Die verschiedenen Seiten Roldes zeigen sich auf der ausgeschilderten Wanderroute „Rolder Es“, im Besucherzentrum mit einer Ausstellung zur Landschaft und in markanten Zeugnissen der Ortsgeschichte. Sie führt durch die Drentse Landschaft zwischen Rolde und Balloo. Im Ort erzählen die Jacobuskerk, das Streekmuseum Het Dorp van Bartje und weitere historische Orte von unterschiedlichen Aspekten der Region. So können Sie bei der Reiseplanung entscheiden, ob Wandern, Landschaftsthemen oder Kulturgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.
Wandern und Landschaft verstehen
Die ausgeschilderte Wanderroute Rolder Es ist 9,5 Kilometer lang. Ihr Verlauf führt durch die Drentse Landschaft zwischen Rolde und Balloo; damit ist die Route eine konkrete Möglichkeit, die Umgebung zu Fuß kennenzulernen. Die Länge hilft Ihnen, den Umfang der Wanderung einzuordnen. Eine Wegbeschreibung mit ausgeschildertem Verlauf und eine Ausstellung zur Landschaft bieten dabei zwei unterschiedliche Zugänge: draußen die Route, im Besucherzentrum die Erklärung, wie eine Landschaft entstanden ist.
Am Rand von Rolde bei Deurze befindet sich das Huis van de Drentsche Aa, der Sitz des Besucherzentrums des Nationalparks Drentsche Aa. Die Dauerausstellung erklärt die Entstehung der Bachniederungslandschaft, den Einfluss des Menschen auf sie sowie die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere. Im Huis sind außerdem Wander- und Fahrradrouten erhältlich, und dort werden regelmäßig Aktivitäten organisiert. Wenn Sie eine bestimmte Aktivität einplanen möchten, prüfen Sie den Termin vorab, da sich Angebote und Zeitpläne ändern können.
Kirche und Ortsgeschichte
Die heutige Jacobuskerk stammt aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts. Zu ihren Merkmalen zählen die hohen gotischen Fenster. Die Geschichte des Kirchenorts reicht der Überlieferung nach weiter zurück: Auf dem Gelände soll bereits im 9. oder 10. Jahrhundert ein erstes hölzernes Kirchlein errichtet worden sein. Die heutige Kirche und die unsichere Datierung des früheren Baus stehen damit für zwei unterschiedliche historische Zeitebenen.
Auch der spitze Turm hat eine überlieferte Rolle in der Ortsgeschichte: Jahrhundertelang diente er Reisenden als Orientierungspunkt. Das Streekmuseum Het Dorp van Bartje setzt einen anderen Schwerpunkt. Es zeigt einen nachgebauten und vollständig eingerichteten alten Drentse Bauernhof, eine Schule aus dem Jahr 1930, eine Plaggenhütte und wechselnde Ausstellungen zur Geschichte von Rolde. Die verschiedenen Themen reichen damit von einem Bauernhof und einer Schule bis zur örtlichen Geschichte in wechselnden Präsentationen.
Denkmäler und besondere Ortsnamen
Die Molen Van Rolde ist die kleinste Mühle Drenthes. Bei den Großsteingräbern lassen sich ebenfalls konkrete Unterschiede festhalten. D18 fällt bei der Anfahrt mit dem Auto weithin auf und besteht aus sieben Decksteinen und vierzehn Seitensteinen. D17 liegt etwas weiter entfernt neben einem alten Baum; dort sind noch acht Decksteine und fünfzehn Seitensteine vorhanden. Die beiden Anlagen lassen sich so anhand ihrer überlieferten Steinzahl voneinander unterscheiden.
Zum kulturellen Erbe gehört auch der jüdische Friedhof in Rolde. Eine seiner Bezeichnungen ist Bet Chajiem, „Haus der Lebenden“. Die Jacobuskerk, die Großsteingräber und der Friedhof erschließen jeweils andere Aspekte der Geschichte des Ortes; sie sind daher unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine kulturgeschichtlich geprägte Reise.
Ein Termin im September
Die Roldermarkt findet seit 1785 am zweiten Dienstag im September auf dem Grote Brink statt. Wenn Sie Ihre Reise mit diesem Termin verbinden möchten, prüfen Sie vorab das Datum der jeweiligen Ausgabe und die aktuellen Veranstaltungsangaben. So bleibt der Markt ein konkreter Planungsanlass, ohne dass Sie für andere Reisezeiten von einem Veranstaltungstermin ausgehen müssen.
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