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Općina Cetingrad erschließt sich über zwei sehr unterschiedliche Entdeckungen: Cetin steht für einen entscheidenden Moment kroatischer Geschichte, während der Koranski planinarski put als Rundweg durch Karstlandschaft und Korana-Canyon führt. Auf dieser Runde liegen außerdem mehrere Mühlen und der örtliche Badeplatz an der Korana. So treffen historische Orte und Flusslandschaft als eigenständige Seiten der Gemeinde aufeinander.

Cetin und seine historischen Schichten

Die Ruinen der Altstadt Cetin sind die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Gemeinde und eine bedeutende mittelalterliche Festung. Sie liegen mehrere Kilometer südlich von Cetingrad. In Cetin wählte der kroatische Adel am 1. Januar 1527 den österreichischen Erzherzog Ferdinand I. von Habsburg zum kroatischen König. Der Ort verbindet damit seine mittelalterliche Festungsgeschichte mit einem klar datierten politischen Ereignis.

In der Nähe der Ruinen befinden sich die Überreste eines alten Franziskanerklosters. Auch die heutige Kirche Mariä Himmelfahrt gehört zur Geschichte der Gegend: Sie ist bereits die vierte Kirche an diesem Standort. In ihrer Krypta wurde 2007 eine Gedenkkapelle für die Kriegsopfer der Pfarrei Cetingrad geweiht. Festungsruinen, Klosterreste und kirchliche Geschichte eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit.

Das Fest Mariä Himmelfahrt ist das Patronatsfest von Cetingrad und zieht zahlreiche Gläubige aus der Gemeinde sowie aus weiteren Gebieten an. Wenn Sie sich für religiöse Traditionen interessieren, bietet es einen anderen Blick auf Cetingrad als die Festungsruinen und die mittelalterliche Geschichte.

Der Koranski planinarski put und die Flusslandschaft

Der Koranski planinarski put liegt im Dorf Donje Gnojnice innerhalb der Gemeinde Cetingrad. Seine Rundroute verläuft von Gnojnice über die Karstsenke Jovac und den Korana-Canyon, an mehreren Mühlen vorbei bis zum örtlichen Badeplatz an der Korana. Der Verlauf verbindet geologische Formen, mehrere Mühlen und ein Ziel am Fluss zu einer Wanderung mit deutlichem Landschaftsbezug.

Der Weg hat sechs Kontrollpunkte, ist in beiden Richtungen markiert und in etwa sechs Stunden zu bewältigen. Technisch schwierige Abschnitte gibt es nicht. Der Ausgangspunkt in Donje Gnojnice ist über die Straße D1 und eine lokale asphaltierte Straße erreichbar; am ehemaligen Schulgebäude können Sie parken. Straßenverhältnisse können sich ändern, und hoher Wasserstand kann den Weg unpassierbar machen. Prüfen Sie deshalb vor dem Start die Straßen- und Wasserverhältnisse.

Die Korana und die Glina durchqueren die Gemeinde. Ihre schmalen Täler sind canyonartig in den Karbonatuntergrund eingeschnitten. Zum Gewässernetz gehören außerdem Ruševica, Grabarska und Žrvnica; die genannten Wasserläufe sind reich an unterschiedlichen Fischarten. Der Canyon am Korana-Weg steht damit in einem größeren Landschaftsbild, das von Flüssen und ihren engen Tälern geprägt ist.

Feste und gelebte Tradition

Josipovo findet alljährlich am Festtag des heiligen Josef in Cetingrad statt. Der traditionelle Viehmarkt wird von einer Prozession mit Pferdegespannen und Reitern begleitet. Das unterscheidet seinen Schwerpunkt vom Patronatsfest Mariä Himmelfahrt: Bei Josipovo prägen Markt und Prozession das Fest, während Mariä Himmelfahrt ein religiöses Fest ist, das zahlreiche Gläubige zusammenführt.

Auf dem Cetingrader Jahrmarkt werden traditionelle und handgefertigte Produkte sowie Souvenirs angeboten. Der Jahrmarkt steht auch für ursprüngliche Geschmäcker und Düfte des Kordun. Eine weitere Perspektive auf die örtlichen Traditionen bietet der Kultur- und Kunstverein Cetingradska tamburica: Er bewahrt und präsentiert die Traditionen, Bräuche und Folklore der Region Cetingrad.

Weitere Reiseziele entdecken: Bilo, Maljevac, Općina Plaški, Općina Ozalj, Općina Barilovići, Općina Ribnik, Općina Draganić, Općina Lasinja.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gespanschaft Karlovac.

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