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Kringa verbindet einen kurzen Rundweg zu älteren Kirchen und einem Kalvarienberg mit archäologischen Zeitschichten und der Legende um Jure Grando. Wer sich für Baugeschichte, frühe Befestigungen und überlieferte Geschichten interessiert, findet so mehrere unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte. Ein eigener Abschnitt stellt außerdem historische Themen aus dem übergeordneten Reiseziel Općina Tinjan vor.

Kirchen und Kalvarienberg in Kringa

Zum zentralen Kulturerbebereich gehören die Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem Jahr 1787, drei ältere Kirchen – darunter St. Anne von 1558 – und ein rustikaler Kalvarienberg, der 1876 errichtet wurde. Die älteren Kirchen und der Kalvarienberg lassen sich auf einem kurzen Rundweg besuchen. So stehen Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten im Mittelpunkt, ohne dass sich die einzelnen Stationen auf eine einzige Epoche reduzieren.

Archäologische Zeitschichten und eine Legende

Auch die ältere Geschichte des Ortes ist vielfältig: Kringa nimmt den Platz eines eisenzeitlichen Hügelforts und einer späteren römischen Befestigung ein. Zu den archäologischen Funden zählen ungewöhnliche Idole aus der Steinzeit.

Eine andere Art von Ortsgeschichte erzählt die Legende um Jure Grando, einen Bewohner Kringas. Die Geschichte wurde von Janez Vajkard Valvasor niedergeschrieben. Jure Grando gilt als der älteste europäische Vampir, der unter Angabe seines Namens schriftlich festgehalten wurde. Damit stehen neben Bauwerken und archäologischen Funden auch eine überlieferte Erzählung und ihre schriftliche Fassung im Mittelpunkt.

Historische Themen im übergeordneten Reiseziel Općina Tinjan

Weitere Baugeschichte findet sich in Tinjan im übergeordneten Reiseziel Općina Tinjan. Das Depiera-Haus ist ein barockes Baudenkmal. Sein vorspringender Schornstein ist auf 1670 datiert; der klassizistische Arkadenvorbau und die Zisterne stammen aus dem Jahr 1820. Die Pfarrkirche des Heiligen Simon und Judas Tadeusz stammt aus dem 18. Jahrhundert und gilt als Beispiel für den Spätbarock in Istrien. Die alte Friedhofskirche des Heiligen Kreuzes wurde dagegen bereits im 13. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet.

Auch die Befestigungs- und Versammlungsbauten in Tinjan erzählen von anderen Nutzungen des Ortes. An sichtbaren Resten der älteren Befestigungsmauer sind zugemauerte Zinnenformen aus dem 14. Jahrhundert erkennbar; das frühere Stadttor wurde durch eine Zugbrücke geschützt. Die frühere Stadtloggia war überdacht und an drei Seiten weit geöffnet. Dort versammelten sich Volksvertreter, Gemeindeoberhäupter und Richter. Eine weitere regionale Besonderheit sind die Kažuni in Tinjan: Sie sind nicht immer rund, sondern oft quadratisch; einige liegen sogar unter der Erde.

Radweg, Handwerk und regionale Küche

Der Radweg Jure Grando beginnt in Kringa und gehört zum übergeordneten Reiseziel Općina Tinjan. Die mittelschwere Rundstrecke ist 27,7 Kilometer lang und weist insgesamt 378 Meter Höhenunterschied auf. Sie verbindet die Radwegenetze der Gemeinden Kanfanar, Sveti Lovreč und Tinjan und verknüpft dadurch das istrische Landesinnere mit der Küste. Länge, Einstufung und Höhenunterschied geben unterschiedliche Anhaltspunkte für die eigene Tourenplanung. Da sich Streckenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, sie vor der Fahrt zu prüfen.

Zum regionalen Kulturleben gehört außerdem das Festival der Kosir-Messer und anderer Schmiedearbeiten in Tinjan. Es findet traditionell am Tag des Heiligen Simon statt; genaue Termine und Programm können variieren. Auch die Herstellung hochwertigen geräucherten Schinkens hat im Gebiet von Tinjan Tradition, die durch zahlreiche registrierte Schinkenmanufakturen bewahrt wird. So ergänzen Handwerk und Esskultur die Kirchen, Befestigungen und Überlieferungen als weitere Themen des übergeordneten Reiseziels Općina Tinjan.

Weitere Reiseziele entdecken: Brečevići, Brčići, Žužići, Jakovici, Muntrilj, Tinjan, Radetići

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Tinjan.

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