Eine umfangreiche Sammlung von Murals, also Wandmalereien und Graffiti-Arbeiten, konzentriert sich besonders im Zentrum von Heerlen. Die Stadt lässt sich dabei aus mehreren Blickwinkeln entdecken: durch Kunst an den Wänden, Museen zur Bergbaugeschichte und römischen Spuren unter der heutigen Stadt. Auch Wege durch Heide- und Waldlandschaften gehören zu den Erlebnissen, die Sie in und bei Heerlen finden.
Murals, Kunst und Architektur
Zu den bekannten Wandbildern zählt „De Vreemdeling“ des Künstlerduos Os Gemeos am Schelmenhofje. „De Koolpiet“ verweist auf Heerlens Bergbauvergangenheit und gewann 2016 den Dutch Streetart Award. Eine 4 km lange Street-Art-Route führt an den wichtigsten Murals und an kleineren, versteckten Werken der Stadt vorbei. So begegnen Ihnen entlang der Route unterschiedliche Wandarbeiten, von bekannten Bildern bis zu weniger auffälligen Entdeckungen.
Mit SCHUNCK kommt moderne und zeitgenössische Kunst sowie Architektur hinzu. Das Museum bietet ein umfangreiches Programm aus Ausstellungen, Vorträgen, Debatten und besonderen Projekten – im und vom monumentalen Glaspaleis aus. Wandmalerei im Stadtraum und Museumsprogramm sind zwei unterschiedliche Zugänge zu Kunst und Architektur in Heerlen.
Bergbau und römische Spuren
Das Nederlands Mijnmuseum vermittelt Heerlens Bergbaugeschichte mit Geschichten aus dem Unter- und Übertagebereich. Auf vier Etagen können Besucher Aspekte der Bergbauvergangenheit erleben. Auch das ehemalige Schacht- und Fördergebäude der Oranje-Nassaumijn I bleibt ein Museumsstandort. Landsfort Herle macht kulturhistorisches Erbe über und unter der Erde sichtbar und zugänglich.
Eine andere Zeitschicht eröffnet das Romeins Kwartier: Unter der heutigen Stadt liegt Coriovallum, eine bedeutende römische Siedlung, die Sie dort entdecken können. Das Romeins Museum soll 2028 rund um die archäologischen Überreste des Bades von Coriovallum eröffnet werden. Wegen Neubauarbeiten ist es bis 2028 geschlossen; die Wiedereröffnung ist für dieses Jahr geplant.
Auch eine gemeinsam mit Visit Zuid-Limburg entwickelte Route nimmt Besucher mit auf eine Entdeckungstour durch das mittelalterliche Heerlen. Die Öffnung der Schelmentoren ist auf besondere Tage beschränkt. Prüfen Sie die Termine vor Ihrem Besuch, denn die Öffnungsregelungen können sich ändern. Für einen garantierten Besuch wird der vorherige Online-Ticketkauf empfohlen. Kasteel Hoensbroek zählt zu den größten Wasserburgen der Niederlande.
Wege durch Natur und Geschichte
Die Brunssummerheide bei Heerlen umfasst Heide- und Waldlandschaften mit markierten Wanderwegen. Zu ihrer vielfältigen Tierwelt gehören Ziegenmelker, Moorfrösche, Hochmoor-Glanzlibellen, fünf Spechtarten und verschiedene Fledermäuse. Zwei markierte Wanderstrecken sind etwa 4,9 km und 4,7 km lang. Ihre Längen liegen nah beieinander, sodass der Vergleich hier nicht zwischen sehr unterschiedlichen Streckenmaßen fällt.
Eine besondere Route ist „Het Mijnverleden op straat“: Die 2,0 km lange Inklusionsroute wurde speziell für Rollstuhlnutzer, blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung entwickelt. In eine andere Landschaft führt die Wanderroute Terworm. Sie verläuft durch die Natur Süd-Limburgs und entlang der Geschichte des Landguts mit seinem Schloss. Auf der Route kommen Sie an von Linden gesäumten Alleen und Obstgärten mit alten Limburgischen Apfelsorten vorbei.
Orientierung in Heerlen
Heerlen liegt am Hügelland und zwischen zwei Bachtälern. Vom Bahnhof Heerlen Centraal gelangen Sie über das Maankwartier direkt zu Fuß ins Stadtzentrum; am Bahnhof stehen OV-Fiets-Leihräder zur Verfügung. Das gibt Ihnen einen praktischen Ausgangspunkt, um die städtischen Kunst- und Geschichtsthemen mit einem Besuch der Landschaften bei Heerlen zu verbinden.
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