Zum Inhalt

In Hîncești verbindet der Komplex Manuc Bey eine vielschichtige Baugeschichte mit regionalen Kulturthemen. Er ist als Architekturdenkmal in das Register der Kulturdenkmäler der Republik Moldau eingetragen. Der Ort spricht damit Reisende an, die historische Architektur mit lokalen Museumsthemen und der Geschichte des Weinbaus verbinden möchten. Palast, Jagdschloss, Tunnel und Weingut stehen für unterschiedliche Facetten, die den Aufenthalt über eine einzelne Sehenswürdigkeit hinaus thematisch prägen.

Palast und Jagdschloss

Der Fürstenpalast wurde ungefähr von 1857 bis 1861 nach einem Entwurf des Architekten Alexandru Bernardazzi errichtet. Das Jagdschloss des Bojaren Manuc-Bey entstand 1881 nach einem Entwurf Bernardazzis. Die beiden Bauwerke stehen für unterschiedliche Etappen der Entwicklung des Komplexes: Der Palast stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das Jagdschloss kam später hinzu. Die Bauphasen liegen ungefähr zwei Jahrzehnte auseinander. Das Schloss Manuc Bey ist im französischen Stil gehalten und umfasst einen Wintergarten, Wachtürme sowie einen gepflegten Park.

Sammlungen und Verbindung der Gebäude

Im Fürstenpalast umfasst der Komplex mehrere Museums-, Konferenz- und Veranstaltungsräume. Im Jagdschloss werden archäologische Objekte aus dem Rajon Hîncești sowie Gegenstände zur örtlichen häuslichen Kultur ausgestellt. Die Inhalte verknüpfen das Ensemble mit zwei unterschiedlichen Maßstäben: archäologische Funde aus dem Rajon und Zeugnisse des häuslichen Alltags im Ort. Ein restaurierter unterirdischer Tunnel verbindet den Fürstenpalast mit dem Iamandi-Haus. Diese Verbindung gibt auch der Beziehung zwischen den Gebäuden einen eigenen Platz in der Geschichte des Komplexes.

Weinbau und Orientierung

Eine andere Perspektive eröffnet das Weingut Hînceşti. Es liegt mitten im Ort und in der Weinregion Codru. Manuc Bey gründete es im 19. Jahrhundert; bis heute werden dort jahrhundertealte Traditionen und technologische Geheimnisse der Weinherstellung bewahrt. Später spielte das Weingut eine wichtige Rolle bei der Modernisierung des Weinbaus in der gesamten Republik Moldau. So reicht seine Geschichte vom lokalen Bezug bis zu einer Entwicklung, die den Weinbau im ganzen Land betrifft.

Auch die straßenbezogene touristische Orientierung gehört zum Bild Hînceștis. Der radiale Touristenweg „Oraşul Hînceşti la intersecţie de drumuri“ liegt in der Nähe von Hînceşti und führt über drei Straßenverbindungen in Richtung Chişinău, Cahul und zur Poltawa-Magistrale. Der Weg lenkt den Blick auf Verbindungen in verschiedene Richtungen, während die Weintradition die Geschichte des Ortes vertieft. In Hîncești gilt die Zipline als höchste und längste des Landes. Wenn Sie sie als Aktivität einplanen, prüfen Sie vor der Reise, ob sie derzeit betrieben wird. Das Weingut liegt mitten in Hînceşti; der Touristenweg liegt dagegen in der Nähe des Ortes.

Prüfen Sie vor konkreten Besuchsplänen die aktuellen Besuchsbedingungen und möglichen Exkursionen am Komplex.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rajon Hîncești.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.