweit verbreiteten Art-déco-Stil. Das Gebäude ist ein staatlich registriertes materielles Kulturgut. Holzbau, Fliesenfassade und Art-déco-Details zeigen dabei unterschiedliche Aspekte seiner Baugeschichte.
Tempel, Schreine und Pilgerroute
Auch die religiösen Orte setzen unterschiedliche Akzente. 金鑚神社 (Kanasana Shrine) besitzt einen vielfarbig lackierten Schreinbau im Gongen-Stil, der als Kulturgut der Präfektur ausgewiesen ist. Im Honden hängen Deckengemälde einheimischer Künstler aus 本庄宿. 安養院 (An'yō-in), auch 若泉山安養院無量寺, wurde 1475 von 本庄信明 aus dem Kodama-Clan gegründet. Das Sōmon, das Sanmon und die Haupthalle sind städtische Kulturgüter; der Tempel gehört zur Pilgerroute Honjō Shichifukujin und beherbergt Bishamonten.
Die Route 本庄の七福神めぐり führt über etwa vier Kilometer zu zehn Tempeln und Schreinen im Honjō-juku am Nakasendō. Zu ihr gehört eine laufende Stempelrallye. Stempelkarten erhalten Sie im Rathaus von Honjō und im Honjō Information Center am Südausgang des Bahnhofs Honjō. Die Route verbindet damit eine ungefähre Streckenlänge und eine konkrete Zahl religiöser Orte mit einer eigenen Sammelaktivität.
Frühlingskunst und Herbstfest
Für den Jahreszeitenvergleich bieten sich zwei wiederkehrende Veranstaltungen an. Jedes Jahr im April finden im 若泉公園 das Wakaizumi-Park-Kirschblütenfest und die Honjō Craft Art Fair statt. Dort werden handgefertigte Arbeiten aus Holz, Keramik, Färberei und Weberei, Glas, Metall, Stoff und Papier angeboten. Außerdem bieten zahlreiche örtliche Gastronomiebetriebe Speisen an. Im Herbst steht beim jährlich stattfindenden Honjō Matsuri der Umzug von Festwagen durch das Gebiet um den Bahnhof Honjō im Mittelpunkt.
Beim Honjō Matsuri gibt es zehn Festwagen; acht davon sind städtische Kulturgüter. Alle wurden zwischen 1872 und 1924 gebaut. Damit unterscheiden sich die beiden Veranstaltungszeiten deutlich: Im April stehen Kirschblüten, Kunsthandwerk und Speisen im Programm, im Herbst die Festwagen und ihre Geschichte. Wer den Reisezeitpunkt nach kulturellen Erlebnissen auswählt, kann so zwischen einem Frühlingsfest mit Kunsthandwerksangeboten und einer herbstlichen Festtradition abwägen.
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