Šajini verbindet religiöse Geschichte mit dem Gedenken an die Opfer des faschistischen Angriffs von 1944. Die Kirche des heiligen Apostels Petrus, ein permanenter Gedenkraum und der 2026 eröffnete Spomen park „9. Januar“ geben einem Aufenthalt einen klaren thematischen Schwerpunkt. Wer diese Orte einbezieht, begegnet sowohl der langen Geschichte der Kirche als auch dem Gedenken an das Dorf. Für die Planung sind zwei Einzelheiten besonders hilfreich: Besuche im Gedenkraum erfolgen nach Absprache, und die Majnica ist an einen festen Sonntag im Mai gebunden.
Gedenken im Spomen park „9. Januar“
Der Spomen park „9. Januar“ wurde am 31. Mai 2026 eröffnet. Er ist den mehr als 50 Zivilisten gewidmet, die beim faschistischen Angriff vom 9. Januar 1944 getötet wurden. Bei diesem Angriff kamen 54 Einwohner von Šajini ums Leben; außerdem wurde das Dorf geplündert und niedergebrannt. Das Datum im Namen des Parks verweist damit unmittelbar auf den Tag des Angriffs.
Im Zentrum des Parks steht ein Denkmal für die Opfer. Es trägt die Inschrift „Nepresušan izvor nade za budućnost“ – sinngemäß „Unerschöpfliche Quelle der Hoffnung für die Zukunft“ – und bezieht Wasser in seine Gestaltung ein. Jedes Jahr legen Nachfahren und lokale Amtsträger Blumen und Kränze am Denkmal nieder. Der Park verbindet so die Erinnerung an ein konkretes Ereignis mit einem fortdauernden öffentlichen Gedenken.
Kirche des heiligen Apostels Petrus und Majnica
Die Kirche des heiligen Apostels Petrus wird traditionell auf das Jahr 1400 datiert. Sie wurde 1688 geweiht, 1890 um eine Seitenkapelle erweitert und 2002 vollständig renoviert. Sie war die Kirche der ehemaligen Seelsorgestelle St. Peter, die von 1750 bis 1988 bestand. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Kapitel: Die traditionelle Datierung ist nicht mit der späteren Weihe oder den jüngeren baulichen Veränderungen gleichzusetzen. Eine Dankmesse wurde in Šajini anlässlich der Restaurierung der Kirche gefeiert.
Mit der Kirche verbunden ist auch die Majnica. Am letzten Sonntag im Mai wird eine hölzerne Statue der Mutter Gottes in einer Prozession um Šajini getragen. Im Vergleich zu den Baujahren der Kirche ist das ein wiederkehrender Termin im Jahreslauf und eine eigene Form religiöser Praxis.
Den Gedenkraum einplanen
Der permanente Gedenkraum in Šajini ist einer von nur zwei Gedenkausstellungs- oder Museumsorten in Südistrien. Besuche sind nach Absprache mit dem Šajini Local Committee möglich. Da sich diese Besuchsregelung auf 2021 bezieht, klären Sie den aktuellen Termin vor der Anreise mit dem Komitee.
Šajini auf der Gedenkroute
Šajini ist Teil der Route der Massaker an Zivilisten. Zu dieser thematischen Route gehören außerdem Stätten in Pula und Gajana sowie das Dorf Bokordići. Die Route bietet eine überörtliche Perspektive auf das Gedenken, während Kirche, Gedenkraum und Spomen park verschiedene Aspekte der Geschichte Šajinis behandeln.
Die Denkmäler und Stationen der Route liegen an befestigten öffentlichen Straßen; die Route ist gut mit lokalen und regionalen Bussen verbunden. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan für die Stationen, die Sie einbeziehen möchten.
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