Zum Inhalt

El Coacoyul eröffnet zwei unterschiedliche kulturelle Blickwinkel: Die archäologische Fundstätte verweist auf vorspanische Besiedlung, während das Museo del Coco die Kokosnuss und ihre Verarbeitung in den Mittelpunkt stellt. Hinzu kommen ein lokaler Brauch zum Tag der Toten und eine sonntägliche Esskultur. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so mehrere eigenständige Interessen – von archäologischen Spuren bis zu handwerklichen und kulinarischen Einblicken.

Museo del Coco und Kokospalme

Das Museo del Coco wurde im November 2019 als Bildungs- und Kulturort in El Coacoyul gegründet. In der Ausstellung finden sich Werkzeuge, Fotografien, Kunsthandwerk, Produkte und weitere Kokosderivate. Damit umfasst das Thema sowohl Gegenstände der Verarbeitung als auch Erzeugnisse aus der Kokospalme. Besucher können lernen, eine Kokosnuss zu öffnen, und reifes Kokosfleisch raspeln, das für Süßigkeiten oder Öl verwendet wird. Die praktische Tätigkeit ergänzt die Sammlung um einen Verarbeitungsschritt; die Ausstellungsstücke zeigen weitere Seiten des Umgangs mit der Kokosnuss.

Die Führung leitet José María Espino. Er wendet traditionelle Techniken an, um die Palme zu Skulpturen, Gebrauchsgegenständen und Möbeln zu verarbeiten. So umfasst das Museumsthema neben der Verwendung der Kokosnuss als Lebensmittel auch handwerkliche Formen der Verarbeitung.

Die Ruta turística del coco

Die Ruta turística del coco wurde 2022 als Tourismusprojekt beschrieben. Das Konzept sah einen geführten Besuch im Museo del Coco mit einem Frühstück im Restaurant vor Ort vor. Zum geplanten Programm gehörten außerdem eine Vorführung der Kokosnussernte, das „Jimado“, eine Kunsthandwerksausstellung und eine regionale mexikanische Musikdarbietung. Auch ein Besuch des Wandbilds „Alegoría del coco“ war vorgesehen. Es wurde mit der Technik der Majolika-Keramik aus Guanajuato ausgeführt und war dazu konzipiert, die Ankunft der Kokosnuss auf amerikanischem Boden darzustellen.

Das Projekt verknüpfte damit mehrere Seiten des Kokosthemas: die Verarbeitung im Museum, Kunsthandwerk und Musik sowie ein Wandbild mit eigenem Motiv. Frühstück und Vorführung gehörten zum geplanten Programm der Route; sie sind von den beschriebenen Besucheraktivitäten im Museum zu unterscheiden.

Archäologische Spuren in El Coacoyul

Die archäologische Fundstätte El Coacoyul im gleichnamigen Ort weist Hinweise auf eine vorspanische Besiedlung auf. Diese werden den lokalen Phasen „Zihuatanejo tardío“ (200 v. Chr.–200 n. Chr.) und „Soledad“ (200–750 n. Chr.) zugeordnet. Die beiden Zeitspannen unterscheiden mehrere Jahrhunderte und geben der archäologischen Geschichte eine konkretere zeitliche Einordnung als der allgemeine Hinweis auf vorspanische Besiedlung.

Ein einzelnes Fundstück bietet einen weiteren Zugang zu diesem Ort: Der Granitfelsen „Roca 1“ trägt ein Petroglyphenbild, dessen zentrales Motiv eine stilisierte menschliche Figur ist. So stehen neben den zeitlich eingeordneten Besiedlungshinweisen auch ein benannter Felsen und sein Bildmotiv im Fokus.

Ortsleben und Orientierung

El Coacoyul liegt an der Straße von Zihuatanejo nach Acapulco. Für die Orientierung am Museo del Coco ist die Stadtbuslinie Coacoyul–Hacienda ein eigener Bezugspunkt: Sie fährt direkt am Museum vorbei. Der Fluss Coacoyul liegt südlich des Ortes in der näheren Umgebung und erreicht nach 2,8 Kilometern bei Playa Larga das Meer.

Zur lokalen Esskultur gehört, dass Besucher aus dem In- und Ausland sowie Menschen aus umliegenden Orten sonntags morgens und abends in El Coacoyul nach „pancita“ und anderen hausgemachten Speisen suchen. Das traditionelle Spiel „El Cortés“ ist in El Coacoyul mit dem Tag der Toten verbunden. Diese Themen ergänzen den Blick auf Museum und Fundstätte um kulinarische und lokale Traditionen.

Weitere Reiseziele entdecken: Acapulco, Coyuca De Benítez, Taxco, San Marcos, Papanoa, Bajos Del Ejido, Técpan De Galeana, Barra Vieja

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guerrero.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.