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Beram erschließt sich über mehrere Epochen: Eine Siedlung bestand hier bereits in der Eisenzeit, während Kirchen und Denkmäler unterschiedliche Kunst- und Bauformen bewahren. Zwei klare Schwerpunkte sind die Sakralkunst in und bei Beram sowie der Wanderweg 711 zwischen Pazin und Beram. Das Sanktuarium der St.-Martins-Kirche stammt aus dem Jahr 1431; die Friedhofskirche St. Mary of the Rocks liegt einen Kilometer nordöstlich des Ortes.

Ein Siedlungsbild mit mehreren historischen Schichten

Der kegelförmige Hügel über einem fruchtbaren Tal bot den Rahmen für eine Burgsiedlung. Das strahlenförmige Straßennetz Berams ist mit dieser antiken Burgsiedlung verbunden. Auf den Ruinen früherer Wallanlagen wurden später römische Befestigungen und mittelalterliche Kastelle errichtet. Die mittelalterliche Siedlung war von Mauern mit einem viereckigen Wehrturm umgeben; Teile der Mauern sind heute erhalten. Die historischen Eingänge heißen weiterhin Vela und Mala vrata. Hügel, Straßennetz und Befestigungsschichten geben damit unterschiedliche Einblicke in die Ortsgeschichte.

St.-Martins-Kirche: Malerei und Relief

Im Sanktuarium der St.-Martins-Kirche sind Wandmalereien von zwei Meistern des 15. Jahrhunderts erhalten. Ein weiteres Kunstwerk befindet sich in der Kirche: ein Steinrelief des heiligen Martin und des Bettlers, das als bewegliches Kulturdenkmal geschützt ist. So stehen in einem Gotteshaus Wandmalereien und ein Relief mit klar benanntem Motiv nebeneinander. Das Sanktuarium selbst stammt aus dem Jahr 1431; die Malereien gehören einer späteren Epoche an.

St. Mary of the Rocks und der „Dance of the Dead“

Die Friedhofskirche St. Mary of the Rocks liegt einen Kilometer nordöstlich von Beram. Ihre Innenwände sind fast vollständig mit gut erhaltenen spätgotischen Fresken von Meister Vincent of Kastav bedeckt. Das zentrale Fresko „Dance of the Dead“ zeigt Könige, Kaufleute, Kardinäle und den Papst, die Hand in Hand mit dem Tod tanzen. Die Figuren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Rängen erscheinen gemeinsam in einem Bildmotiv. Während in der St.-Martins-Kirche die Wandmalereien zweier Meister des 15. Jahrhunderts genannt sind, ist St. Mary of the Rocks besonders durch dieses benannte Fresko charakterisiert.

Ein Denkmal aus dem Jahr 1953

Das Vladimir-Gortan-Denkmal in Beram stammt aus dem Jahr 1953. Es hat die Form eines Sarkophag-Stećak und wurde gemeinsam von den Architekten Zdenko Kolacio und Zdenko Sila geschaffen. Damit ergänzt ein Werk mit eigener, ausdrücklich benannter Form die sakrale Kunst und die älteren Befestigungsschichten des Ortes.

Wandern auf dem Weg Pazin–Beram–Pazin 711

Der Wanderweg Pazin–Beram–Pazin 711 führt von Pazin über den Gortanov brijeg nach Beram. Auf dem Rückweg verläuft er über die Hochebene Santarija und den Wasserfall Pazinski krov nach Pazin. Der Weg verläuft größtenteils im Schatten. Seine Abfolge aus Beram, Hochebene und Wasserfall unterscheidet die Wanderoption von den an Kirchen und Denkmälern verorteten Kulturthemen. Wenn Sie beides in Ihre Aufenthaltsplanung einbeziehen, können Sie die Kunst- und Ortsgeschichte den Landschaftspunkten der Route gegenüberstellen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Pazin.

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