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Ein typisches Drenter Eschdorf, ein geschütztes Dorfensemble und Spuren der Eiszeiten geben Vries mehrere klar erkennbare Themen. Für die Wahl einer Unterkunft ist die Frage hilfreich, ob Sie sich eher für Ortsbild und Baugeschichte oder für Wege mit archäologischen und geologischen Bezügen interessieren. Vries bietet dazu unterschiedliche Ansatzpunkte: den Brink, die Bonifatiuskerk, eine Fahrradroute durch das archäologische Reservat Het Noordsche Veld und eine Wanderung an der Pingoruine Holtveen vorbei. So lässt sich der Aufenthalt nach dem eigenen Interesse an Dorfgeschichte, Kirchenbau oder Erdgeschichte ausrichten.

Dorfensemble am Brink

Vries ist ein typisches Drenter Eschdorf. Am Brink bilden alte sächsische Bauernhöfe, Bäume und die alte Kopfsteinpflasterstraße ein geschütztes Dorfensemble. Der Brink lässt sich damit als gemeinsames Ortsbild betrachten, statt den historischen Charakter auf ein einzelnes Gebäude zu verkürzen. Wer Dorfgeschichte gern an einem konkreten Ortsbild festmacht, kann auf das Zusammenspiel von Höfen, Bäumen und Straße achten. So steht am Brink das Ensemble im Mittelpunkt; die Bonifatiuskerk setzt einen anderen, auf ein einzelnes Bauwerk gerichteten Akzent.

Bonifatiuskerk und romanischer Turm

Die Bonifatiuskerk gilt als älteste oder als eine der ältesten Kirchen Drenthes. Ihr reich verzierter romanischer Turm wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Damit stehen eine weit gefasste historische Einordnung der Kirche und eine konkrete Bauzeit für den Turm nebeneinander. An diesem Bauteil lassen sich Stil, Verzierung und Datierung gemeinsam betrachten. Für Reisende, die sich für Architekturgeschichte interessieren, bietet die Kirche so einen anderen Schwerpunkt als das Dorfensemble am Brink: Hier richtet sich der Blick auf ein einzelnes Bauwerk und dessen Turm.

Fahrradroute und Wanderung

Für eine andere Art der Erkundung steht die Fahrradroute „Route Vries“. Sie beginnt am Noord-Willemskanaal, führt durch Vries nach Zeijen und verläuft durch das archäologische Reservat Het Noordsche Veld. Dieses Reservat ist ein niederländisches Rijksmonument, also ein nationales Denkmal. Ein archäologischer Ort gehört damit zur Routenführung. Die Wanderung „Vries tot op de bodem“ setzt einen anderen Schwerpunkt und führt an der Pingoruine Holtveen vorbei. Für die Wahl zwischen den beiden Wegen ist diese thematische Differenz hilfreich: Bei der Fahrradroute steht der Bezug zum Reservat im Vordergrund, bei der Wanderung die Pingoruine als Wegpunkt.

Landschaft und Erdgeschichte

Vries liegt auf dem Rolderrug. Das Gebiet der Wanderung „Vries tot op de bodem“ gehört zum UNESCO Global Geopark De Hondsrug. Bei Vries liegt außerdem das Aardkundig Monument, ein zwei Meter hoher Sandabstich. Sein Bodenprofil zeigt die Auswirkungen der letzten drei Eiszeiten auf den Boden. Das Profil lenkt den Blick damit nicht auf ein Bauwerk, sondern auf geologische Veränderungen im Boden. Zusammen mit der Pingoruine Holtveen ergibt sich für Interessierte an Erdgeschichte ein eigener Zugang zu Vries und seiner Landschaft, neben den historischen Motiven am Brink und an der Bonifatiuskerk.

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