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Eine spätgotische Kirche, zwei kanalisierte Flüsse und ein Aussichtspunkt mit Blick über Felder und Wasser prägen die Orts- und Landschaftsbilder von Nijeholtpade. Dazu kommen ein gegrabener Wasserlauf, ein hoher Sandrücken und Spuren der mittelalterlichen Siedlungsgeschichte. Wer den Ort kennenlernen möchte, findet hier unterschiedliche Themen: Kirchenbau und Grabsteine, historische Straßenbezüge und markante Landschaftsformen.

Kirche und Geschichte des Dorfes

Die Heilige Nicolaaskerk ist eine einschiffige spätgotische Kirche mit einem zweigeschossigen Turm und einer eingezogenen Nadelspitze. „Einschiffig“ beschreibt den Kirchenraum mit einem Hauptschiff; Turm und Spitze setzen dazu ein eigenes architektonisches Merkmal. In der Kirche befinden sich zwei Grabsteine der Familie Lycklama, datiert auf 1627 und 1640. Die Kirche in Nijeholtpade ist das älteste Gebäude des Dorfes und wurde etwa 1525 errichtet. Sie steht auf einem erhöhten Kirchhof an der Kerkweg 28.

Auch die historische Lage der Heilige Nicolaaskerk ist überliefert: Ursprünglich lag sie am Übergang der zwischenörtlich bedeutenden Straßen Middelweg und Buitenweg. Nijeholtpade entwickelte sich im späten Mittelalter als Straßendorf entlang der Straße von Wolvega nach Oosterwolde. Die frühere Stins Friesburg, auch Lewenburg genannt, stand nördlich des Dorfes an der Vriesburgerweg. Sie gehört zur Ortsgeschichte, ist aber keine heute stehende Sehenswürdigkeit.

Wasserläufe und Landschaft

Nijeholtpade liegt auf einem Ausläufer des Drents Plateau in einer waldreichen Stellingwerfer Kulissenlandschaft. Die kanalisierten Flüsse Linde, auf Stellingwerfs auch Lende genannt, und Tjonger, auch Kuunder, flankieren das Dorf an gegenüberliegenden Seiten. Die Scheene ist ein gegrabener Wasserlauf, der durch Nijeholtpade fließt; als De Scheene verläuft ein Wasserweg von Nijeholtpade nach Spanga.

Die Zanen, auch Zanden genannt, ist ein hoher Sandrücken zwischen der Linde und Nijeholtpade. Damit stehen am Ort verschiedene Landschaftsformen nebeneinander: die kanalisierten Flüsse an den gegenüberliegenden Seiten, ein durch das Dorf fließender gegrabener Wasserlauf und der Sandrücken zwischen Fluss und Ort. Die Namen Lende und Kuunder geben zugleich die Stellingwerfs benannten Varianten der beiden Flüsse wieder.

Von Gerrit's Hutte bietet sich ein weiter Blick über Felder, den Fluss und einen See. Mit etwas Glück lassen sich dort verschiedene Greifvögel beobachten. Der Aussichtspunkt verbindet so einen weiten Landschaftsblick mit einer möglichen Tierbeobachtung, ohne dass sich Sichtungen vorhersagen lassen.

Besuchsplanung

Für die Heilige Nicolaaskerk sind der 4. und 18. Juli, der 1., 15. und 29. August sowie der 12. September jeweils von 13:30 bis 17:00 Uhr als Öffnungstermine aufgeführt. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob diese Termine für Ihr Reisejahr gelten. Gerrit's Hutte ist von einem Parkplatz südlich von Nijeholtpade an der N351 über einen Radweg erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die Straßen- und Parkplatzbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Munnekeburen, Zandhuizen, Scherpenzeel, Blesdijke, Oldetrijne, Oldeholtpade, Boijl, Noordwolde.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weststellingwerf.

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