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Ein Walhai, Korallenriffe und eine Moschee aus dem 17. Jahrhundert: Die Malediven verbinden Erlebnisse im Meer mit Natur- und Kulturentdeckungen. Besucher können neben einem Walhai schwimmen, schnorcheln oder tauchen. Doch die Vielfalt des Archipels zeigt sich nicht nur unter Wasser. Auch Feuchtgebiete, Inseltraditionen und historische Bauwerke prägen die Eindrücke einer Reise.

Riffe, Tauchen und Surfen

Wer die Unterwasserwelt erkunden möchte, findet verschiedene Perspektiven auf das Meer. Koattey bietet Möglichkeiten zum Schnorcheln über gesunden Korallenriffen sowie zum Schwimmen mit Schildkröten, Haien und bunten Fischen. Für Tauchinteressierte ist Dhonfanu Thila ein international anerkannter Tauchplatz in der Region Angafaru. Die Region besitzt einen hohen touristischen Wert für Freizeittauchen und Schnorcheln. Auch das Wrack der British Loyalty lässt sich durch zwei große Öffnungen erkunden.

Eine andere Art, sich mit dem Meer zu beschäftigen, ist das Surfen. Cokes bei Thulusdhoo ist ein benannter Surfspot im Nord-Malé-Atoll. An den Außenriffen der Atolle herrschen von Mitte Februar bis November gute Bedingungen zum Surfen. Damit stehen Tauchgänge, Schnorcheln und Surfen als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander; sie sollten nicht zu einer einzigen Aktivität zusammengefasst werden. Das South Ari Marine Park verbindet den Meeresschutz mit einer besonderen Tierwelt: Das Gebiet wurde 2009 als Meeresschutzgebiet eingerichtet, und dort sammeln sich ganzjährig Walhaie.

Atolle, Feuchtgebiete und Inselnatur

Das Archipel besteht aus 26 Atollen, ringförmigen Formationen aus Inseln und Riffen, die sich in Gestalt, Tiefe und Größe unterscheiden. Zugleich umfasst es 1.200 Inseln, von denen 200 bewohnt sind. Jede hat ihre eigene Prägung; Landschaft und umgebendes Meer gestalten das Inselleben mit.

Ein Beispiel für die Natur abseits des Riffs ist Eydhigali Kilhi, eines der größten Feuchtgebiete der Malediven. Dort lassen sich ganzjährig zahlreiche Wasservögel beobachten, darunter Reiher, Silberreiher und die einzigartige maledivische Teichralle. Das Biosphärenreservat Baa-Atoll umfasst eine andere Kombination von Lebensräumen: Korallenriffe, Inseln, Seegraswiesen und Mangroven. Im Addu-Atoll ist der Weißkiel-Reiher (Gygis alba), lokal Dhondheeni genannt, charakteristisch; in Addu City kann er in großer Zahl beobachtet werden.

Geschichte, Tradition und Küche

Auch Bauwerke erzählen von der Geschichte der Inseln. Die Hukuru Miskiy wurde 1658 errichtet, das angrenzende Minarett 1675. Ineinandergreifende Korallenblöcke bilden die Moschee; kunstvolle Korallenschnitzereien gehören zu ihrer Gestaltung. Im äußersten Norden liegt der Utheemu-Palast auf Utheemu im Haa-Alifu-Atoll. Utheemu Ganduvaru ist der Geburtsort und das Zuhause von Sultan Mohamed Thakurufaanu; seine hölzernen Innenräume sind etwa 500 Jahre alt. An der Alten Moschee von Isdhoo entdeckten Historiker die Isdhoo Loamaafaanu, die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen der Malediven. Zur Sammlung des Nationalmuseums gehören Korallensteinschnitzereien und -särge aus dem 1. bis 4. Jahrhundert.

Die Kultur und das Kunsthandwerk der Malediven wurden sowohl von den verfügbaren Inselressourcen als auch von den Fähigkeiten geprägt, die Siedler aus verschiedenen Teilen des Indischen Ozeans über Jahrtausende mitbrachten. Traditionelle Bodu-Beru-Musik ermöglicht einen Einblick in dieses Erbe. Maahefun ist eine maledivische Ramadan-Tradition, die sich zu einem jährlichen Zusammensein von Freunden, Familien und Angehörigen entwickelt hat. Beim mit Eid al-Adha verbundenen Fest Bodu Mas kommen Inselbewohner zusammen; Fischer fangen dabei einen großen Fisch aus geflochtenen Kokospalmblättern.

Auch die Küche bietet unterschiedliche Formen des gemeinsamen und alltäglichen Essens. Mas Huni ist ein maledivisches Frühstück aus zerdrücktem Thunfisch, geriebener Kokosnuss, Zwiebeln, Chili und Limettensaft, das mit Roshi gegessen wird. Keyn bezeichnet ein traditionelles kulinarisches Erlebnis, das auf einem großen runden traditionellen Tablett serviert wird. Für eine Reise, die Natur, Geschichte und lokale Traditionen verbindet, sind solche Unterschiede ein weiterer Anlass, die Malediven nicht nur als einzelne Inselkulisse zu betrachten.

Zur Reiseorientierung: Die meisten Schnellboote zu den lokalen Inseln fahren vom Anleger nahe dem Republic Square in Malé ab. Zwischen der Flughafeninsel Hulhulé und Malé verkehren rund um die Uhr Fähren. Da sich Abfahrtsarrangements ändern können, prüfen Sie vor der Reise die für Ihre Verbindung relevanten Fahrzeiten.

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