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Kunene in Namibia lässt sich über mehrere unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen. In Twyfelfontein führen Felsgravuren und ihr Denkmalschutz zum Kulturerbe; auf dem Grootberg-Plateau stehen geführte Wanderungen mit Erläuterungen zu Flora, Felsformationen und Tierwelt im Mittelpunkt. Der Versteinerte Wald ist ein weiterer Nationaldenkmal-Ort. Die Konzessionen Palmwag, Etendeka und Hobatere eröffnen mit ihrer historischen Schutzgebietsausweisung eine andere Perspektive auf die Region.

Felsgravuren und Denkmalschutz in Twyfelfontein

In Twyfelfontein gibt es schätzungsweise etwa 2.500 verschiedene Felsgravuren; die meisten sind schätzungsweise mehr als 6.000 Jahre alt. Die Zahl vermittelt eine ungefähre Größenordnung, die Altersangabe einen langen zeitlichen Horizont; beides sind Schätzungen und das Alter betrifft die meisten, nicht alle Gravuren. Das Kerngebiet von Twyfelfontein beziehungsweise /Ui-//aes wurde 1948 zum Nationaldenkmal erklärt und ist durch Namibias National Heritage Act von 2004 geschützt. Die Altersangabe bezieht sich auf die Gravuren, während die Jahre 1948 und 2004 die Ausweisung und den gesetzlichen Schutz des Kerngebiets einordnen. Ein Besucherzentrum empfängt Gäste. Klären Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Der Versteinerte Wald

Der Versteinerte Wald wurde am 1. März 1950 zum Nationaldenkmal erklärt und wird derzeit unter Aufsicht des National Heritage Council of Namibia als Touristenstätte betrieben. Die Denkmalausweisung und der touristische Betrieb beschreiben unterschiedliche Aspekte des Ortes: Das eine datiert seinen Schutzstatus, das andere betrifft den Besuch. Informieren Sie sich vorab über aktuelle Betriebsdetails.

Die beiden Kulturerbe-Schwerpunkte unterscheiden sich damit: In Twyfelfontein stehen Felsgravuren und der Schutz des Kerngebiets im Fokus, beim Versteinerten Wald die Denkmalausweisung zusammen mit dem touristischen Betrieb unter Aufsicht.

Geführte Wanderungen und Tierwelt

Auf dem Grootberg-Plateau können Reisende geführte Wanderungen unternehmen. Lodge-Führer können dabei die örtliche Flora, die Felsformationen der Etendeka-Berge und die Tierwelt erläutern. Die Wanderung vereint damit botanische, landschaftliche und naturkundliche Perspektiven: Sie reicht von Pflanzen über Gesteinsformen bis zur Tierwelt, statt nur einen einzigen Naturaspekt herauszugreifen. Besucher, die Twyfelfonteins Felsgravuren sehen möchten, können an einer geführten Tour in das Huab-River-Tal teilnehmen und dabei möglicherweise wüstenangepasste Elefanten sehen. Die Touren setzen unterschiedliche Akzente: Auf dem Grootberg stehen Erläuterungen zu Flora, Etendeka-Felsformationen und Tierwelt im Mittelpunkt; im Huab-River-Tal ist die Tour mit dem Interesse an den Felsgravuren verknüpft und eröffnet möglicherweise eine Sichtung wüstenangepasster Elefanten.

Historische Schutzgebietsausweisungen

Eine weitere Perspektive bietet die Geschichte der Schutzgebiete. Vor der Unabhängigkeit Namibias 1990 wiesen traditionelle Autoritäten in Kunene die Konzessionen Palmwag, Etendeka und Hobatere als Schutzgebiete aus, in denen Landwirtschaft verboten war. Mit der damaligen Ausweisung war eine konkrete Grenze für die landwirtschaftliche Nutzung verbunden. Anders als die Denkmalausweisungen einzelner Orte beschreibt dieser Teil der Regionalgeschichte eine Schutzgebietsentscheidung über drei Konzessionen.

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