Für die Reiseplanung rund um Balhin Chuluu geben zwei nahe Bezugspunkte unterschiedliche Akzente: der Khagiin-Khar-See mit seiner taigaartig wirkenden Gebirgskulisse und Granitklosterruinen am Ursprung des Khagiin-Flusses. Beim See stehen Wald und Berge im Vordergrund, bei den Ruinen die Geschichte steinerner Klosterbauten. So lässt sich die Umgebung über konkrete Natur- und Kulturthemen einordnen.
Khagiin-Khar-See zwischen Bergen und Nadelwald
Der Khagiin-Khar-See liegt zwischen Khiidiin Sairdag, Khünkher Uul und Asgatyn Sairdag, am Südhang eines Ausläufers des Khentii-Gebirges. Dichte Nadelwälder umgeben den See und lassen seine Landschaft taigaartig wirken. Zusammen bilden Gewässer, Wald und Gebirgszüge den besonderen landschaftlichen Bezugspunkt im näheren Umfeld von Balhin Chuluu.
Auch die Anfahrt hat zwei Abschnitte: Mit dem Fahrzeug geht es bis zu einem erreichbaren Punkt; den restlichen Weg legt man zu Fuß oder zu Pferd zurück. Planen Sie diesen Wechsel der Fortbewegungsart ein, wenn der See zu Ihrem Reisevorhaben gehört.
Granitklosterruinen am Ursprung des Khagiin-Flusses
Am Ursprung des Khagiin-Flusses befinden sich Granitklosterruinen. Sie gehören zu den Klöstern, die Mongolen im 17. Jahrhundert aus Stein errichteten. Damit setzt dieses nahe Kulturthema einen anderen Schwerpunkt als der See: Im Vordergrund stehen hier die steinerne Bauweise und die historische Einordnung. Wer Natur und Geschichte gleichermaßen interessiert, kann diese beiden Themen bei der Reiseplanung getrennt gewichten.
Töw als übergeordnetes Reiseziel
Über Balhin Chuluu hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Töw weitere Natur- und Kulturthemen. Der Hustai-Nationalpark liegt an den Grenzen der Sums Altanbulag, Argalant und Bayankhangai in der Provinz Töv. Im Park sind 51 Säugetierarten, 223 Vogelarten, 16 Fischarten und zwei Amphibienarten erfasst.
Auch die Begräbnisstätte der Xiongnu-Elite auf dem Noyon Uul gehört zu den archäologischen Themen Töws. Sie erstreckt sich über die Sums Batsumber, Bornuur und Mandal in der Provinz Töv und wurde 1912 entdeckt. Die Stätte umfasst 129,6 Hektar auf dem Berg Kharaagiin Noyon Uul. Damit steht neben der Klostergeschichte im Umfeld von Balhin Chuluu ein weiteres, anders gelagertes Kapitel der regionalen Vergangenheit.
Ein weiteres Beispiel ist das Kloster Aglag, ein buddhistischer Tempel und ein Museum in der von Fels- und Waldformationen geprägten Landschaft des Berges Gariid. Dort werden buddhistische Kunstwerke gezeigt, die mit traditionellen Thangka-Malereien, Seidenapplikationen, vergoldetem Metallguss und Pappmaché-Techniken geschaffen wurden. Hinter dem Tempel beginnt eine abenteuerliche Wanderroute, die einem festgelegten, mit Seilen gesicherten Weg folgt.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung hilft es, zunächst den räumlichen Rahmen Ihrer Reise festzulegen: Soll der Schwerpunkt auf Balhin Chuluu und den nahen Bezugspunkten liegen oder auf einem weiter gefassten Aufenthalt in Töw?
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