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Donje Biljane hat ein klar erkennbares kulturgeschichtliches Profil: archäologische Fundstätten, Kirchenreste, Nekropolen und frühkroatische Gräber stehen neben Zeugnissen ländlicher Volksarchitektur. Für die Wahl eines Reiseziels ist diese Vielfalt ein konkreter Anhaltspunkt, besonders wenn Sie sich für Archäologie und sakrale Baukunst interessieren. Die Fundorte Crkvini, Trljuge und Begovača unterscheiden sich in ihren Befunden und Datierungen. Zusammen geben sie dem Ort mehrere klar voneinander abgrenzbare kulturhistorische Schwerpunkte.

Kirche und Nekropole bei Veljani

Die Kirche mit der archäologischen Fundstätte bei Veljani liegt im Weiler Veljane von Donje Biljane. Im Ortsteil Veljani gilt die Kirche mit der Fundstätte als unbewegliches Kulturgut. Eine Nekropole, also ein Begräbnisplatz, umgibt die Kirche; Sakralbau und Bestattungsgeschichte sind dort unmittelbar miteinander verbunden. Bei Begovača gehören außerdem die frühchristliche und romanische Kirche mit Überresten einer rustikalen Villa sowie erhaltene Zeugnisse ländlicher Volksarchitektur zum Kulturerbe von Donje Biljane. Die ländliche Volksarchitektur ergänzt die sakralen und archäologischen Zeugnisse um einen weiteren baulichen Schwerpunkt.

Crkvini: Kirchenbau und Gräber

Die Fundstelle Crkvini in Donje Biljane umfasst die Überreste eines römischen Landguts und die Ruinen einer frühkroatischen Kirche aus dem 9. Jahrhundert. Ihre Bauweise gilt in Dalmatien als eigenständiger Typ dreischiffiger Kirchenarchitektur; die Bezeichnung verweist auf einen Kirchenraum mit drei Längsschiffen. Zur Fundstelle gehören außerdem 604 ausgegrabene frühkroatische Gräber aus dem 9. bis 15. Jahrhundert. Zu den Grabfunden gehören Ohrringe und Ringe. Der Zeitraum der Bestattungen reicht damit über die Datierung der Kirche ins 9. Jahrhundert hinaus.

Trljuge und die Grabungen

Trljuge setzt einen anderen archäologischen Akzent. 1972 und 1973 fanden dort Rettungsgrabungen an einem frühkroatischen Friedhof statt; ausgegraben wurden 27 Gräber. Bei 17 zeigten sich pagane, bei zehn christliche Bestattungsmerkmale. Im Vergleich zu Crkvini sind bei Trljuge die Grabungsjahre und die Einteilung nach Bestattungsmerkmalen konkret beziffert; Crkvini ist dagegen mit 604 Gräbern und einem Datierungsrahmen vom 9. bis zum 15. Jahrhundert verbunden. So lassen sich die unterschiedlichen Angaben zu den beiden Fundorten gezielt gegenüberstellen.

Begovača: Kirchen und ländliche Baukultur

Bei Begovača kommt ein eigener architekturgeschichtlicher Schwerpunkt hinzu. Die Überreste einer vorromanischen Kirche belegen eine Errichtung in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Zum Kulturerbe von Donje Biljane gehören außerdem die frühchristliche und romanische Kirche mit Überresten einer rustikalen Villa bei Begovača sowie Zeugnisse ländlicher Volksarchitektur. Begovača gehört zudem zum kulturhistorischen Erbe der Ravni Kotari. Im Vergleich zu Crkvini liegt der architekturgeschichtliche Akzent hier auf den Bezeichnungen frühchristlich, vorromanisch und romanisch, statt auf einem eigenständigen dreischiffigen Typ. Wer Bauformen in den Mittelpunkt der Reiseentscheidung stellt, findet damit einen anderen kulturhistorischen Zugang als bei den Gräberfeldern.

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