In Općina Zagorska Sela lässt sich Geschichte auf unterschiedliche Weise entdecken: Am Špičak in Bojačno ist eine Siedlung aus der späten Bronzezeit nachgewiesen, während Kirchen und ein Kreuzweg weitere historische Spuren setzen. Zugleich führen Wege durch grüne Hügel und natürliche Landschaft zu einem Aussichtspunkt am Špičak. Die Verbindung von Kulturerbe und Landschaft prägt den Charakter des Reiseziels.
Špičak: bronzezeitliche Spuren in der Landschaft
Die Existenz einer Siedlung aus der späten Bronzezeit ist am archäologischen Fundort Špičak nachgewiesen. Außerdem ist das archäologische Fundgebiet als unbewegliches Einzelkulturgut verzeichnet. Diese beiden Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Die erste verweist auf die frühe Besiedlung, die zweite auf die kulturelle Einordnung des Fundgebiets. Wenn Sie sich für Archäologie interessieren, können Sie diese zeitliche Perspektive mit der landschaftlichen Seite des Špičak verbinden. Der Fundort ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad über Wege durch grüne Hügel und natürliche Landschaft erreichbar; am Ziel gibt es einen Aussichtspunkt.
Kirchen, Schloss und Kreuzweg
Die Kirche der heiligen Katharina von Alexandria in Zagorska Sela wurde 1691 auf den Fundamenten einer älteren Kirche errichtet. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb der Hauptstraße, die von Klanjec in Richtung Miljana und Veliki Tabor führt. Baujahr und ältere Fundamente geben dem Kirchengebäude zwei historische Bezugspunkte; die Lage oberhalb der Straße setzt es zugleich in Beziehung zu den genannten Richtungen.
Eine andere Zeitmarke verbindet sich mit Schloss Miljana: Es wurde 1597 erstmals als Besitz der Familie Rattkay erwähnt. Damit ergibt sich ein Vergleich zweier unterschiedlicher historischer Daten: 1597 steht für die erste Erwähnung des Schlosses als Rattkay-Besitz, 1691 für die Errichtung der Katharinenkirche auf älteren Fundamenten. Ein weiterer religiöser Weg führt vom im 18. Jahrhundert errichteten Pfarrhaus zur Kirche der heiligen Anna in Sutlanska Poljana. Der Kreuzweg macht damit neben einzelnen Bauwerken auch die Verbindung zweier religiöser Orte zum Teil des Kulturerbes.
Eine grenzüberschreitende Tourismusgeschichte
Auch die Geschichte des Tourismus hat hier eine grenzüberschreitende Perspektive: 2004 wurde gemeinsam mit der benachbarten slowenischen Gemeinde Podčetrtek die Tourismuszone „Sutla – Tal der Gesundheitsquellen“ eröffnet. Die Zusammenarbeit mit Podčetrtek gehört zum Entstehungskontext dieser Zone und ergänzt die historischen Kirchen und Fundorte um eine weitere Facette des Reiseziels.
Für den 9. November 2025 wurde bei der Kirche des heiligen Martin in Bojačno eine zentrale Martinje-Feier der Gespanschaft Krapina-Zagorje angekündigt. Vorgesehen waren die Tradition des Taufens von Most zu Wein sowie ein Kultur- und Musikprogramm. Die Ankündigung verbindet so einen Weinbrauch mit einem kulturellen Rahmen und nennt einen konkreten Bezugspunkt für diese Veranstaltung.
Krapinsko-Zagorska als weiterer Kulturrahmen
Wer auch das übergeordnete Reiseziel Krapinsko-Zagorska in den Blick nimmt, findet dort weitere Kulturthemen. Das Museum der Krapina-Neandertaler präsentiert seine Dauerausstellung in 18 thematischen Bereichen. Das Freilichtmuseum Staro Selo Kumrovec vermittelt das Erscheinungsbild eines Zagorje-Dorfes vom Beginn des 20. Jahrhunderts und umfasst rund 40 restaurierte Gebäude traditioneller Bauweise. Die beiden Beispiele bieten unterschiedliche Zugänge: eine thematisch gegliederte Ausstellung und ein Dorfensemble. Sie zeigen, wie vielfältig die Kulturorte im übergeordneten Reiseziel sind, und bilden einen breiteren Rahmen für die historischen Entdeckungen in Općina Zagorska Sela.
Weitere Reiseziele entdecken: Miljana, Zagorska Sela, Općina Hum na Sutli, Općina Sveti Križ Začretje, Općina Novi Golubovec, Općina Kumrovec, Općina Đurmanec, Općina Krapinske Toplice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krapinsko-Zagorska.