Peize bietet zwei unterschiedliche Blickwinkel: Wanderungen und Naturgebiete einerseits, Kirchen, historische Bauteile und Hopfenkultur andererseits. Je nachdem, ob Sie lieber draußen unterwegs sind oder Dorfgeschichte erkunden, lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Wanderungen und Natur rund um Peize
Von Peize aus gelangt man direkt in De Onlanden, ein großflächiges Natur- und Wasserspeichergebiet. Durch die weitläufige Landschaft kann man auch Fahrrad fahren. Mehrere Wanderrouten führen entlang und durch die Peizermaden und eröffnen weitere Möglichkeiten, zu Fuß unterwegs zu sein.
Die Wanderung „Dorpsommetje ’t Paiser Hopje plus de Onlanden“ ist 12,5 Kilometer lang. Sie führt durch Peize, an einigen historischen Orten vorbei sowie durch die Naturgebiete De Onlanden und De Stenhorsten. Wer eine kürzere Strecke bevorzugt, kann diese Wanderung auf einen etwa 6 Kilometer langen Dorfrundweg verkürzen. Damit stehen eine längere Tour mit Passagen durch mehrere Gebiete und eine kürzere Dorfrunde als unterschiedliche Optionen gegenüber.
Eine benannte Wanderroute De Onlanden ist knapp 7 Kilometer lang. In De Onlanden werden außerdem regelmäßig geführte Vogel-, Fahrrad- und Reh-Exkursionen ab De Onlanderij in Eelderwolde angeboten. Für eine geführte Tour lohnt es sich, die jeweiligen Termine vorab zu prüfen. Rund um Peize können Fahrradrouten heruntergeladen oder selbst zusammengestellt werden.
Orgeln und historische Spuren
Die Dorpskerk beherbergt die Verbeeck-Schnitger-Hinsz-Orgel von 1631. Die Schnitgerorgel der Dorfkirche ist die älteste Orgel in Drenthe und enthält mehr als 1.000 Pfeifen. Auch das Taufbecken der Kirche erzählt von verschiedenen Epochen: Es ist etwa 800 Jahre alt und aus einem einzigen Sandsteinblock gehauen. Ende 1883 wurde es vom Provinzialmuseum gekauft; 1988 kam es als Leihgabe an die Kirche zurück.
Weitere Baugeschichte begegnet an unterschiedlichen Orten im Dorf. Der Turm der Ned. Herv. Kerk stammt aus dem Jahr 1803. Huis ter Hansouwe ist der erhaltene Teil eines Gebäudes, das bereits im 16. Jahrhundert bestand und in einen Bauernhof von 1837 integriert wurde. Am Brinkweg 2 weist der erhaltene Teil des Huis te Peize an einer Giebelfassade einen Wappenstein mit zwei Wappen und der Datierung „Anno 1706“ auf.
Die Stichting Schnitgerorgel Peize organisiert Benefizkonzerte. Damit gehört neben den historischen Instrumenten auch die Konzerttätigkeit der Stiftung zu den kulturellen Themen des Ortes.
Hopfen, Garten und lokale Produkte
Im Hoptuin Peize wird weiterhin Hopfen angebaut. Der Garten knüpft an eine lange regionale Geschichte an: Historisch verkauften viele Bauern in Peize Hopfendolden an Bierbrauer in der Umgebung sowie in Deutschland und England. So treffen im heutigen Hopfengarten und in der überlieferten Handelsgeschichte zwei verschiedene Seiten dieses Anbaus aufeinander.
Ein weiteres lokales Produkt gibt es im Molenwinkel der Paiser Meul: Dort wird Brot verkauft, das aus Weizen der Paiser Meul gebacken wird. Die Heemtuin in Peize setzt einen anderen Schwerpunkt. Sie ist ein Pflanzengarten mit verschiedenen heimischen Pflanzen, die für die Region typisch sind.
Dorfleben und weitere Entdeckungen
Das Zentrum von Peize hat eine offene Struktur, viel Grün, Terrassen und einige Geschäfte. Für Bewegung im Freien gibt es das multifunktionale Beweegpark an der Boerakkerweg. Dort können Vereine, Anwohner und Passanten Sport treiben. Das abgeschlossene Spazierprojekt Tour Elektrik bringt eine weitere lokale Gestaltungsspur ein: Bei dem Projekt gestalteten lokale Künstler Stromkästen.
So bietet Peize verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: eine Wanderung mit wählbarer Streckenlänge, Natur- und Fahrradrouten, historische Kirchen und Bauteile sowie Einblicke in Hopfenanbau und lokale Produkte. Für die Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, ob Ihre Zeit eher den Wegen oder den kulturellen Entdeckungen gelten soll.
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