Ittervoorts Ortsgeschichte wird an Kirchen, sakralen Bildern und Mühlen konkret; zugleich prägen Itterbeek und Vijverbroek den Landschaftsbezug. Bei der Planung einer Ferienwohnung in Ittervoort hilft es, historische Orte und Routen getrennt zu betrachten: Die Bauwerke erzählen von verschiedenen Epochen, während die Wegbeschreibungen mit unterschiedlichen Startpunkten und Umfängen arbeiten.
Kirchenbau und sakrale Kunst
Die heutige St Margarethakerk ist eine einschiffige Backstein-Saalkirche aus dem Jahr 1935 und ersetzte eine Waterstaatskirche von 1844. Der Turm der St Margarethakerk stammt aus 1894. Damit stehen drei Daten für unterschiedliche Stationen: die frühere Kirche, den Turm und den heutigen Bau. Auch die architektonische Bezeichnung lässt sich konkret aufschlüsseln: „einschiffig“ beschreibt das eine Kirchenschiff, „Backstein“ das Baumaterial und „Saalkirche“ den Gebäudetyp.
In der heutigen St Margarethakerk hängt ein Kreuzbild des sogenannten Meisters von Elsloo aus dem frühen 16. Jahrhundert. In der Friedhofskapelle befindet sich ein Kreuzbild im Stil von etwa 1500. Die Beschreibungen setzen unterschiedliche Akzente: Beim Kirchenbild wird der sogenannte Meister von Elsloo genannt, beim Kapellenbild bleibt die Einordnung bewusst ungefähr. In der Nische der Wegkapel Ittervoort stehen hinter einem Gitter zwei weiße Statuen: eine des Heiligsten Herzens Jesu und eine von Maria mit Kind. So begegnen Kreuzbilder und Statuen als verschiedene sakrale Motive an drei benannten Orten.
Auch die Wege- und Baugeschichte zeigt einzelne, genau fassbare Spuren. Die Römerstraße Tongeren–Nijmegen überquerte bei Ittervoort die Itterbeek an einer Furt. Dieser Flussübergang verbindet eine benannte Römerstraße mit dem Bach. In der Margarethastraat 34 besitzt ein Gebäude einen einzigartigen Giebelstein mit dem heiligen Johannes Nepomuk und der Jahreszahl 1770. Das datierte religiöse Motiv ergänzt die größeren Geschichten von Kirche und Mühlen um ein konkretes Fassadendetail.
Mühlen und historische Bezüge
Auch die Mühlengeschichte bietet unterschiedliche Bezugspunkte. Die Luyensmolen ist eine Wassermühle aus dem Jahr 1648. Von der öffentlichen Straße aus ist sie zu sehen; eine Besichtigung von innen ist nicht möglich. Vor 1794 war sie eng mit dem Fürstentum Thorn verbunden. Ittervoort selbst gehörte früher zum Fürstentum Thorn. Damit taucht Thorn sowohl in der Geschichte des Ortes als auch in der historischen Verbindung der Mühle auf, wobei für die Mühle die Zeitgrenze vor 1794 gilt.
Die Schouwsmolen ist eine Wassermühle aus dem Jahr 1630 an der Itterbeek und damit 18 Jahre älter als die Luyensmolen. Bei der Schouwsmolen kommt neben der Datierung auch der Bachbezug hinzu. Die beiden Mühlen lassen sich so anhand konkreter Unterschiede einordnen: ihrer Jahreszahlen, ihrer historischen Verbindungen und der genannten Lage der Schouwsmolen an der Itterbeek.
Itterbeek, Vijverbroek und Routen
Bei Ittervoort fließt die Itterbeek in das Naturgebiet Vijverbroek. Die Dorpswandeling Ittervoort umfasst dieses Gebiet, startet jedoch in Neeritter und führt von dort über die Grenze in Richtung des belgischen Kessenich. Für die Planung ist der Startpunkt wichtig: Die Wanderung beginnt in Neeritter, nicht in Ittervoort.
Anders verläuft die Orientierung beim Fietsrondje Camperplaats Ittervoort: Diese Radrunde startet in Ittervoort und führt in Richtung Thorn. Sie ist mehr als 59 Kilometer lang; bei der Rückfahrt in die Niederlande geht es mit einer Fähre zurück. Die Wanderung und die Radrunde unterscheiden sich damit sowohl im Ausgangspunkt als auch in der Art der Tour. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routendetails. So bleiben Start, Länge und Rückweg bei der Auswahl der passenden Route im Blick.
Weitere Reiseziele entdecken: Hunsel, Ell, Neeritter, Kelpen-Oler, Haelen, Grathem, Roggel, Baexem.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Leudal.