Tuai liegt am Ufer des künstlichen Lake Whakamarino, und die Siedlung entwickelte sich rund um das Tuai Power Station. Ortsgeschichte und Landschaft gehören hier zusammen: Die Geschichte der Wasserkraft ist ein prägnanter Einstieg, um Tuai und seine Seen kennenzulernen. Wege am Lake Kaitawa und der nahe Lake Waikaremoana ergänzen diesen Schwerpunkt um Wanderoptionen.
Kraftwerk und Ortsgeschichte
Das Tuai Power Station wurde am 20. November 1929 offiziell mit zwei Generatoren zu jeweils 16 Megawatt eröffnet. 1939 kam ein drittes Aggregat mit 20 Megawatt hinzu; die Gesamtleistung stieg damit auf 52 Megawatt. Die beiden Eckdaten zeigen den Schritt von der Eröffnung zur Erweiterung. Auch der Ortsname verweist auf eine ältere Geschichte: Tuai ist nach einem Vorfahren der Ngāti Ruapani benannt, dessen Pā sich an der Stelle des Tuai Power Station befand.
Das Kraftwerk ist vom nördlichen Ende der Tuai Main Road aus erreichbar und lässt sich von dort betrachten. Damit können Sie die Entwicklung des Ortes mit einem Blick auf das Bauwerk verbinden, um das sich die heutige Siedlung entwickelte.
Künstliche Seen und Wege am Wasser
Der Lake Whakamarino entstand im Zuge der Arbeiten am Wasserkraftprojekt. Ein weiteres Kapitel dieser Landschaftsgeschichte ist der Lake Kaitawa: Der künstliche See entstand in den 1920er Jahren als Teil des Systems zur Wasserversorgung des Tuai-Kraftwerks. Die Seen sind damit nicht nur landschaftliche Orientierungspunkte, sondern stehen auch im Zusammenhang mit der Entwicklung der Wasserkraft.
Der Lake Whakamarino wird jährlich mit Regenbogen- und Bachforellen besetzt. Bei hohem Durchfluss können sich unterhalb des Kraftwerks gelegentlich kapitale Bachforellen aufhalten; ein Fang ist damit nicht garantiert. Auch die Wasserstände können sich ohne Vorwarnung ändern. Am See ist daher Vorsicht geboten.
Der Lake Kaitawa Fairy Springs Track führt durch einen Rimu-Wald am Lake Kaitawa entlang zu einem durchscheinend grünen Tümpel. Unterwegs überquert der Weg auf einer Fußbrücke den oberen Waikaretaheke River. Die Route verbindet Wald, See und Flussquerung zu einem abwechslungsreichen Naturthema. Prüfen Sie vor einem geplanten Besuch die aktuellen Hinweise zur Zugänglichkeit des Weges.
Der nahe Lake Waikaremoana
Der nahe Lake Waikaremoana liegt in Te Urewera im Wairoa District und umfasst 54 Quadratkilometer. Der Lake Waikaremoana Great Walk ist von Onepoto oder Hopuruahine Landing aus zugänglich. Beide Enden des Weges können per Wassertaxi erreicht werden. Das Angebot ist saisonal; eine frühzeitige Buchung wird empfohlen. Bestätigen Sie den Betrieb für Ihre Reisedaten, wenn Sie das Wassertaxi einplanen.
Etwa 11 Kilometer von Tuai entfernt liegt das Te Wharehou o Waikaremoana Visitor Centre. Dort erhalten Sie Informationen über die Region und ihre Wanderwege und können Ausrüstung ausleihen. Prüfen Sie vorab die Öffnungsarrangements, wenn Sie einen Besuch oder den Verleih einplanen.
Anfahrt und Planung
Für die Fahrt auf dem State Highway 38 zwischen Murupara und Tuai sollten Sie den Straßenbelag berücksichtigen: Etwa 90 Kilometer des Abschnitts sind Schotterstraße. Die Zufahrt kann für Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit schwierig sein; empfohlen werden ein Allradfahrzeug oder ein SUV. Straßenoberflächen und Bedingungen können sich ändern, deshalb ist es sinnvoll, vor der Fahrt aktuelle Reisehinweise zu prüfen.
Die beschriebenen Möglichkeiten setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Tuai Power Station stehen Orts- und Technikgeschichte im Vordergrund, am Lake Kaitawa der Weg durch Wald und Landschaft, und der nahe Lake Waikaremoana bietet den Zugang zum Great Walk. So lässt sich vor der Reise entscheiden, welcher Teil der Umgebung den eigenen Aufenthalt prägen soll.
Weitere Reiseziele entdecken: Kotemaori, Morere, Wairoa.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wairoa District.