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Nequetejé lässt sich über die Hñähñu-Traditionen und die Kapelle Santa Cruz erschließen. Zu den kulturellen Themen gehören überlieferte Bräuche, eine eigene Baugeschichte und die Herstellung von Gegenständen aus Bienenwachs. Wer den Ort für eine Reise auswählt, findet damit einen konkreten Schwerpunkt in seiner Kulturgeschichte.

Hñähñu-Traditionen und Kapelle Santa Cruz

Zu den kulturellen Merkmalen der Hñähñu-Gemeinde Nequetejé zählen Riten, Traditionen und Bräuche. Ihre Bewahrung und Weitergabe ist mit Santa Cruz Nequetejhe verbunden. Ein Kulturprojekt von 2018 behandelte diesen Zusammenhang. Die Kapelle Santa Cruz in Nequetejé ist ein einschiffiger Bau mit Mauerwerkswänden und Tonnengewölbe. An den Innenwänden ahmen Wandmalereien Marmorplatten nach; sie sind neoklassizistisch beeinflusst. Ein Bericht von 2019 beschrieb die Kapelle als nahezu 200 Jahre alt. Diese Altersangabe gehört zu jener historischen Beschreibung.

Auch die Patronatsfeste an der Kapelle sind Teil der überlieferten Kulturgeschichte. Ein Bericht von 2019 beschreibt dort vorspanische Rituale. Dabei danken etwa 20 indigene ältere Menschen der Natur aus den vier Himmelsrichtungen. Der Bericht verortet außerdem den Beginn der Kulturroute Plomo Pobre an der Kapelle Santa Cruz in Nequetejé. So stehen in der Ortsgeschichte sowohl die Architektur der Kapelle als auch ihre Rolle in Beschreibungen von Ritualen und einer Kulturroute.

Zur traditionellen Herstellung in Nequetejé gehören Kerzen, Wachsgirlanden und Escamada aus Bienenwachs. Historisch gehörten auch Arbeiter, die Lechuguilla gewannen, zu den in Nequetejé genannten Berufsgruppen. Die beiden Themen verweisen auf unterschiedliche Aspekte lokaler Kulturgeschichte: auf die Verarbeitung von Bienenwachs und auf die Gewinnung von Lechuguilla als Arbeit.

Ixmiquilpan als eigener Kulturkontext

Im übergeordneten Reiseziel Ixmiquilpan kommen weitere, eigenständige Kulturthemen hinzu. Das Museo Regional de la Cultura Hñähñú liegt an der Avenida Insurgentes Poniente im Zentrum von Ixmiquilpan. In fünf Dauerräumen zeigt es Gegenstände der otomíischen Kultur, darunter einen Webstuhl, Arbeiten aus Palmblatt und Weide, Küchenutensilien, Kleidung und Fotografien des Alltags. Zum Bestand gehören außerdem ein Mammutkiefer und prähistorische Jagdgegenstände.

Auch die Baugeschichte Ixmiquilpans reicht über mehrere Epochen. Der Bau des Templo y convento de San Miguel Arcángel begann 1550 unter der Leitung der Augustiner; der Komplex bewahrt bemerkenswerte Beispiele neuspanischer Wandmalerei. Der Templo del Carmen wurde im 18. Jahrhundert errichtet und weist einen churrigueresken Stil auf. Zwei Kolonialbrücken führen über den Río Tula. Auf dem Hauptplatz steht das Denkmal Diana Cazadora. Diese Orte und Bauwerke bilden einen eigenen historischen und architektonischen Rahmen innerhalb des Reiseziels Ixmiquilpan.

Zum Kunsthandwerk Ixmiquilpans zählen Einlegearbeiten aus Abalone-Muscheln auf Wacholderholz, die für Schmuck, Spiegel und Schatullen verwendet werden. Daneben werden Kunsthandwerke aus Schilfrohr und Ixtle sowie typische Hñáhñu-Stickereien gefertigt. Auch die traditionelle Küche bietet eine eigene Orientierung: Zu den Speisen gehören Barbacoa, Fritanga, Quesadillas, Tamales, Nopales mit Quelites und Alberjones. Zum kulinarischen Profil zählen außerdem Fruchtsüßigkeiten, Pulque, Aguamiel und mit Früchten aromatisierter Pulque. Damit stehen in Ixmiquilpan neben Architektur und Sammlungen auch Handwerk und regionale Speisen im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Mineral Del Monte, Pachuca De Soto, La Misión, San Miguel Vindho, Huasca De Ocampo, El Bedito, El Ojite, Actopan

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hidalgo.

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