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Die Entstehung Anjums geht auf Menschen zurück, die auf einem Salzwiesenrücken eine Warft aufschütteten, um dem Einfluss von Gezeiten und Sturmfluten zu entgehen. Die Warft, die Michaëlkerk und die Mühle stehen für unterschiedliche Teile der Bau- und Siedlungsgeschichte des Ortes.

Warftdorf und Baugeschichte

Die Michaëlkerk bewahrt Teile der Nordwand und der Westseite einer um 1100 errichteten Tuffsteinkirche. Zu den erhaltenen Elementen gehört ein eingebauter Turm in Form eines sogenannten reduzierten Westwerks. Eine weitere Warft in Anjum stammt aus dem 5. bis 7. Jahrhundert und steht teilweise unter Schutz. So umfasst der historische Blick sowohl eine frühe Warft als auch die deutlich jüngere Kirche aus der Zeit um 1100.

Im historischen Warftdorf lässt sich hinter der Kirche, in den dicht bebauten Straßen Tsjerkepaed und Foarstrjitte sowie auf den Seitenpfaden, die rund-radiale Struktur der Warft erleben. Auch der imposante Bauernhof Ny Holdinga gehört zu den historischen Ortsdetails. Er liegt auf einem nahezu vollständig von Gräben umgebenen Gelände, das früher zu Holdingastate, der bedeutendsten State in Anjum, gehörte.

De Eendragt und das Mühlenmuseum

De Eendragt wurde 1889 aus Teilen zweier abgebauter Mühlen aus Leeuwarden als achteckige Getreide- und Schälmühle wiederaufgebaut. Die Jahreszahl bezeichnet damit den Wiederaufbau unter Verwendung vorhandener Mühlenteile. Im Ausstellungsraum von De Eendragt befindet sich das Anjumer Mühlenmuseum. Hier verbinden sich die Baugeschichte der Mühle und ihre Nutzung als Ausstellungsort, ohne dass ihre frühere Funktion als Getreide- und Schälmühle aus dem Blick gerät.

Naturgebiet und Aussichtsturm

Das Naturgebiet Eanjumerkolken umfasst 141 Hektar bei Eanjum. Zu seinen zwei kulturhistorischen Elementen zählen Entenkojen und verstreut liegende Trinkkuhlen. Das Gebiet ist nicht frei zugänglich, lässt sich aber von den umliegenden Straßen aus betrachten; Exkursionen sind ebenfalls möglich. Deren Termine können variieren. Wenn Sie eine Exkursion einplanen, prüfen Sie deshalb die jeweiligen Termine.

In der Umgebung von Eanjum steht der Aussichtsturm De Zoutkegel zwischen Eanjum und Ie, am Fahrwasser Súd Ie beim Naturgebiet Eanjumer Kolken. Der Turm ist für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler frei zugänglich. Da sich der Zugang ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangshinweise.

Wanderung und Wasserroute planen

Für Runde 2 des Bonifatius Kloosterpad gilt: Während der Brutzeit vom 15. März bis zum 15. Juli ist der Abschnitt zwischen den Wegpunkten 95 und 80 nicht zugänglich. Prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuellen Routenangaben. Die SUP- und Kanu-Route Súd Ie ist in einer Richtung 12 Kilometer lang. Damit unterscheiden sich die Planungsfragen: Beim Kloosterpad ist die saisonale Einschränkung des benannten Abschnitts wichtig, bei der Wasserroute die Länge der Strecke in einer Richtung.

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