Zum Inhalt

Bois-des-Filion erschließt sich über zwei kulturgeschichtliche Spuren: traditionelle québécoise Architektur und die Geschichte der ehemaligen Athanase-David-Brücke. Die Maison Limoges-Perron steht für die Baugeschichte, das Belvédère auf den letzten Überresten der Brücke für die Erinnerung an ein Gründungselement des Ortes. Ein erhaltenes Haus und ein verschwundenes Bauwerk eröffnen so unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte.

Traditionelle Architektur: Maison Limoges-Perron

Die Maison Limoges-Perron ist eines von fünf bis heute in Bois-des-Filion erhaltenen Gebäuden traditioneller québécoiser Architektur. Errichtet wurde sie vor 1852. Als traditionelles québécoises Haus mit neoklassizistischer Prägung verbindet sie eine überlieferte Bauform mit neoklassizistischer Inspiration. Bois-des-Filion zählt außerdem 32 Gebäude oder Gebäudeensembles von denkmalpflegerischem Interesse.

Die Maison wurde in einen Ort für Kunst und Kultur umgewandelt. Wenn Sie einen Besuch einplanen, informieren Sie sich vorab über den Zugang und das aktuelle Programm. Damit lässt sich das historische Haus auch als Kulturort einordnen, ohne seine Architekturgeschichte aus dem Blick zu verlieren.

Die ehemalige Athanase-David-Brücke und die Ortsgeschichte

Die ehemalige Athanase-David-Brücke wurde 1934 eingeweiht und war eines der prägenden Gründungselemente von Bois-des-Filion, das früher Saint-Maurice de Pont-David hieß. Heute ist die Brücke verschwunden. Auf den letzten Überresten der ehemaligen David-Brücke wurde am historischen Standort ein Belvédère als Aussichtspunkt wiederaufgebaut. Seine Gestaltung soll die denkmalpflegerische Bedeutung der heute verschwundenen Brücke hervorheben.

Während die Maison eine erhaltene Architekturform repräsentiert, richtet das Belvédère die Aufmerksamkeit auf ein Bauwerk, das bei der Entstehung des Ortes eine Rolle spielte. So lassen sich zwei verschiedene Aspekte der Geschichte unterscheiden: die Entwicklung traditioneller Hausarchitektur und die Erinnerung an ein prägendes Gründungselement. Beide Themen geben Bois-des-Filion ein konkretes kulturgeschichtliches Profil.

Laval als übergeordneter regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Laval eröffnet sich ein eigener Themenrahmen. Laval nimmt die gesamte Île Jésus ein. Die folgenden Kultur- und Naturangebote gehören zu Laval und sind von der Bau- und Brückengeschichte Bois-des-Filions zu unterscheiden. Die Route du patrimoine vermittelt die Geschichte und Architektur der Viertel Vieux-Sainte-Rose, Vieux-Saint-Vincent-de-Paul und Vieux-Saint-Martin in Laval. Sie kann mit der mobilen App Parcourir Laval oder bei geführten historischen und theatralischen Virées patrimoniales erkundet werden. Damit stehen in Laval sowohl die Architektur einzelner Viertel als auch unterschiedliche Möglichkeiten der historischen Vermittlung im Mittelpunkt.

Wissenschaft und Kultur in Laval

Das Musée de la santé Armand-Frappier in Laval bietet der breiten Öffentlichkeit, besonders Jugendlichen, Ausstellungen, wissenschaftliche Workshops und Bildungsaktivitäten. Darin werden Gesundheitswissenschaften spielerisch und interaktiv vermittelt. Die Dauerausstellung »4,3,2,1... Santé!« betrachtet Gesundheit auf vier Ebenen: Moleküle und Zellen, Individuen, Bevölkerungen und den Planeten.

Auch das Centre d’interprétation de l’eau (C.I.EAU) in Laval setzt einen eigenen Schwerpunkt. Seine Dauerausstellung »Le chemin de l’eau: de la rivière à la rivière« lässt Besucherinnen und Besucher zehn Themen erkunden, die den Weg des Wassers in einer städtischen Umgebung nachzeichnen. Interaktive Inhalte, virtuelle Realität und Herausforderungen ergänzen das Angebot. Das 1994 eröffnete Cosmodôme ist Kanadas einzige Institution, die vollständig der umfassenden Vermittlung von Weltraumwissenschaften gewidmet ist; es bietet außerdem drei interaktive virtuelle Missionen.

Naturthemen und saisonale Wege in Laval

Auch die Landschaften in Laval setzen andere Akzente als das lokale Kulturerbe von Bois-des-Filion. Der Bois de l’Équerre ist einer der letzten großen Stadtwälder Lavals und umfasst Bäume sowie Feuchtgebiete. Der Parc de la Rivière-des-Mille-Îles ist das größte geschützte Wildtiergebiet der Metropolregion. Das Centre de la Nature umfasst Gärten, einen Teich, einen Bauernhof, ein Gewächshaus für tropische Pflanzen und ein Observatorium. Im Sommer bietet es außerdem fünf Kilometer Fußwege. Diese saisonale Angabe hilft bei der zeitlichen Einordnung eines möglichen Besuchs im übergeordneten Reiseziel Laval.

Weitere Reiseziele entdecken: Rosemère, Sainte-Thérèse.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thérèse-De Blainville.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.