Warten bildet einen natürlichen Übergang zwischen dem offenen Moorland und den Gewässern von De Alde Feanen. Im näheren Umfeld verbindet der Langdeel als Wasserweg Leeuwarden und Warten. Auch der Ursprung des Dorfs liegt am Wasser: Warten entstand am Flüsschen Ald Djip; an der Nordostseite ist ein Teil davon erhalten. Dabei sind zwei Wasserbezüge zu unterscheiden: Der Langdeel verbindet Leeuwarden und Warten; am Ald Djip entstand das Dorf.
Warten war früher ausschließlich auf dem Wasserweg erreichbar. Die Straße nach Grou wurde 1953 fertiggestellt.
Wasserwege und Bootsangebote
Die Jachthaven Wartena verfügt in Warten über 600 Liegeplätze für Segelboote, Motorboote, Kajütsegelboote und Sloepen. Die Kapazitätsangabe kann sich ändern.
Die Sonnenfähre De Oerhaal bringt Besucher vom Hafen über den Prinses Margrietkanaal auf die andere Seite. Von dort können sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Nationalpark De Alde Feanen weitergehen. Die Fähre verkehrt saisonal; prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan.
Greenjoy vermietet im weiteren Umfeld von Warten elektrische Sloepen für bis zu zehn Personen. Sie eignen sich für verschiedene Tagestouren und eine Rundfahrt durch De Alde Feanen. Da die aktuelle Verfügbarkeit des Anbieters variieren kann, prüfen Sie das Angebot vor der Reise.
Eine andere Möglichkeit ist die fast zweistündige Fahrt mit einer alten Bauernpraam durch den Nationalpark, die Museum Warten anbietet. Das Angebot ist saisonal. Prüfen Sie vorab, ob die Fahrt zu Ihrem Besuchstermin verfügbar ist. Sie legt am It Earmhûs, Hellingpaad 3–9 in Warten, ab.
Die Route Rondje Warten beginnt am Hellingpaed 11. Für die Route und die Fahrt mit der Bauernpraam sind damit unterschiedliche Startangaben genannt.
Dorfgeschichte und Bauwerke
Das It Earmhûs wurde 1893 im Auftrag der Diakonie des Kirchenvorstands als Armenhaus errichtet und erhielt 1975 die Funktion eines Dorfmuseums. Im Haus wird die Geschichte von Sytze und Maaike erzählt, einem Einsiedlerpaar aus De Alde Feanen.
Die Oud Friese Greidboerderij in Warten ist ein Rijksmonument. Sie wurde 1725 errichtet und vollständig stilgerecht restauriert.
Die Kirche von Warten wurde 1780 in Gebrauch genommen, nachdem 1779 eine alte, baufällige Kirche abgebrochen worden war. Im selben Jahr fertigte der Sneker Glaser Ype Staak (1707–1808) ihre Buntglasfenster an.
De Ikkers stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert. 1970 wurde die Mühle an diesen Standort versetzt und restauriert. Warten hat zudem seit Langem einen guten Ruf im Schiffbau.
Moorlandschaft und Feuchtgebiete
Die It Wyldlân Vogelkijkhut liegt in einem Naturgebiet mit Tümpeln und Seen, die durch Torfgewinnung entstanden sind. Sie ergänzt die Moorlandschaft und die Wasserwege um einen weiteren konkreten Landschaftsbezug.
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