Wer Tlaxcala für einen Kulturaufenthalt auswählt, kann Stadtgeschichte über verschiedene Maßstäbe erschließen: vom ausgewiesenen historischen Zentrum bis zu einzelnen Bauwerken, Sammlungen und Festtraditionen. Die Zona de Monumentos Históricos de Tlaxcala de Xicohténcatl wurde am 11. April 1986 ausgewiesen. Sie umfasst 0,503 km² und 33 Häuserblöcke mit historisch und architektonisch bedeutenden Gebäuden.
Kloster, Kathedrale und Architektur
Das Ex Convento Franciscano de Nuestra Señora de la Asunción war eines der vier ersten Franziskanerklöster Amerikas. Es bewahrt einen großen Teil seiner ursprünglichen Architektur und beherbergt heute das Museo Regional de Tlaxcala. Damit verbindet dieser Ort Klostergeschichte mit einer heutigen Museumsfunktion und spricht sowohl Architektur- als auch Museumsinteressen an.
Die Catedral de Tlaxcala ist Nuestra Señora de la Asunción gewidmet; im Inneren besitzt sie eine Holzdecke im Mudéjar-Stil. Der Palacio Municipal wurde Mitte des 16. Jahrhunderts als Sitz des indigenen Stadtrats errichtet. Heute stellen Wandgemälde dort die Geschichte Tlaxcalas dar. So treffen in diesen Bauwerken unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte aufeinander: sakrale Architektur und die Darstellung kommunaler Geschichte.
Das Teatro Xicoténcatl wurde zwischen 1923 und 1945 im neoklassizistischen Stil errichtet. Seine Fassade besteht aus Cantera-Stein und ist mit fächerförmigen Zierelementen versehen. Das Santuario beziehungsweise die Basílica de Ocotlán zeigt einen anderen Baustil: barocke Formen, roter Ziegel und eine weiß gekalkte Oberfläche. Holzdecke, Stein und farbige Fassadengestaltung bieten verschiedene architektonische Merkmale, auf die Sie bei der Beschäftigung mit Tlaxcalas Bauwerken achten können.
Museen und Stadtgeschichte
Das Museo Vivo de Artes y Tradiciones Populares de Tlaxcala vermittelt die Entwicklungsgeschichte des traditionellen Kunsthandwerks von Tlaxcala. Es befindet sich am Boulevard Emilio Sánchez Piedras 1, an der Ecke zur 1° de Mayo im Zentrum der Stadt. Das Museo de Arte de Tlaxcala zeigt eine Auswahl neuspanischer Malerei und Bildhauerei aus dem Museo del Carmen in Mexiko-Stadt. Die thematischen Schwerpunkte unterscheiden sich damit deutlich: traditionelles Kunsthandwerk auf der einen, Malerei und Bildhauerei aus der neuspanischen Tradition auf der anderen Seite.
Im Museo de la Memoria wechseln die Ausstellungen; außerdem gibt es eine monatlich wechselnde Vitrine mit Themen aus der Geschichte Tlaxcalas. Die Buchhandlung des Museums führt spezialisierte Titel zur Geschichte und Kultur des Bundesstaats. Damit gehören sowohl wechselnde historische Themen als auch vertiefende Lektüre zu den beschriebenen Angeboten des Hauses.
Auch das Portal Hidalgo an der Hauptplaza erzählt von Tlaxcalas Vergangenheit. Dort befanden sich im 16. Jahrhundert Geschäfte, die Waren aus Spanien und den Philippinen verkauften. Die ursprünglichen Holzpfeiler wurden im Laufe der Zeit verändert. Die Plaza de Toros Jorge „el Ranchero“ Aguilar gilt als eine der ältesten und schönsten Stierkampfarenen Mexikos.
Der Parque Nacional Xicoténcatl umfasst das historische Zentrum der Stadt Tlaxcala. Dieser Zusammenhang ergänzt die kulturellen Themen um einen Blick auf den Schutzgebietsrahmen, in den das historische Zentrum einbezogen ist.
Routen und Festtraditionen
Ein touristisches Zielinventar von 2015 führt eine touristische Route zu Fuß durch das historische Zentrum und eine touristische Straßenbahnroute auf. Für Ihre Reiseplanung empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Angaben zu Verlauf und Betrieb.
Der Karneval von Tlaxcala beginnt am Freitag vor Aschermittwoch mit dem „tormento del tragafuegos“. Bei diesem Ritual wird eine Figur von den Füßen bis zum Kopf verbrannt – als symbolische Verbrennung der schlechten Laune. Wenn das Fest den Anlass Ihrer Reise bildet, prüfen Sie vorab die konkreten Termine des jeweiligen Jahres.
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