Das Hijkerveld gehört zu den größten Heideflächen Drenthes und liegt bei Hijken. Damit erhält die Ortswahl einen klaren Landschaftsbezug. Zugleich reicht das Bild über die Heide hinaus: Eine Wanderroute führt über und rund um das Hijkerveld, und Hijken selbst blickt auf eine Siedlungsgeschichte zurück, die bis ins frühe Mittelalter reicht. Wer die Reise plant, kann deshalb Natur, Bewegung und Dorfgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte gewichten.
Heide und Landschaft
Im Gebiet Hijkerveld–Diependal gibt es Schoonebeker Heideschafe und Schottische Hochlandrinder. Das ergänzt das Landschaftsthema um die Tierwelt dieses Gebiets. Zuid-Hijkerzand ist ein geschütztes Naturgebiet.
Diependal erzählt zudem einen Landschaftswandel: Das frühere Flüssigfeldsystem der Kartoffelstärkefabrik Oranje wurde in das Vogelreservat Diependal umgewandelt. So reicht das Naturthema über die Tierwelt hinaus und umfasst auch die frühere industrielle Nutzung des Gebiets. Wer Naturgebiete auch über ihre Entstehung einordnen möchte, findet hier einen konkreten Anknüpfungspunkt.
Nach überliefertem Bericht nutzten Bauern aus Hijken Vorrelveen seit jeher als Heu- und Weideland.
Wandern und Radfahren
Zu Fuß können Sie zwei Wege nach unterschiedlichen Anhaltspunkten einordnen. Die Knapzakroute Hijken führt über und rund um das Hijkerveld und an jahrhundertealten Karrenspuren entlang. Die Wanderroute „Hijken: Hijkerveld“ ist 7 km lang. Die Knapzakroute liefert damit einen kulturhistorischen Anknüpfungspunkt; die 7-km-Wanderung lässt sich nach Distanz einordnen. So können Sie abwägen, ob für Sie die Karrenspuren oder ein bezifferter Streckenrahmen wichtiger sind.
Auf dem Rad können Sie die 45 km lange Route „Rond het Hijkerveld“ fahren. Im Vergleich zu den 7 km der Wanderroute „Hijken: Hijkerveld“ steht sie für ein anderes Streckenmaß und einen anderen Bewegungsmodus. Die Zahlen helfen, den gewünschten Umfang abzuwägen. Prüfen Sie vor der Tour die Wegbedingungen der Radroute und der Knapzakroute.
Die Vogelbeobachtungshütte in Diependal
Zur Vogelbeobachtungshütte gelangen Sie über einen 162 m langen Tunnel und eine Wendeltreppe. Der Zugang ist für Rollstuhlnutzende eingeschränkt. Berücksichtigen Sie diese bauliche Bedingung bei Ihrer Besuchsplanung, insbesondere wenn Sie auf einen rollstuhlgerechten Zugang angewiesen sind.
Ortsgeschichte und Dorfmerkmale
Hijken ist ein Esdorp, das im frühen Mittelalter als Tochtersiedlung von Beilen gegründet wurde. Diese Gründung gibt der Ortsgeschichte einen zeitlichen Rahmen und einen benannten Bezug zu Beilen. Hijken hat außerdem zwei große dreieckige Brinken.
An der Fassade von De Antenne steht der Text aus Psalm 124,8. 2015 wurde auf dem Brink für De Antenne ein Glockenturm errichtet. Zusammen mit den Brinken eröffnen diese Merkmale einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte: von der frühmittelalterlichen Gründung bis zu einem konkreten Baujahr.
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