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Im Umfeld von Imeni Lenina eröffnet sich ein archäologischer Blick auf die Altsteinzeit am Karatau. Borikazgan, Tanirkazgan und Akkol stehen für unterschiedliche Fundorte, konkrete Ortsbezüge und eine Forschungsgeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Zusammen mit weiteren Fundplätzen entlang des Karatau ergibt sich ein Thema, das einzelne Werkzeuge ebenso umfasst wie die Landschaft und ihre Bedeutung für frühe menschliche Besiedlung.

Altpaläolithische Fundorte im Umfeld

Borikazgan ist ein Fundplatz des unteren Paläolithikums und als Shell-Acheulean-Stätte klassifiziert. Er liegt 10 km südöstlich von Kyzylaut im Borikazgan-Trakt des Talas-Bezirks. Dort wurden 442 Steinartefakte gefunden; die Werkzeuge bestehen überwiegend aus Knollen und Kieseln aus schwarzem Feuerstein. Zum Formenspektrum gehören bifaziale Chopper, Scheibenwerkzeuge, Faustkeile, unifaziale Werkzeuge und Abschlagwerkzeuge. Auch Abschläge, Kerne und Produktionsreste zählen dazu. So lässt sich Borikazgan nicht nur über einzelne Werkzeugtypen einordnen, sondern auch über das Material und die verschiedenen Bestandteile des Fundkomplexes.

Ein weiterer Fundplatz ist Tanirkazgan: Er liegt 13,4 km südöstlich von Kyzylaut im gleichnamigen Trakt des Talas-Bezirks. Bei Akkol liegt der altpaläolithische Fundplatz 11 km südwestlich des Dorfes Akkol und südlich des Akkol-Sees, ebenfalls im Talas-Bezirk. Seine Forschungsgeschichte reicht von der Entdeckung im Jahr 1961 bis zu einer erneuten Untersuchung 2009. Die Ortsangaben beziehen sich somit auf unterschiedliche Orientierungspunkte: Bei Borikazgan und Tanirkazgan ist es Kyzylaut, bei Akkol das Dorf und der See.

Altpaläolithische Werkzeuge wurden außerdem bei Shabakty, Tanirkazgan, Borikazgan, Akkol und Kazangap entlang des Karatau-Höhenzugs gefunden. Die Karatau-Berge gelten wegen ihrer reichen Wildherden und üppigen Vegetation als günstige Räume für frühe menschliche Besiedlung. Die Fundorte bilden damit auch einen Zugang zum Verständnis der Landschaft, die in der archäologischen Einordnung eine Rolle spielt.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Schambyl

Im übergeordneten Reiseziel Schambyl liegen weitere eigenständige kulturgeschichtliche Ziele. Das Mausoleum Aisha-Bibi ist ein herausragendes Baudenkmal aus dem 11. bis 12. Jahrhundert und befindet sich im Dorf Aisha-Bibi, 18 km westlich von Taraz. Das Karakhan-Mausoleum stammt aus dem 11. Jahrhundert und liegt im historischen Zentrum von Taraz. Das Köne-Taraz-Museum befindet sich im archäologischen Park Ancient Taraz in Taraz. Der moderne Museumskomplex widmet sich der mehr als 2.000-jährigen Geschichte der Stadt, einer der ältesten Kasachstans, und bietet Einblicke in das Erbe der Seidenstraße.

Auch der Palastkomplex Akyrtas gehört zu Schambyl: Das historische Denkmal stammt aus dem 8. bis 9. Jahrhundert. Das Historische und Kulturelle Museumsreservat Ancient Taraz bietet eine virtuelle Führung durch die Anlage an. Da sich die Verfügbarkeit digitaler Angebote ändern kann, empfiehlt es sich, sie vor der Planung zu prüfen.

Für Naturthemen bietet Schambyl eine andere regionale Perspektive. Der staatliche regionale Naturpark Merke schützt die biologische Vielfalt und die einzigartigen Ökosysteme der Vorgebirgs- und Berglandschaften des Westlichen Tianshan. Das Erholungsgebiet Koksai liegt in der Koksai-Schlucht im Bezirk Zhualy; im Sommer gehören Trekking, Ökotourismus und Erholung in den Bergen zu den dort beschriebenen Möglichkeiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Intymak, Yubileynoye, Oytal, Rakhat, Turksib.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schambyl.

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