Die Provinz Savannakhet liegt am Mekong gegenüber der thailändischen Provinz Mukdahan. Zum Bild der Provinz gehören buddhistische Heiligtümer, koloniale Bauwerke, lokale Märkte und besondere Naturräume. Das Spektrum reicht von religiöser Geschichte und Handwerk bis zu Feuchtgebietswildnis und Sandsteinlandschaft.
Tempel, Wallfahrtsorte und koloniales Erbe
That Ing Hang ist ein wichtiger Wallfahrtsort für laotische und thailändische Buddhisten. Die Stupa ist etwa neun Meter hoch und mit kunstvollen Schnitzereien und Verzierungen geschmückt. Sie erreichen That Ing Hang mit einem Tuk-Tuk, dem Fahrrad oder dem Motorrad; die Verfügbarkeit lokaler Verkehrsmittel kann variieren. Das Bauwerk verbindet religiöse Bedeutung mit einer detailreichen architektonischen Gestaltung.
Vat Xaiyaphoume ist der älteste buddhistische Tempel in Savannakhet und wurde ursprünglich 1542 gegründet. Zum französisch-kolonialen Erbe von Kaysone Phomvihanh Town gehören die katholische Kirche St. Theresa’s und zahlreiche koloniale Ladenhäuser. Das Provinzmuseum befindet sich in einem bemerkenswerten Gebäude in der Altstadt. Da sich Renovierungsstand und Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie diese vor einem Besuch.
Steinbauwerke, Feste und Fossilien
Heuan Hin ist ein vorangkorianisches Steingebäude am Mekong, etwa 40 Kilometer flussabwärts der Stadt. Am 29. Januar 2026 erkannte das National Heritage Department die Anlage als nationales Kulturerbe an. Das Heuan-Hin-Stone-Castle-Festival findet jährlich statt und fördert traditionelle Künste, Kultur und Bräuche. Das That-Ing-Hang-Festival wird üblicherweise im Dezember bei Vollmond gefeiert; die genauen Termine variieren nach dem Mondkalender. Wenn Sie wegen eines Festes reisen, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.
Das Dinosauriermuseum in der Provinz zeigt Fossilien und Informationen zu etwa vier Dinosaurierarten, darunter Sauropoden, Theropoden, Iguanodon und Psittacosaurus. Sie wurden in der Region von Ban Tangvai ausgegraben, 120 Kilometer östlich der Provinz. So stehen in Savannakhet sowohl religiöse und bauliche Zeugnisse als auch Einblicke in die Vorgeschichte auf dem Programm.
Handwerk, lokale Spezialitäten und Mekongufer
Im Lao Silk-Cotton Weaving Centre in Ban Nongkadeang im Distrikt Vilabouly werden Taschen, Hemden, Lao-Röcke und laotische Seide angeboten. Der Ort gibt Ihnen einen Einblick in ein lokales Handwerk, das sich auch in konkreten Produkten zeigt. Eine Spezialität aus Savannakhet ist Sin savanh: süßes, getrocknetes und flach gepresstes Rindfleisch mit Sesam, das auf lokalen Märkten gekauft werden kann.
Auf dem Savanxay Market werden täglich von 5:00 bis 18:00 Uhr Lebensmittel und Handwerkswaren verkauft. Da sich der Marktbetrieb ändern kann, prüfen Sie die Öffnungszeiten vorab. Die Mekong-Promenade wird zum Sporttreiben, für geselliges Beisammensein und zum Betrachten des Sonnenuntergangs genutzt. Markt und Ufer zeigen damit unterschiedliche Seiten des Alltags: hier der Verkauf von Lebensmitteln und Handwerk, dort ein öffentlicher Ort für Bewegung und gemeinsames Verweilen.
Feuchtgebiet und Sandsteinlandschaft
Das Xe-Champhone-Feuchtgebiet im Distrikt Champhone ist das größte der beiden Ramsar-Gebiete von Laos. Es beherbergt eine große aquatische Artenvielfalt, eine der letzten verbliebenen Populationen der vom Aussterben bedrohten Siamkrokodile sowie gefährdete Schildkrötenarten und Feuchtgebietsvögel. Im Dorf Tansoum vermittelt das Informationszentrum für das Xe-Champhone-Feuchtgebiet und Krokodile anhand von Informationstafeln und Wandgemälden Einblicke in die Feuchtgebietswildnis. Es wurde im Mai 2025 eröffnet.
Einen anderen Landschaftseindruck bietet das Phu Xang Hae National Protected Area: Es wird von einem steilen Sandsteinhang geprägt und weist ausgedehnte Sandsteinaufschlüsse auf. Zusammen mit dem Feuchtgebiet ergänzt diese Landschaft die kulturellen Entdeckungen um einen geologischen Kontrast.
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