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Im Fochteloërveen prägt das Hochmoor die Landschaft: Es zählt zu den letzten Hochmoorgebieten Westeuropas und bietet seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Dazu gehören Kraniche, Einähriges Wollgras und der stark bedrohte Schmetterling Veenhooibeestje. Wer die Landschaft zu Fuß oder mit dem Rad erkunden möchte, findet Wege durch das Moor, darunter die Wollegras-Wanderung. Die Artenvielfalt macht das Gebiet interessant, auch wenn sich eine Begegnung mit einzelnen Tieren nicht planen lässt.

Hochmoor und Waldlandschaft

Ein markanter Orientierungspunkt im Fochteloërveen ist der Aussichtsturm De Zeven. Er ist 18 Meter hoch und eröffnet den Blick über das Moor. Auch eine Radroute führt an besonderen Aussichtspunkten wie dem Turm vorbei; ihre Einzelheiten sollten Sie vor der Fahrt prüfen. So lassen sich Moorwege und Aussicht miteinander verbinden, ohne dass jede Route dieselbe Perspektive bietet.

Eine andere Landschaft zeigt der Drents-Friese Wold: Das Gebiet gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten der Niederlande. Zu seinen Landschaftsformen zählen Sandverwehungen, kleine Seen, Heideflächen und Sumpfgebiete. Im Buitencentrum Drents-Friese Wold ist die Ausstellung „Grenzeloos Wold“ über die Natur im Nationalpark zu sehen. Das Buitencentrum dient außerdem als Ausgangspunkt für Aktivitäten und Wanderwege im Nationalpark. Da sich das Ausstellungsprogramm ändern kann, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben.

Wege mit unterschiedlichem Umfang

Für längere Wanderungen bietet das Stellingenpad eine andere Größenordnung als die Wege durchs Fochteloërveen: Der regionale Fernwanderweg ist rund 260 Kilometer lang, führt durch den Drents-Friese Wold und umfasst 15 Etappen von 12 bis 28 Kilometern. Er ist über das landesweite Wanderknotenpunktnetz ausgeschildert. Prüfen Sie die Wegmarkierung vor dem Aufbruch. Wer eine kürzere, bezifferte Strecke sucht, kann die sieben Kilometer lange Kunstroute durch die Parkbossen von Oldeberkoop wählen. Sie ist ganzjährig begehbar; Kunstwerke und Wegbedingungen können sich ändern.

Auch im Buitensport Walhalla von Ooststellingwerf stehen Naturaktivitäten im Mittelpunkt: Dazu zählen Mountainbiken, Klettern, Bogenschießen und Kanufahren. Welche Angebote aktuell verfügbar sind, sollten Sie vor der Anreise prüfen. Für interessierte Gruppen organisiert Stichting Nobilis Empfänge mit Vortrag und Führung; außerdem finden regelmäßig Workshops und Vorträge statt. Auch hier empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Termine.

Kunst, Ortsbild und Geschichte

Oldeberkoop verbindet die Kunstwege mit der alten Kirche und ihrer Umgebung, die gemeinsam ein geschütztes Dorfbild bilden. Der Ort liegt zwischen der Turfroute und der Friese Waterlinie. Die Kunstroute Open Stal wird jedes Jahr in und um Oldeberkoop veranstaltet. Ihren Ursprung hat sie 1971 im Café von Appie Tjalma; Termine und Veranstaltungsorte variieren. Die jährliche Open Stal und die ganzjährig begehbare, sieben Kilometer lange Route durch die Parkbossen sind zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Kunst im Ort und in seiner Umgebung zu entdecken.

Eine historische Perspektive eröffnet die Liberation Route Europe. Sie führt auf 160 Kilometern durch Ooststellingwerf und umfasst 21 besondere Orte. Inhaltlich greift sie die Kämpfe Anfang April in den Wäldern südlich von Oldeberkoop sowie den Einsatz des Widerstands zum Schutz von Brücken in der Region auf. In den kleineren Dörfern Ooststellingwerfs ist auch die Sprache Teil des Alltags: Viele Einwohner verwenden weiterhin häufig Stellingwerfs.

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