In Krapan liegen verschiedene Kapitel der Bergbaugeschichte nah beieinander: Auf den frühen Kohleabbau folgten weitere industrielle Nutzungen, und Bergbauwege führen durch den Ort oder bis dorthin. Für die Reiseplanung sind zwei Routenbeschreibungen besonders hilfreich: der 1,7 Kilometer lange Krapan–Sv. Bartul-Pfad und die Rundroute Labin–Raša–Labin, die Krapan einschließt. Sie bieten unterschiedliche Blickwinkel auf das bergbauliche Erbe.
Bergbauwege und Touren
Der Krapan–Sv. Bartul-Bergbaupfad ist 1,7 km lang und als leicht eingestuft. Sein Höhenprofil reicht von 87 bis 265 m. Distanz, Schwierigkeit und Höhenbereich liefern jeweils eine eigene Orientierung für die Tourenplanung. So können Sie die angegebene Länge und Einstufung berücksichtigen und zugleich den beschriebenen Höhenrahmen im Blick behalten.
Auch die Rundroute Labin–Raša–Labin führt durch Krapan und nimmt den Ort als Station in ihre Route zum bergbaulichen Erbe auf. Ihre Form unterscheidet sich vom separat bezeichneten Krapan–Sv. Bartul-Pfad: Hier geht es um einen Rundweg zwischen Labin und Raša, dort um einen konkret benannten, längen- und höhenmäßig beschriebenen Pfad. Die Unterscheidung hilft Ihnen, den passenden Routencharakter für Ihren Aufenthalt zu wählen.
Die Bergbauwege, die nach Krapan führen, werden auch mit Naturerlebnissen und Ausblicken auf die umliegenden Hügel verbunden. Damit stehen neben der Industriegeschichte landschaftliche Aspekte des Wanderns. Bei der Tour „Kamen, ugljen i onda je sve počelo“ fahren die Gäste mit dem Bus nach Kapelica und gehen von dort auf einem Bergbaupfad hinunter nach Krapan. Der Tourablauf verbindet so eine Busfahrt mit einem anschließenden Fußweg zum Ort.
Vom frühen Kohleabbau zur Fabrik
Krapan ist eine historische Bergbausiedlung. Regelmäßiger Kohleabbau begann dort 1785. In den 1830er-Jahren setzte der kontinuierliche Kohleabbau in Labinština in drei Gruben in Krapan ein. Schon in der frühen Abbauzeit wurde „rusi“ gewonnen, ein Stoff, der als Teer zum Beschichten von Booten und Schiffen diente.
1881 erwarb die Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft die Krapaner Gruben und den Schacht Vinež. Sie führte die Gruben von Labinština zu einem einzigen produktions- und technologischen Komplex zusammen. Diese Entwicklung ordnet die örtlichen Gruben in eine gemeinsame industrielle Geschichte der Region ein.
Auch nach dem Ende des Bergwerks blieb Krapan industriell aktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die frühere Werkstatthalle des Bergwerks in die Werkzeugmaschinenfabrik Prvomajska umgewandelt. Diese industrielle Phase endete mit der Schließung der Fabrik in den frühen 1990er-Jahren. Die historische Bahnstrecke Krapan–Štalije wurde mit Pferdezug gebaut; kurz darauf kam eine Dampflokomotive hinzu.
Ein weiteres örtliches Zeugnis dieser Geschichte ist die 1905 erbaute Kirche St. Barbara. St. Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute; schon der Name der Kirche verbindet das Bauwerk mit dem Bergbauerbe Krapans.
Einordnung im Reiseziel Općina Raša
Im übergeordneten Reiseziel Općina Raša bietet die Stadt Raša eine andere Perspektive auf die Bergbaugeschichte. Sie wurde zwischen 1936 und 1937 als geplante Bergbaustadt nach den Entwürfen des Architekten Gustavo Pulitzer Finali erbaut. Das Centar Arsia präsentiert das bergbauliche Erbe der Stadt in einem kleinen Museum am Stadtplatz von Raša.
So lassen sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte auseinanderhalten: In Krapan stehen der frühe Kohleabbau, die spätere Fabrikgeschichte und die Bergbauwege im Mittelpunkt; in Raša ist die geplante Stadtanlage selbst ein Thema. Wenn Sie Ihren Aufenthalt thematisch ausrichten möchten, können diese Aspekte eine Orientierung geben, ohne die Orte oder ihre Geschichten gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Gora Glušići, Gondolići, Kranjci, Ripenda Kras, Kapelica, Labin, Vinež, Salakovci
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Labin.