In Santa Clara Del Cobre lässt sich Kupferhandwerk nicht nur an fertigen Stücken entdecken: Im Museo Nacional del Cobre können Sie die Herstellung live in allen erforderlichen Arbeitsschritten verfolgen. Dazu kommen historische Bauformen, Werkstattvorführungen und eine lange Ortsgeschichte, die vom vorspanischen Kupferhandwerk bis zur Königlichen Gießerei reicht.
Kupferhandwerk zum Zuschauen und Verstehen
Im Museo Nacional del Cobre stehen Geschichte und Tradition der Kupferverarbeitung im Mittelpunkt. Sie reichen von den frühen Arbeiten purépechischer Kunsthandwerker bis zu national ausgezeichneten Stücken. Das Museum beherbergt auch den Premio Nacional de Ciencias en Artes y Tradiciones Populares. Verliehen wurde er den Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern von Santa Clara Del Cobre für ihre Kreativität in der gehämmerten Kupferkunst und ihr großes Ansehen in Mexiko und weltweit.
Ein anderer Zugang führt in Werkstätten: Dort können Sie ein traditionelles Verfahren der Kupferschmelze in einem in den Boden eingelassenen Ofen erleben. Das Verfahren hat sich seit seinen Anfängen nur wenig verändert. Die Handwerkskunst zeigt sich außerdem in unterschiedlichen Techniken. Dazu zählen Hämmern, Repoussé und Ziselieren ebenso wie die neueren Verfahren des Versilberns und Emaillierens. So stehen das Zuschauen bei der Herstellung, die Geschichte des Handwerks und die Vielfalt der Techniken als unterschiedliche Aspekte nebeneinander.
Historische Zone und Bauformen
Die Zone der historischen Baudenkmäler umfasst 26 Häuserblöcke mit Gebäuden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Ihr integraler Erhalt liegt im nationalen Interesse. Rund um den Hauptplatz prägen Portale mit Steinsockeln und von Holzpfeilern getragenen Konstruktionen das Ortsbild. In der historischen Zone dienen diese Portale zugleich der Ausstellung und dem Verkauf von Kunsthandwerk, besonders der volkstümlichen Kupferkunst.
Auch die Dächer gehören zum charakteristischen Erscheinungsbild: Sie sind geneigt, besitzen Holzkonstruktionen und sind mit roten Tonziegeln gedeckt. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier mehrere Details, auf die sich der Blick richten kann: die Konstruktion der Portale, die Dachformen und die Verbindung der historischen Zone mit dem Kunsthandwerk. Das ergibt einen anderen Schwerpunkt als die Vorführung der Kupferverarbeitung im Museum oder in einer Werkstatt.
Spuren der Ortsgeschichte
Kupfer wurde in Santa Clara Del Cobre bereits in vorspanischer Zeit gekannt und verarbeitet. Archäologische Untersuchungen belegen dies durch Schmuckobjekte und Fragmente von Schmelzschlacke, die regional „querenda“ genannt wird. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde hier eine von der spanischen Krone verwaltete Königliche Gießerei eingerichtet. Die beiden Zeitabschnitte markieren unterschiedliche Stationen der Kupfergeschichte des Ortes.
Auch religiöses Erbe gehört zur Ortsgeschichte. Die Gründung des Templo de la Huatápera wird Bischof Vasco de Quiroga zugeschrieben. Lokale katholische Devotionalien werden dort sowie in der Pfarrkirche der Purísima Concepción de María und der Pfarrkirche Nuestra Señora del Sagrario bewahrt. Eine literarische Verbindung führt zu José Rubén Romeros Roman „La vida inútil de Pito Pérez“, der 1938 veröffentlicht wurde: In dem Werk wird der berühmte Protagonist in Santa Clara Del Cobre geboren.
Feria und regionale Gastronomie
Eine Beschreibung aus dem Jahr 2025 nennt die traditionelle Feria Nacional del Cobre als jährlich stattfindend und von zahlreichen Menschen besucht. Zu ihren Programmpunkten gehören Familienaktivitäten, traditionelle Tänze, Musik, Umzüge und handwerkliche Ausstellungen. Wenn die Feria den Anlass Ihrer Reise bildet, prüfen Sie die Termine der gewünschten Ausgabe vor der Buchung.
Zur regionalen Gastronomie während der Feria gehört die Torta de Tostada. Sie wird in Kupferöfen mit Holzkohle zubereitet. Damit treffen bei dem Fest Handwerk und Essen aufeinander: Kupfer ist nicht nur das Material der ausgestellten Arbeiten, sondern kommt auch bei der Zubereitung dieser regionalen Spezialität zum Einsatz.
Ein Landschaftsbezug in der Umgebung
Im näheren Umfeld von Santa Clara Del Cobre liegt der Zirahuén-See, umgeben von Wäldern aus Kiefern, Eichen und Erdbeerbäumen. Er setzt einen landschaftlichen Akzent neben den Themen Kupferhandwerk, Architektur und Ortsgeschichte. So können Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels abwägen, ob Sie vor allem die handwerklichen Vorführungen und historischen Bauformen interessieren oder auch den nahegelegenen See in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.
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