Der Kornati-Nationalpark umfasst 218 km² und 89 Inseln, Inselchen und Felsen. Zusammen haben die Inseln eine Küstenlinie von 238 km. Fläche, Zusammensetzung und Küstenlänge setzen jeweils einen anderen Maßstab für die Landschaft. Neben den Felsküsten gehören Meeresleben, Interpretationswege und historische Orte zu den Themen, an denen sich eine Reise durch Kornati ausrichten lässt.
Felsküste und Meeresleben
Kornatis „krune“ sind seeseitige Felswände, die an manchen Stellen mehr als 90 m unter den Meeresspiegel hinabreichen. Eine weitere geologische Besonderheit ist die Magazinova škrila, die größte geschichtete Kalksteinplatte an der Adria. Auch unter Wasser prägt Natur den Archipel: Das Seegras Posidonia oceanica ist in Kornati gut entwickelt und häufig. Zu den Meeresbewohnern des Kornati-Gebiets zählen außerdem Große Tümmler (Tursiops truncatus). Eine Sichtung ist damit nicht garantiert.
Wege und Wasseraktivitäten
Wer im Nationalpark wandert, darf dafür ausschließlich Wege und Pfade nutzen, die ausdrücklich für diesen Zweck markiert sind. Zwei Interpretationswege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der 1,4 km lange Trtuša widmet sich der geologischen Grundlage Kornatis und der menschlichen Präsenz. Der 165 m lange Vela-Panitula-Weg an der ACI Marina Piškera vermittelt mit acht Informationstafeln natürliche und kulturelle Merkmale des Parks. Die Marina kann saisonabhängig zugänglich sein; beziehen Sie das in Ihre Planung ein.
Auch Baden und Schnorcheln sind getrennt zu betrachten. Für das Schnorcheln ist keine besondere Genehmigung erforderlich. Baden ist im gesamten Nationalpark erlaubt, ausgenommen die streng geschützten Zonen. Wer beide Aktivitäten plant, sollte daher die Ausnahmezonen bei der Auswahl des Badeorts berücksichtigen.
Trockensteinmauern und historische Orte
Rund 330 km Trockensteinmauern innerhalb des Nationalparks gelten als bedeutende kulturelle Attraktion. Zur Geschichte gehören außerdem mehrere Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen. Die Festung Tureta auf Kornat wurde wahrscheinlich im 6. Jahrhundert errichtet. Sie ist die einzige Festung aus dieser Zeit an der Adria, die nicht zerstört wurde. Am Fuß der Tureta liegt eine frühchristliche dreischiffige Basilika; von ihr sind ein großer Teil der Apsis und Teile der früheren Fundamente erhalten.
Auf dem Inselchen Vela Panitula befindet sich eine venezianische Festung, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut wurde, um von den Fischern Kornatis Fischsteuern einzuziehen. Auf Lavsa treten bei Niedrigwasser die unter Wasser liegenden Überreste einer Saline aus dem 14. Jahrhundert aus dem Meer hervor. Diese Orte zeigen unterschiedliche historische Spuren: von einer frühen christlichen Basilika über eine Festung aus venezianischer Zeit bis zu einer Anlage zur Salzgewinnung.
Auch Gospe od Tarca ist mit einer jährlich wiederkehrenden Feier verbunden: Jeden ersten Sonntag im Juli wird dort eine Messe mit der Segnung der Felder und des Meeres gehalten; anschließend folgt eine Bootprozession nach Tarac. Die genauen Abläufe können variieren, daher lohnt es sich, vor der Reise die Veranstaltungsdetails zu prüfen.
Anreise und Unterkunft planen
Murter ist der nächstgelegene Abfahrtshafen für den Kornati-Nationalpark; von dort ist der Park ausschließlich per Schiff erreichbar. Je nach Planung kommen private, gemietete oder Ausflugsschiffe infrage. Anbieter und Fahrpläne können sich ändern, deshalb sollten Sie die passende Schiffsverbindung für Ihren Reisezeitraum prüfen. So lässt sich die Suche nach einem Hotel für eine Reise mit Kornati als Schwerpunkt mit der tatsächlichen Anreiseplanung verbinden.
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