Mehr als 80 Grabhügel machen die Esik-Nekropole zu einem markanten archäologischen Bezug für Jessik. Das Esik-Museum-Reservat liegt auf der Nekropole, die nahe Esik beiderseits des Esik-Flusses verläuft. Sie stammt aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. Am Halt des Museums helfen sichtbare Grabhügel und ein rotes Straßenschild, den Standort zu erkennen.
Archäologie im Museum und auf dem Gelände
Die Dauerausstellung des Esik-Museum-Reservats verteilt sich auf vier Säle. Sie widmen sich der Geschichte und Kultur der Saken, der Entdeckung und Erforschung des Goldenen Mannes, der Archäologie Kasachstans sowie dem Gedenkkabinett von Bekmukhanbet Nurmukhanbetov. Das Museum zeigt mehr als 500 Artefakte aus Zeiträumen vom Paläolithikum bis ins Mittelalter. Die Ausstellungsinhalte können sich ändern.
Auch außerhalb der Säle gibt es archäologische Bezüge: Zum Gelände gehören originale alttürkische Steinskulpturen, ein musealisierter Grabhügel und ein Steinlabyrinth. Außerdem hat das Museum einen Saal für Wechselausstellungen, dessen Exposition regelmäßig aktualisiert wird. Wer sich für die Sammlungen interessiert, kann so verschiedene Formen der Präsentation kennenlernen – von Artefakten in den Sälen bis zu den Objekten und Anlagen auf dem Gelände.
Mitmachangebote und Golden-Man-Quest
Interaktive Stationen laden dazu ein, echte Keramikfragmente aus unterschiedlichen Zeitabschnitten zu berühren und ein Puzzle zum Kopfschmuck des Goldenen Mannes zusammenzusetzen. Besucherinnen und Besucher können außerdem eine Kopie einer Felszeichnung anfertigen und mitnehmen. Diese Mitmachangebote können überarbeitet werden.
Eine weitere Aktivität ist die Golden-Man-Quest. Dabei übernehmen die Teilnehmenden die Rollen von Historiker-Forschenden, Restauratoren oder Detektiven. Die Quest ist für Kinder ab acht Jahren ebenso wie für Erwachsene konzipiert. Damit unterscheidet sie sich von den einzelnen interaktiven Stationen: Hier steht das Lösen einer Aufgabe in einer gewählten Rolle im Mittelpunkt.
Rahat und der nahe Esik-See
Ein weiterer archäologischer Ort im nahen Umfeld ist die Siedlung Rahat. Sie liegt fünf Kilometer von Esik und drei Kilometer südlich der Esik-Nekropole. Rahat war vom Saka-Zeitalter bis ins 13. Jahrhundert von unterschiedlichen Kulturgruppen bewohnt. Die Siedlung besteht aus drei befestigten Komplexen, die sich entlang der Vorberge erstrecken. So bietet Rahat einen anderen Zugang zur Vergangenheit als die Museumssammlung: Im Ort selbst prägen die befestigten Anlagen und die lange Besiedlungsgeschichte das Bild.
Der nahe Esik-See setzt einen landschaftlichen und freizeitbezogenen Schwerpunkt. Er ist ein Erholungs- und Tourismusziel in der Berglandschaft des Ile-Alatau. Zu den Aktivitäten zählen Spaziergänge auf ökologischen Pfaden, Picknicks am Ufer, Angeln, Bootfahren und Radfahren.
Anreise zu Museum und See
Das Esik-Museum-Reservat ist mit dem Minibus erreichbar; auch die Buslinie 225 bedient das Museum-Reservat. Eine Anfahrt per Taxi ist nahe der Minibus-Haltestelle möglich. Prüfen Sie die Transportangaben vor der Reise noch einmal. Für den Esik-See führt die einfachste Straßenanreise durch Esik, und entlang des Weges stehen Hinweisschilder. Auf dem letzten Straßenabschnitt sind die Bedingungen saisonabhängig. Prüfen Sie diese vor der Fahrt, damit Sie die Anreise zum See entsprechend planen können.
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