Im 14. Jahrhundert wird Gornje Raštane unter dem Namen Hrašćane erwähnt. Die Ortsgeschichte umfasst eine frühere eigenständige Pfarrei, die spätere Wiederbesiedlung nach der osmanischen Herrschaft und Zeugnisse aus verschiedenen Epochen. Wenn Sie eine Ferienwohnung für einen kulturgeschichtlich geprägten Aufenthalt suchen, gibt dieses Ortsprofil einen konkreten Anhaltspunkt für die Wahl des Reiseziels.
Ortsgeschichte in mehreren Zeitschichten
Vor der osmanischen Herrschaft war Gornje Raštane eine eigenständige Pfarrei; im 16. Jahrhundert wurde sie aufgelöst. Nach dem Ende der osmanischen Herrschaft wurde der Ort überwiegend von Menschen aus Bukovica und auch von der Insel Murter neu besiedelt. Die frühere Pfarrei und die spätere Wiederbesiedlung markieren unterschiedliche Abschnitte. So lassen sich kirchliche Organisation und Bevölkerungsentwicklung als zwei Fäden der Ortsgeschichte lesen.
Archäologische Themen und Ortsbezüge
Auch die archäologischen Bezüge unterscheiden sich nach ihrer Art. Zum archäologischen Erbe Gornje Raštanes zählt eine bronzezeitliche Siedlung im Tiefland unterhalb des Weilers Veterinci (Vinterinci). Auf dem Gelände Njive unterhalb des Dorfes befindet sich ein mittelalterlicher Friedhof; Grudine ist als archäologisches Gebiet beziehungsweise archäologische Stätte klassifiziert. Auf dem Gelände Tičevo gibt es schmalhalsige Gruben mit einer Tiefe von bis zu zwei Metern, die wahrscheinlich der Lagerung von Lebensmitteln dienten. Auf dem Gelände Pod Jaruga wurde ein Brandgrab mit Grabbeigaben entdeckt, die heute in Museen in Zadar und Biograd aufbewahrt werden. Siedlung, Friedhof, Gruben und Brandgrab stehen für unterschiedliche archäologische Themen, jeweils verbunden mit einem eigenen Ortsnamen.
Kirchen, Ortsbilder und ältere Standorte
Lužine ist als ethnologisches Gebiet klassifiziert und zugleich als volkstümliche Architektur innerhalb eines ländlich-städtischen Ensembles eingestuft. Die Kirche Sv. Jure, auch St. Georgio genannt, stammt aus dem 14. Jahrhundert und gilt als kulturelle Sehenswürdigkeit von Gornje Raštane. Eine kleine Kirche unbekannten Namens stand in der Nähe des Weilers Viternici und des Brunnens Bojana; auf dem Gelände Crkvine nahe Tičevo stand eine zweite kleine Kirche unbekannten Namens. Die klassifizierte Architektur, die benannte Kirche und die früheren Kirchenstandorte zeigen verschiedene Facetten der örtlichen Bau- und Kulturgeschichte.
Im übergeordneten Reiseziel Općina Sveti Filip I Jakov
Im übergeordneten Reiseziel Općina Sveti Filip I Jakov gehören weitere Bauwerke zu einer breiteren historischen Perspektive. Die Kirche des heiligen Rochus ist ein romanisches Denkmal aus dem 11. Jahrhundert und als Kulturdenkmal der zweiten Kategorie eingestuft. Kaštel ist eine Burg aus dem 17. Jahrhundert, in deren Mauer ein Wappen der Äbte von Rogovo eingelassen ist. Die heutige Kirche des heiligen Michael in Sveti Filip i Jakov wurde 1707 nach dem Ende der osmanischen Bedrohung erbaut. In Turanj wurde die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel 1737 erbaut und 1739 geweiht. Vom Aussichtspunkt Crni krug führen Blicke auf den Pašman-Kanal, das Kornaten-Archipel, den Vrana-See und Ravni Kotari.
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