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Kōnosu bietet einen konkreten Zugang zur Puppenkultur: Im Hina-no-Sato stehen traditionelle Puppen, ihre Herstellung und kostenlose Gestaltungsaktivitäten im Mittelpunkt. Daneben eröffnen das Diorama des Kōnosu Goten und eine historische Verbindung des Tempels Hōyōji zur Familie Maeda zwei andere Perspektiven. Die Themen reichen von Handwerk und Gestaltung bis zu früheren Nutzungen und historischen Zeichen.

Puppentradition und Gestaltung

Das 鴻巣市産業観光館「ひなの里」 (Hina-no-Sato) zeigt Kōnosus traditionelle Puppen und den Herstellungsprozess der Akamono-Puppen, die national als immaterielles Volkskulturgut ausgewiesen sind. So stehen fertige Figuren und die Art ihrer Herstellung nebeneinander. In derselben Einrichtung werden kostenlose Origami- und Ausmalaktivitäten zu Themen wie Hina-Puppen und Karpfenfahnen angeboten. Beim Origami entsteht durch Falten eine eigene Form, beim Ausmalen rückt die Farbgestaltung in den Vordergrund. Wer sich für diese Motive interessiert, kann damit neben den gezeigten Puppen auch zwei kreative Zugänge kennenlernen.

Die Hina-Aufstellung beim Festival

Die Tourismusbroschüre von 2026 nennt das Einkaufszentrum エルミこうのす (Elmi Kōnosu) als Hauptveranstaltungsort des 鴻巣びっくりひな祭り (Kōnosu Bikkuri Hina Festival) und beschreibt dort eine pyramidenförmige Hina-Puppenaufstellung mit 31 Stufen und etwa sieben Metern Höhe. Diese Maße machen die Aufstellung als räumliche Inszenierung greifbar. Damit liegt der Schwerpunkt anders als im Hina-no-Sato: Dort gehören die Puppentradition und ihr Herstellungsprozess zusammen, während beim Festival die Form und Höhe der Aufstellung ins Auge fallen. Die beiden Themen bieten somit unterschiedliche Perspektiven auf Hina-Puppen.

Kōnosu Goten und Hōyōji: Geschichte und frühere Nutzung

Das Diorama des 鴻巣御殿 (Kōnosu Goten) ist eine maßstabsgetreue Nachbildung im Verhältnis 1:100 und wird im Bürgeraktivitätszentrum von Kōnosu ausgestellt. Bei diesem Maßstab entspricht ein Zentimeter am Modell einem Meter am ursprünglichen Gebäude. Das Kōnosu Goten wurde während der Edo-Zeit von den drei Shogunen Tokugawa Ieyasu, Hidetada und Iemitsu bei der Falkenjagd als Rast- und Unterkunftsort genutzt. Modell und historische Nutzung vermitteln unterschiedliche Aspekte: Das Diorama macht das Größenverhältnis anschaulich, während die überlieferte Funktion den damaligen Zusammenhang mit der Falkenjagd erklärt.

Beim Tempel 法要寺 (Hōyōji) steht eine andere historische Beziehung im Mittelpunkt. Während des Sankin-kōtai diente der Tempel der Familie Maeda, den Herren der Kaga-Domäne, als Herberge. Deshalb wird dort dasselbe Pflaumenblütenwappen wie bei der Familie Maeda verwendet. Das Wappen stellt so einen Bezug zwischen dem Tempel und seiner historischen Verbindung zur Familie her. Im Vergleich zum Kōnosu Goten, dessen Geschichte mit der Nutzung als Rast- und Unterkunftsort bei der Falkenjagd verbunden ist, erzählt Hōyōji von einer Herbergsbeziehung zu einer Familie. Wer sich für historische Orte interessiert, kann anhand dieser beiden Geschichten unterschiedliche frühere Nutzungen und Beziehungen einordnen.

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