Im Rangitikei-Distrikt erzählen Waldwege, Flussblicke und historische Orte unterschiedliche Geschichten. Ein Spaziergang kann zu einem Gedenkpark führen, ein Weg durch ein Waldschutzgebiet zu einer Hütte; an anderen Orten stehen Kunst, Siedlungsgeschichte oder Aktivitäten am Wasser im Mittelpunkt. So lässt sich die Region nach den eigenen Interessen erkunden, ohne dass jede Entdeckung dieselbe Art von Ausflug sein muss.
Waldwege, Pflanzen und Ausblicke
Bei Taihape führt ein dreistündiger Weg durch das Hihitahi Forest Sanctuary zur Seke’s Hut, die vier Schlafplätze hat. Unterwegs geht es durch Wald und Bestände der Bergzeder, auch kaikawaka genannt. Ausblicke reichen über die Hochebenenlandschaft bis zum Ruapehu. Einen anderen botanischen Schwerpunkt bietet das Paengaroa Scenic Reserve bei Taihape: Dort gibt es viele seltene Arten und mehr Pflanzen mit divarikativer Wuchsform als in jedem ähnlich großen Gebiet Neuseelands.
In Hunterville führt ein einfacher Weg im Bruce Park durch einen Restbestand aus Podokarp- und Breitlaubwald. Zu den dort genannten Attraktionen zählen außerdem Langschwanzfledermäuse, große einheimische Bäume und Pilze. Kinder können im Park auch eine Kiwi-Guardians-Medaille erwerben. Beim Mangaweka Scenic Reserve steht ein kurzer Rundweg mit Ausblicken über die Terrassen des Rangitīkei River im Vordergrund.
Auch die Gehzeiten bieten eine konkrete Orientierung: Der Marton Memorial Park Walkway ist ein Rundweg hinter dem Park, für den etwa 20 Minuten benötigt werden. McPhersons’s Bush bei Hunterville hat drei Wege mit Gehzeiten von 10 Minuten, 30 Minuten und einer Stunde. Im Pryce’s Rahui Reserve reichen die Gehzeiten der drei Wege von 20 Minuten bis zu einer Stunde; wer sie kombiniert, sollte insgesamt 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Das Tutaenui Reserve bei Marton ergänzt diese Auswahl um einen permanenten Orientierungslaufkurs mit einfachen, mittelschweren und schwierigen Strecken.
Am Wasser und auf der Strecke
Der Dudding Lake bei Marton verbindet verschiedene Möglichkeiten für einen Aufenthalt am Wasser: Besucher können den See tagsüber nutzen, und ein 2 Kilometer langer Weg führt rundherum. Schwimmen, Bootfahren, Jetskifahren und Wasserski sind dort ebenfalls möglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Betriebsbedingungen und beachten Sie die geltenden Bedingungen für Aktivitäten auf dem Wasser.
Für einen anderen Blick auf die Landschaft ist Gentle Annie als Drive-and-Cycle-Route von Taihape zur Hawke’s Bay dargestellt. Die Strecke bietet 360-Grad-Ausblicke und zahlreiche Möglichkeiten anzuhalten, um die Landschaft des oberen Rangitīkei Districts zu betrachten. Straßen- und Routenbedingungen können sich ändern; informieren Sie sich daher vor der Fahrt über die aktuelle Lage. Ein kurzer Abschnitt des Te Araroa – Whanganui – Bulls führt auf einem 4 Kilometer langen Weg entlang eines schwarzen Sandstrands bis zur Siedlung Koitiata.
Kunst, Siedlungsgeschichte und besondere Bauwerke
In Bulls feiert das Wear-a-Bull Arts Event jährlich lokalen künstlerischen Ausdruck, Kreativität und handwerkliches Können – als Kunst- und Modenschau. Das Bulls Museum widmet sich der Geschichte der Siedler im Bulls District, von den frühesten Siedlern bis zur Gegenwart. In Marton versammelt das Marton Historic Village Museumsgebäude aus der frühen Siedlerzeit. Historisches Mobiliar, Haushaltsgeräte, Kriegsrelikte und weiteres Material geben Einblick in die Lokalgeschichte.
Der Marton Memorial Park verbindet gestaltete Gartenwege mit Gedenken: Bäume erinnern an Mitglieder der britischen Königsfamilie sowie an wichtige lokale Daten und historische Ereignisse. Statuen sind den Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, des Südafrikanischen Kriegs und weiterer Konflikte gewidmet. Im bewaldeten Teil der nordwärts gerichteten Klippe des Sutherland-Puriri Reserve wurden mehrere Māori-Vorratsgruben gefunden.
Bei Mangaweka wurde die Mangaweka Bridge 1904 als Straßenbrücke über den Rangitīkei River gebaut. Sie gilt als Neuseelands einzige verbliebene freitragende Straßenbrücke. Der Rangatira Golf Club bei Mangaweka verfügt über einen 18-Loch-Platz auf drei Ebenen und Ausblicke auf den Fluss. Eine elektrische Seilbahn wird als die einzige ihrer Art in Neuseeland beschrieben.
In Mangaweka liegt die Yellow Church Gallery am State Highway 1. Sie ist außerdem Veranstaltungsort der zweijährlich stattfindenden Ausstellungen FAKES & FORGERIES; prüfen Sie das Datum der nächsten Ausstellung gesondert. Klären Sie vor einem Besuch die aktuellen Besuchsregelungen der Galerie und des Hunterville Settlers Museum. Dessen Sammlung umfasst lokale Gebäude, darunter eine Scheune, eine Schmiedewerkstatt und das Roper Cottage. In Taihape zeigt die Gumboot Statue, wie Draht der Stärke Nummer 8 und Wellblech zu einer Skulptur verarbeitet wurden.
Wer sich für Flussabenteuer interessiert, findet im Umfeld des Dorfes Mangaweka Awastone, ein von der Familie Eames betriebenes Flussabenteuerunternehmen. Die Rangitīkei Information Centres in Bulls, Marton und Taihape bieten Besuchern und Einheimischen lokale und regionale Informationen.
Einblicke in das übergeordnete Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Manawatu-Wanganui ist die Whanganui Journey eine 145 Kilometer lange Kanufahrt auf dem Whanganui River; kürzere Fahrten sind ebenfalls möglich. Der Whanganui National Park schützt einen der größten verbliebenen Tieflandwaldkomplexe der Nordinsel. Flussfahrten gelten dort als beliebte Aktivität, und Māori-Kultur ist ein wichtiger Teil des Parkerlebnisses. Pipiriki ist ein wichtiger Zugangsort zum Fluss. Die Wege Mangapurua und Kaiwhakauka sind Etappen des Mountains to Sea Cycle Trail.
Weitere Reiseziele entdecken: Taihape, Hunterville, Ruapehu District, Palmerston North City, Tararua-Distrikt, Wanganui District, Horowhenua-Distrikt, Manawatu-Distrikt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Manawatu-Wanganui.