Danilo liegt im fruchtbaren Danilsko polje. Seine archäologischen Stätten führen von neolithischen Siedlungsspuren bis zu frühchristlicher Architektur. Für den Besuch hilft die Unterscheidung der einzelnen Fundorte: Bitinj steht für Spuren einer frühen Siedlung, Stari Šematorij für Gräber und Schmuckfunde, Gradina für die Geschichte der Ridita-Gemeinschaft und Šematorij für einen römischen Villenkomplex mit Bädern. So können Sie die Orte nach den Epochen und Themen auswählen, die Sie besonders interessieren.
Frühe Funde in Bitinj und am Stari Šematorij
Am Stari Šematorij befinden sich 370 frühkroatische Gräber aus dem 9. bis zum 15. Jahrhundert. Unterschiedliche Schmucktypen ergänzen den weiten Datierungsrahmen. Zusammen geben die Zahl der Gräber, ihre zeitliche Einordnung und die Vielfalt des Schmucks einen konkreten Zugang zu diesem archäologischen Ort. Wer sich für frühkroatische Geschichte interessiert, findet hier einen Schwerpunkt auf Gräbern und den darin vertretenen Schmuckformen.
Bitinj eröffnet einen anderen Blick: Dort gehören Keramik, Feuerstein und Knochenartefakte zu den Spuren einer neolithischen Siedlung. Im Vergleich zu den frühkroatischen Gräbern am Stari Šematorij stehen hier Siedlungsspuren und verschiedene Fundmaterialien im Vordergrund. Die beiden Orte unterscheiden sich damit nicht nur durch ihre Datierung, sondern auch durch die Art der archäologischen Zeugnisse.
Gradina: Ridita, Rider und spätere Siedlungsphasen
Rider auf dem Hügel Gradina war das Zentrum der prähistorischen Delmata-Gemeinschaft Ridita. Gradina wird außerdem als prähistorische Siedlung dieser Gemeinschaft in der Eisenzeit eingeordnet. In der Spätantike wurde der Ort erneut als Siedlungsplatz genutzt. Zu dieser Phase gehören Wasserzisternen, Mauern und weitere Siedlungsstrukturen. Die verschiedenen Befunde geben Gradina eine Geschichte, die über eine einzelne Epoche hinausgeht.
Auch Danilos römische Vergangenheit ist mit dem Namen Rider verbunden: In der römischen Zeit war Danilo als Rider bekannt, eine große Siedlung mit mehr als 10.000 Einwohnern. Am Šematorij liegt ein römischer städtischer Villenkomplex mit Bädern. Auf diesen Bädern wurde eine frühchristliche Basilika errichtet. Diese bauliche Beziehung verbindet römische und frühchristliche Geschichte an einem Ort und ergänzt die Siedlungsgeschichte von Gradina um einen weiteren archäologischen Schwerpunkt.
Orientierung und Besuchsplanung
Besucher können vom archäologischen Fundort in Danilo zu dem Hügel mit den Überresten der alten Gradina-Festung gehen. Ein 2017 vorgestellter archäologischer Führer der Gespanschaft Šibenik-Knin zeigt Gradina mit Fotos und Text und enthält Orientierungsangaben zu Koordinaten, Weglänge und Hinweisschildern an der Zufahrtsstraße. Da diese Zugangsinformationen aus einem veröffentlichten Führer stammen, prüfen Sie sie vor dem Besuch, bevor Sie Ihre Planung darauf stützen.
Die vorgeschlagene archäologische Reise „Putovanje kroz vrijeme“ setzt Danilo nach dem Aufbruch aus Šibenik als ersten Halt. Wenn Sie sich an dieser vorgeschlagenen Abfolge orientieren möchten, prüfen Sie vor der Planung die aktuelle Routenbeschreibung. Für organisierte Besuchergruppen besteht nach dem Besuch Danilos die Möglichkeit, in nahegelegenen Restaurants traditionelle Gerichte zu probieren. Damit lassen sich archäologische Schwerpunkte und eine gemeinsame Mahlzeit als unterschiedliche Teile eines Besuchs einordnen.
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