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In Ham-Nord treffen die Geschichte der Église des Saints-Anges, die Braukultur von La Grange Pardue und sommerliches Dorfleben aufeinander. Wer auch Zeit im Freien einplanen möchte, findet mit dem nahe gelegenen Sentier des cascades eine weitere, eigenständige Möglichkeit. So lässt sich Ham-Nord je nach Interesse über Baugeschichte, lokale Lebensmittel oder Natur entdecken, ohne diese Schwerpunkte zu einem festen Ausflugsprogramm verbinden zu müssen.

Kirchengeschichte und Orgel

Die Église des Saints-Anges wurde 1899–1900 errichtet. Sie gehört zu den ältesten Gebäuden von Ham-Nord und zählt zu den historischen Gründungsstätten der Gemeinde. Auch ihre Bauweise ist bemerkenswert: Sie ist die größte Holzkirche im Erzbistum Sherbrooke. Im Inneren befindet sich zudem die älteste noch funktionierende mechanische Trakturorgel der MRC d’Arthabaska. Baugeschichte und Orgel geben der Kirche damit jeweils einen eigenen Bezug zur Orts- und Regionalgeschichte. Wenn Sie die Kirche besichtigen möchten, erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Braukultur zwischen Feldern und Verkostung

Bei La Grange Pardue beginnt die Beschäftigung mit Bier nicht erst beim fertigen Getränk. Auf 100 Acres Land wachsen Gerste, Hopfen und weitere Kulturen, die als Zutaten für das Brauen dienen. Von dem Betrieb aus bietet sich ein Panorama auf die Appalachen sowie auf Gersten- und Hopfenfelder. Geführte Außenbesichtigungen führen zu den Feldern und zur Brauerei; moderierte Verkostungen umfassen vier Produkte. Damit stehen sowohl die landwirtschaftlichen Zutaten als auch das Brauen und Probieren im Mittelpunkt. Für Verkostungen und geführte Außenbesichtigungen sollten Sie die aktuelle Verfügbarkeit beim Betreiber bestätigen.

Eine weitere Perspektive auf regionale Lebensmittel bietet der Petit marché de Ham-Nord: Dort gibt es Gemüse der Ferme Bio-Maraîchère, das von Québec Vrai als biologisch zertifiziert ist. Der Markt ergänzt den Blick auf die landwirtschaftliche Seite des Ortes, während La Grange Pardue den Zusammenhang zwischen Anbau und Bierbrauen zeigt.

Sommerleben im Parc du 150e

Im Sommer finden im Parc du 150e ein lokaler Markt, kulturelle Veranstaltungen und sommerliche Aktivitäten statt. Ein Teil des Parks wird dann zum Gemeinschaftsgarten, in dem Einwohner Gemüse und Blumen aussäen, pflegen und ernten können. Der Garten ist damit vor allem als gemeinschaftliches Projekt der Einwohner zu verstehen. Zum Park gehören außerdem ein Pavillon und ein Picknickbereich.

Auch eine lebensgroße Pferdeskulptur aus wiederverwertetem Metall steht im Parc du 150e. Sie stammt von Indra Singh, einem Künstler indischer Herkunft. Zusammen mit den saisonalen Aktivitäten gibt das Kunstwerk dem Park einen eigenen kulturellen Akzent. Der Park bietet damit einen anderen Schwerpunkt als die Kirche oder die Brauerei: Hier kommen öffentliche Kunst, Gemeinschaftsgarten und sommerliches Programm zusammen.

Ein nahe gelegener Weg am Fluss

Der Sentier des cascades liegt nahe Ham-Nord und ist ein etwa 1,5 km langer, ruhiger Familienwanderweg entlang der Rivière Des Vases. Er führt durch Unterholz bis an den Fluss; Informationstafeln behandeln die Geologie und Flora der Umgebung. Am Fluss gibt es Picknickplätze, und der Weg bietet Gelegenheit zur Flussbeobachtung. Die saisonalen Zugangsarten unterscheiden sich: Im Sommer ist der Weg zu Fuß zugänglich, im Winter mit Schneeschuhen.

Für die Auswahl des Schwerpunkts ist der Jahreszeitenwechsel besonders greifbar: Im Sommer stehen beim Parc du 150e Markt, Kultur und Aktivitäten im Vordergrund; der nahe Weg kann dann zu Fuß erkundet werden. Im Winter ist für den Sentier des cascades Schneeschuhzugang angegeben.

Weitere Reiseziele entdecken: Sainte-Hélène-De-Chester, Warwick, Saint-Valère, Victoriaville.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arthabaska.

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