Nördlich von Doldersum liegt das ausgedehnte, feuchte Heide-Naturschutzgebiet Doldersummerveld. Es gehört zum Nationalpark Drents-Friese Wold. Wer den Ort als Reiseziel erwägt, findet hier verschiedene Schwerpunkte: Wege durch die Landschaft, Vogelwelt und Naturschutz ebenso wie Dorfgeschichte und Erinnerungsorte. Die Angebote unterscheiden sich deutlich in Länge und Thema; ein kurzer Rundgang durchs Dorf ist etwas anderes als eine mehrkilometrige Wanderung oder ein Besuch der Heide.
Heide, Naturschutz und Vogelwelt
Im Doldersummerveld kommen 111 Brutvogelarten vor, darunter 20, die als stark bedroht gelten. Am Rand des Gebiets liegt die ökologische Bewirtschaftungsfarm Sophiahoeve. Dort gehaltene Limousinrinder beweiden im Sommer die Heide. Die Pfostenroute und eine nicht markierte, 7 Kilometer lange Wanderroute sind zwei Möglichkeiten, das Naturschutzgebiet zu Fuß zu erkunden. Für die Wahl zwischen den beiden ist ein praktischer Unterschied bereits klar: Die eine Route ist eine Pfostenroute, die andere wird ausdrücklich als nicht markiert beschrieben und ist 7 Kilometer lang.
Auch im Nationalpark Drents-Friese Wold gibt es eine 30 Kilometer lange Fahrradroute. Sie führt durch den Nationalpark. So stehen neben den Wegen im Doldersummerveld auch eine längere Radroute und Angebote mit Bezug zum Dorf zur Auswahl, ohne dass sie zu einer einzigen Tour zusammengefasst werden müssen.
Spaziergänge und längere Wanderwege
Das Ommetje Doldersum ist 3,7 Kilometer lang und führt durch das Dorf. Der 7,4 Kilometer lange Spazierweg „Het verhaal van het monument Doldersum“ beginnt und endet auf dem Brink. Wer Wege nach ihrer Länge vergleichen möchte, kann diese beiden Dorfrouten den längeren Wanderungen gegenüberstellen: Ein 8 Kilometer langer Wanderweg Doldersum–Doldersummerveld beginnt bei Grenzeloos Doldersum. Eine 13 Kilometer lange Wanderroute mit diesem Namen führt zu einem 13 Meter hohen Aussichtsturm mit Panoramablick über das Heidegebiet.
Weitere Strecken setzen andere Akzente. Die 6,5 Kilometer lange Route Rondje Urnenveld führt durch das Koelingsveld und das Brouwersveld. Der 20,1 Kilometer lange Wanderweg Doldersum–Frederiksoord–Urnenveld beginnt ebenfalls bei Grenzeloos Doldersum. Die genannten Distanzen helfen, die unterschiedlichen Zeitumfänge der Wege einzuordnen; eine Gehzeit ist damit nicht angegeben.
Dorfgeschichte und Erinnerungsorte
Doldersum ist ein Esdorp, dessen Entstehung ins frühe Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich war es eine landwirtschaftliche Siedlung. Der erste Siedlungskern bildete sich später an zwei Seiten eines dreieckigen Brink. Der Brink ist auch der Start- und Endpunkt des Spazierwegs „Het verhaal van het monument Doldersum“ und verbindet so einen benannten Ort im Dorf mit einem Rundweg.
Im Wapserveld in Doldersum erinnert das Denkmal „Monument executie gevluchte arbeiders“ an sieben Jungen, die dort am 8. September 1944 von der Besatzungsmacht erschossen wurden. Der Wanderweg Doldersum–Doldersummerveld führt außerdem an zwei von vier im Gebiet verborgenen Verstecken aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei; gelbe Pfosten markieren sie. Das Karrenspoor im Doldersummerveld wurde 2021 wiederhergestellt und ist ein sichtbares Relikt früherer Handelswege.
Zwei Grabhügel nahe dem Koelingsveld und dem Bouwersveld werden im Volksmund „de Majoor“ und „de Generaal“ genannt. Sie stammen vermutlich aus der Bronzezeit, etwa aus der Zeit von 1000 bis 500 v. Chr. Auch die Jachtopzienerswoning lag nahe Doldersum in einem Gebiet, das um 1920 für die Jagd genutzt wurde, nachdem die Maatschappij van Weldadigheid etwa 500 Hektar Land von Baron Van der Felz erworben hatte.
Besuch vor Ort
Im unbesetzten Informationszentrum Huenderhoeve können Besucher mehr über die Heidepflege, die Schafherde, das Esdorp Doldersum und den Bach Vledder Aa erfahren. Bei der Huenderhoeve gibt es außerdem eine Ladestation für Elektrofahrräder. Die Besucherinformation vom 20. Juni 2024 nennt für jedes Jahr Öffnungszeiten von April bis einschließlich Oktober, täglich von 10 bis 17 Uhr; der Eintritt ist kostenlos. Prüfen Sie diese Zeiten vor Ihrer Anreise.
Eine lokale Besonderheit ist das blonde, obergärige Bier „De werkende wees“, das Grenzeloos gemeinsam mit der Brauerei Maallust entwickelt hat. Im Restaurant Grenzeloos in Doldersum können Sie es probieren. Da das Angebot variieren kann, prüfen Sie vorab, ob das Bier erhältlich ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Wateren, Zorgvlied, Diever, Havelte, Dieverbrug, Dwingeloo, Wilhelminaoord, Wapse.
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