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Rakhine zeigt sich in unterschiedlichen Maßstäben: als Küstenraum mit vorgelagerten Inseln, als Flusslandschaft rund um Sittwe und als Schauplatz buddhistischer Baugeschichte in Mrauk U. In Sittwe treffen mehrere Flüsse zusammen; in Mrauk U stehen Tempel und Pagoden mit eigenen historischen Daten im Mittelpunkt. Diese Kontraste geben Ihnen verschiedene Ansatzpunkte, um Rakhine über Landschaft und Baugeschichte kennenzulernen, statt die Region auf eine einzelne Sehenswürdigkeit zu reduzieren.

Inseln und Landschaften

Zu den größeren Inseln vor der Küste von Rakhine State zählen Cheduba Island und Myingun Island. Cheduba Island ist ein Besucherziel und überwiegend von Arakanesen und Burmesen bewohnt. Myingun Island wird als Ausflugsziel genannt; sie liegt fünf Kilometer südlich von Sittwe und ist durch eine zwei Kilometer breite Meerenge vom Festland getrennt. Die Zahlen helfen, ihre Lage aus zwei Richtungen zu erfassen: Eine nennt die Entfernung von Sittwe, die andere die Breite der Meerenge zum Festland.

Die Arakan Mountains trennen Rakhine State vom Zentrum Myanmars und erreichen am Victoria Peak 10.049 Fuß. Als anderer Maßstab neben den Inseln rücken so Gebirge und Höhe in den Blick.

Sittwe zwischen Flüssen und Golf

Sittwe liegt auf einer Ästuarebene am Zusammenfluss von Kaladan, Mayu und Lay Mro. In der Stadt gibt es außerdem einen Aussichtspunkt mit Blick auf den Golf von Bengalen und die Mündung des Kaladan River. Das Kloster Sittwe Pharagri gilt als bedeutend und wird mitunter als Mittelpunkt des buddhistischen Lebens in Sittwe angesehen. Für unterschiedliche Interessen bietet Sittwe so zwei Ansatzpunkte: Wasserräume vom Zusammenfluss bis zum Golf sowie die buddhistische Bedeutung des Klosters.

Tempel und Zeitspuren

Die Ruinenstadt Mrauk Oo geht auf das 15. Jahrhundert zurück. In Mrauk U ist die Koethaung-Pagode der größte Tempel; König Dikkha ließ sie zwischen 1554 und 1556 erbauen. Die Shittaung-Pagode, auch Schrein der 80.000 Bilder genannt, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Der Le-myet-hna-Tempel liegt an der nordwestlichen Ecke des Shite-thaung-Tempels und besitzt vier Eingänge mit acht sitzenden Buddha-Statuen. Die historischen Bezugspunkte unterscheiden sich auch im Maßstab der Datierung: Für Mrauk Oo und Shittaung sind Jahrhunderte genannt, Koethaungs Bauzeit ist mit 1554 bis 1556 genauer gefasst.

Der Kaladan als Flussroute

Für die Strecke von Sittwe nach Mrauk U wird eine langsame Bootsfahrt über den Kaladan River beschrieben. Die Dauer ist mit fünf Stunden angegeben; entlang der Fahrt liegen Agrarflächen und Fischerdörfer, zudem prägen Segeldschunken das Landschaftsbild. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Verlauf des Flusses und den Ufermotiven. Das unterscheidet diese Reisebeschreibung vom Aussichtspunkt in Sittwe, dessen Blick auf den Golf von Bengalen und die Mündung des Kaladan River gerichtet ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Thandwe District, Sittwe, Kyaukpyu, Mrauk-U, Munaung, Chin State, Tanintharyi-Division, Irawadi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Myanmar.

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