Zum Inhalt

Die heilige Quelle Maxauhata wird von der Gemeinde El Mastranto genutzt. Zusammen mit der Lage am Fuß der Sierra de Catorce gibt sie einen Einblick in die spirituelle Bedeutung der Landschaft und die Verbindung des Ortes mit Wixárika-Traditionen.

Landschaft, Quelle und Pilgerwege

El Mastranto liegt am Fuß der Sierra de Catorce. Hier geht es nicht nur um die Lage am Berg: Die heilige Quelle Maxauhata wird von der Gemeinde genutzt. Durch den Ort führt außerdem ein Weg, auf dem Wixárika-Pilger zum Cerro El Quemado aufsteigen. Auch zum Cerro El Lucero führt ein Weg durch El Mastranto, den Wixárika-Pilger für den Aufstieg nutzen. Die beiden benannten Berge veranschaulichen den religiösen Bezug der Wege zur umgebenden Landschaft.

Im übergeordneten Reisegebiet ist auch die Wixárika-Route zu den heiligen Stätten von Wirikuta ein wichtiger regionaler Bezug. Sie ist ein serielles UNESCO-Welterbe aus 20 Stätten und erstreckt sich über mehr als 500 Kilometer in fünf Bundesstaaten im nördlichen Zentralmexiko, darunter San Luis Potosí. Damit steht die regionale Einordnung in einem weiten geografischen Rahmen.

Zeremonie und kulturelles Erbe

In El Mastranto fand eine Zeremonie statt, die Wixárika-Traditionen der Vorfahren mit katholischem Ökumenismus verband. Zu ihr gehörten Wixárika-Gesänge. Während der Zeremonie wurde außerdem ein kleines Tempelgebäude im Wixárika-Stil errichtet. So lässt sich die Zeremonie als Verbindung verschiedener religiöser Traditionen beschreiben, nicht als regelmäßig stattfindendes Ereignis.

Die Gemeinde El Mastranto spendete dem Wixárika-Volk ein Grundstück. Es lag am Fuß eines Berges; die Schenkung sollte durch den Dialog mit den Sängern die Achtung vor den Forderungen der Natur bekräftigen. Eine 2017 veröffentlichte Deutung verstand die Schenkung als Zeichen der Allianz zwischen den mestizischen Völkern des Altiplano Wirikuta und dem Wixárika-Volk. Das Grundstück und die Zeremonie geben dem kulturellen Erbe des Ortes unterschiedliche Facetten: hier eine Geste der Gemeinschaft, dort ein religiöses Zusammentreffen.

Auch das Schnitzen von Lechuguilla gehört zur Geschichte El Mastrantos. 2017 war es noch ein lebendiges Handwerk, von dem junge Familien lebten. Dieser Zeitbezug ist wichtig, um die Handwerkstradition einzuordnen, ohne sie als heutiges Angebot zu verstehen. Zusammen mit den Überlieferungen zur Zeremonie und zur Grundstücksschenkung zeigt das Handwerk, dass die kulturelle Bedeutung des Ortes nicht allein an einzelnen Bauwerken festzumachen ist.

Catorce und Real de Catorce: der größere Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Catorce bietet Real de Catorce einen eigenen historischen Schwerpunkt. Die ehemalige Bergbausiedlung im Altiplano wurde um 1778 gegründet. Sie liegt in der Sierra de Catorce im Bundesstaat San Luis Potosí auf 2.750 Metern Höhe. Der 2,3 Kilometer lange Túnel de Ogarrio führt durch massiven Fels nach Real de Catorce.

Am 29. November 2012 wurde Real de Catorce zur Zone historischer Denkmäler erklärt; dazu zählen 123 historische Denkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Antigua Casa de Moneda wurde ab 1863 von Santos de la Maza errichtet, 1865 eröffnet und ein Jahr später geschlossen. Im der Purísima Concepción geweihten Tempel befindet sich ein Bildnis des heiligen Franz von Assisi, das jedes Jahr am 4. Oktober von Hunderten Pilgern verehrt wird. Auch die steinernen Sitzplätze des Palenque de Gallos und die Überreste der Plaza de Toros gehören zum historischen Bild des Ortes.

Für die Orientierung in Real de Catorce ist zu Fuß gehen eine Möglichkeit: Verschiedene touristische Attraktionen liegen nahe beieinander. Wer die Umgebung erkunden möchte, kann in Real de Catorce Willys mieten, geländegängige Vorläufer des Jeeps. Sie dienen dazu, raue Fahrspuren und Wege sowie halbwüstenartige Ebenen und Höhenzüge der Umgebung zu erkunden. Auch zu Pferd lässt sich die Umgebung erkunden; die Verfügbarkeit solcher Aktivitäten kann je nach Anbieter variieren.

Pueblo Fantasma besteht aus den Ruinen ehemaliger Aufbereitungs-Haciendas der Minas de Concepción und des Schachts Compromiso. Ein Besuch umfasst einen etwa einstündigen Spaziergang mit Blick auf die Hügel und einer Panoramaansicht des Ortes.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

El Naranjo, San Luis Potosí, Herradura, Soledad De Graciano Sánchez, Tamasopo, Los Puentes, Refugio, Alfred M. Terrazas

Zur übergeordneten Reiseübersicht: San Luis Potosí.